Feldkirchen
17. Carinthische Dialoge auf Schloss Bach eröffnet
Die diesjährigen Carinthischen Dialoge auf Schloss Bach in St. Urban stehen unter dem Leitthema "Das Jahrzehnt der Transformation - Optimistische Perspektiven eines Umdenkens".
© LPD Kärnten/Krainz
„Das Jahrzehnt der Transformation — Optimistische Perspektiven eines Umdenkens“ ist das Thema der diesjährigen 17. Carinthischen Dialoge auf Schloss Bach in St. Urban. Eröffnet wurde die Tagung, an der auch Physik-Nobelpreisträger Anton Zeilinger ein Fachreferat halten wird, von Landeshauptmann Peter Kaiser. Die Singgemeinschaft St. Urban umrahmte die Eröffnung musikalisch.
Beitrag gegen Pessimismus
Kaiser betonte, dass die Carinthischen Dialoge einen wichtigen Beitrag gegen den, in weiten Teilen der Gesellschaft vorherrschenden, Pessimismus leisten: „Sie alle gehören zu jenen, die mit Optimismus den immer komplexer werdenden Problemstellungen entgegentreten“. Er erinnerte daran, dass wir aufgrund der Ängste vor Veränderungen eine Hochblüte des Populismus erleben. „Der Wandel ist die neue Normalität und die herbeigesehnte archaische Normalität wird in Zukunft die Ausnahme sein. Doch das ist kein Grund zu resignieren — es ist eine Aufgabenstellung“, zeigte sich Kaiser überzeugt.
Die 17. Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen
Um globale Herausforderungen zu meistern, ist einerseits ein Schulterschluss zwischen Wissenschaft und Gesellschaft wichtig und andererseits müssen Maßnahmen auf lokaler, regionaler, nationaler und kontinentaler Ebene umgesetzt werden. Als Grundlage dafür, könnten die 17. Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen dienen, wie Kaiser meint: „Jede und jeder von uns kann im überschaubaren politischen, wissenschaftlichen und technologischen Bereich dazu beitragen, dass wir auch in Zukunft in einer lebenswerten Welt leben. Dazu sind mächtige Veränderungen notwendig, doch es gibt etwas auf das wir aufbauen können — nämlich Nachhaltigkeitsziele, die zum Handeln animieren“.
Aufklärung und Dialog
Maximilian Franz, Vorstandmitglied des Vereins Carinthische Dialoge, warnte davor, dass viele globale Herausforderungen von der Spaltung der Gesellschaft überlagert werden: „Wir müssen diese Spaltung überwinden, um über wichtige Themen diskutieren zu können. Dafür brauchen wir ein neues Zeitalter der Aufklärung und des Dialoges“.
Raum für Reflexionen
„Freuen wir uns auf drei Tage des Austausches, bei denen wir aufeinander zugehen und über unser Verhältnis zur Natur reflektieren“, sagte Klemens Fheodoroff, Obmann des Carinthischen Sommers. Stellvertretend für das gesamte Organisationsteam begrüßten Chlodwig und Johanna Franz die Tagungsteilnehmer und informierten über das diesjährige Veranstaltungsprogramm.
Online-Tipp: carinthische-dialoge.at
Wissenswert
Die Carinthischen Dialoge sind eine dreitägige Fachtagung, die traditionell im Schloss Bach in St. Urban stattfindet. Ziel ist der interdisziplinäre Austausch über gesellschaftlich relevante Themenkomplexe. Heuer umfasst das Programm zehn Fachvortrage.
Bildende Kunst
In Ergänzung zu den Vorträgen soll auch der bildenden Kunst ein entsprechender Raum gegeben werden. Die diesjährige Ausstellung ist Carl Unger (1915–1995), der zu den bedeutenden österreichischen Künstlern der Nachkriegszeit zählt, gewidmet und wurde von Agnes Husslein-Arco, Direktorin der Heidi Horten Collection, zusammengestellt.
