Wiederbewaldung

Wald­bau­ern brau­chen Hil­fe nach mas­si­ven Unwet­tern

Zur Borkenkäfer-Katastrophe kommen hohe Schadholzmengen in Folge der Unwetter. Landwirtschaftskammer-Präsident Huber fordert von der Bundesregierung eine Aufstockung des Waldfonds.

Wald­bau­ern brau­chen Hil­fe nach mas­si­ven Unwet­ternLandwirtschaftskammer-Präsident Siegfried Huber fordert von der Bundesregierung eine Aufstockung des Waldfonds.

© Paul Gruber

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„Die Unwet­ter der ver­gan­ge­nen Tage haben tie­fe Wun­den in die Wäl­der geschla­gen. Vie­le Wald­bau­ern muss­ten zuse­hen, wie bin­nen Minu­ten die Arbeit von Gene­ra­tio­nen ver­nich­tet wur­de. Sie zäh­len zu den ers­ten Opfern des Kli­ma­wan­dels und brau­chen Unter­stüt­zung“, zieht Land­wirt­schafts­kam­mer-Prä­si­dent Sieg­fried Huber eine ers­te Zwi­schen­bi­lanz nach den jüngs­ten Unwet­tern, bei denen in Kärn­ten mehr als 400.000 Fest­me­ter Holz dem Sturm zum Opfer gefal­len sind. Betrof­fen sind vor allem die Bezir­ke Völ­ker­markt, Kla­gen­furt, Vil­lach und Feld­kir­chen. Beson­ders kata­stro­phal wirkt sich die Tat­sa­che aus, dass die aktu­ell hohen Schad­holz­men­gen durch Wind und Bor­ken­kä­fer auf eine schwä­cheln­de Bau­wirt­schaft tref­fen. „Der Absatz von Bau­holz ist am Tief­punkt. Die Holz­prei­se befin­den sich seit Mona­ten auf Tal­fahrt. Wenn über­haupt ein Abneh­mer gefun­den wird, decken die Erlö­se aus dem Holz­ver­kauf oft die Kos­ten für die Auf­ar­bei­tung und die Wie­der­be­wal­dung nicht“, schlägt Huber Alarm.

Unter­stüt­zung für Auf­ar­bei­tung drin­gend nötig

Vor die­sem Hin­ter­grund ist für Huber die Wei­ter­füh­rung des Wald­fonds eine abso­lu­te Not­wen­dig­keit. Der Fonds unter­stützt – neben ande­ren Maß­nah­men – die Auf­ar­bei­tung von Ein­zel­schä­den durch Wind­bruch, die Errich­tung von Lager­plät­zen nach Schad­ereig­nis­sen und die Wie­der­auf­fors­tung von zer­stör­ten Wäl­dern. Die von der Bun­des­re­gie­rung zur Ver­fü­gung gestell­ten Mit­tel sind jedoch der­zeit auf Grund der hohen Schad­holz­men­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re bereits auf­ge­braucht. Die bäu­er­li­che Inter­es­sen­ver­tre­tung for­der­te daher die Bun­des­re­gie­rung bereits im Rah­men der jüngs­ten Voll­ver­samm­lung in einer Reso­lu­ti­on frak­ti­ons­über­grei­fend auf, eine Neu­do­tie­rung des Wald­fonds umzu­set­zen. „Es braucht eine Auf­sto­ckung und Ver­län­ge­rung des Wald­fonds – und das rasch! Wir dür­fen die Wald­bau­ern in die­ser Situa­ti­on nicht allei­ne las­sen. Nur gesun­de Wäl­der bie­ten Schutz vor Muren, Stein­schlag und Lawi­nen und lie­fern den Roh­stoff Holz, den wir brau­chen, um dem Kli­ma­wan­del die Stirn zu bie­ten,“ rich­tet Huber die kla­re For­de­rung der Land­wirt­schafts­kamm­mer-Voll­ver­samm­lung an die Bun­des­re­gie­rung.

Gefähr­li­che Wald­ar­beit: Sicher­heit geht vor!

Nach wie vor zäh­len Forst­un­fäl­le – ins­be­son­de­re nach der Auf­ar­bei­tung von Schad­holz – zu den häu­figs­ten Unfall­ur­sa­chen mit Todes­fol­ge in der Land- und Forst­wirt­schaft. „Die Auf­ar­bei­tung von Sturm­holz ist lebens­ge­fähr­lich. Die Sicher­heit muss an ers­ter Stel­le ste­hen. Denkt an eure Fami­li­en!“, rich­tet der Land­wirt­schafts­kam­mer-Prä­si­dent einen ein­dring­li­chen Appell an die Wald­bau­ern, bei der Auf­ar­bei­tung von Sturm­schä­den Vor­sicht wal­ten zu las­sen.

 

 

26.07.2023 09:00
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Wald­bau­ern brau­chen Hil­fe nach mas­si­ven Unwet­ternLandwirtschaftskammer-Präsident Siegfried Huber fordert von der Bundesregierung eine Aufstockung des Waldfonds.

© Paul Gruber