"Hinhalte-Taktik"

Finanz­aus­gleich: Land kün­digt Son­der­sit­zung an

Die Hinhalte-Taktik der Bundesregierung gefährde die Sicherstellung von unter anderem Gesundheits- und Pflegeversorgung sowie hochqualitativer Bildung. Im Juli oder August soll daher eine Sondersitzung der Landeshauptleute stattfinden.

Finanz­aus­gleich: Land kün­digt Son­der­sit­zung an Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser kritisiert die Hinhalte-Taktik der Bundesregierung. Die Verteilung der Steuereinnahmen durch den Bund müsse umstrukturiert werden.

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Die Ein­be­ru­fung einer außer­or­dent­li­chen Kon­fe­renz der Lan­des­haupt­leu­te kün­digt heu­te, Diens­tag, der aktu­ell Vor­sit­zen­de der Lan­des­haupt­leu­te-Kon­fe­renz, Kärn­tens Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser an. Grund dafür sei die Hal­tung sei­tens der Bun­des­re­gie­rung, allen vor­an von Finanz­mi­nis­ter Magnus Brun­ner, was die unbe­dingt not­wen­di­ge Neu­or­ga­ni­sa­ti­on des Finanz­aus­gleichs – also die Ver­tei­lung der Steu­er­ein­nah­men durch den Bund auf Bund, Län­der und Gemein­den zur Bewäl­ti­gung gemein­schaft­li­cher öffent­li­cher Auf­ga­ben — betrifft.

Sicher­stel­lung von Gesund­heits- und Pfle­ge­ver­sor­gung

„Die wei­ter andau­ern­de Hin­hal­te-Tak­tik des Bun­des gefähr­det unter ande­rem die Sicher­stel­lung der Gesund­heits- und Pfle­ge­ver­sor­gung sowie eines hoch­qua­li­ta­ti­ven Bil­dungs- und Aus­bil­dungs­an­ge­bo­tes. Nach­dem das letzt­wö­chi­ge Ange­bot des Finanz­mi­nis­ters in Form einer zwei Mil­li­ar­den Euro-Fata­mor­ga­na von Exper­ten ent­zau­bert und nach unten revi­diert wur­de und sich in Luft auf­löst, gilt es kei­ne Zeit mehr zu ver­lie­ren. Eine vom Bund mut­maß­lich beab­sich­ti­ge Fort­schrei­bung des Finanz­aus­gleichs ertei­len sowohl Lan­des­haupt­leu­te als auch Finanz­re­fe­ren­ten über Par­tei­gren­zen hin­weg eine unmiss­ver­ständ­li­che Absa­ge“, ver­deut­licht Kai­ser.

Son­der­sit­zung der Lan­des­haupt­leu­te im Juli oder August

Er lässt gera­de einen Ter­min für eine Son­der­sit­zung der Lan­des­haupt­leu­te-Kon­fe­renz koor­di­nie­ren, bei der die Lan­des­haupt­leu­te und die aktu­el­le Vor­sit­zen­de der Lan­des­fi­nanz­re­fe­ren­tin­nen und –Refe­ren­ten, Kärn­tens Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Gaby Schau­nig, dann Finanz­mi­nis­ter Magnus Brun­ner beim Wort neh­men und über­zeu­gen wer­den. „Wir neh­men Finanz­mi­nis­ter Brun­ner beim Wort und for­dern die von ihm in der ORF-Pres­se­stun­de pos­tu­lier­te Gesamt­ver­ant­wor­tung von ihm und der Bun­des­re­gie­rung in aller Deut­lich­keit ein.

Kai­ser: “Wor­te sind genug gewech­selt!”

Es kann und darf nicht sein, dass Bun­des­län­der und Gemein­den jetzt schon über Jah­re für den Bund ins­be­son­de­re in der Pfle­ge- und Gesund­heits­ver­sor­gung aber auch im Bereich der Bil­dung in finan­zi­el­le Vor­leis­tung gegan­gen sind, und die Bun­des­re­gie­rung nicht bereit ist, end­lich ihren Anteil in Form eines neu­en FAG-Auf­tei­lungs­schlüs­sel zu erbrin­gen“, sag­te Kai­ser, der an die Wor­te Brun­ners in der Pres­se­stun­de erin­nert: „Man kann über alles reden“. „Der Wor­te sind genug gewech­selt, wir wol­len end­lich Taten in Form einer drin­gend not­wen­di­gen, gerech­ten Neu­auf­tei­lung des Finanz­aus­gleichs sehen“, sag­te Kai­ser abschlie­ßend.

11.07.2023 15:00 - Update am: 11.07.2023 15:39
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Finanz­aus­gleich: Land kün­digt Son­der­sit­zung an Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser kritisiert die Hinhalte-Taktik der Bundesregierung. Die Verteilung der Steuereinnahmen durch den Bund müsse umstrukturiert werden.

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