Testergebnisse

Medin­zin-Stu­di­um: 90 Pro­zent der Bewer­ber nicht zuge­las­sen

Testergebnisse bekanntgegeben: „Zehntausend verzweifelte junge Menschen verstehen die Welt nicht mehr“. Landesrätin und Gesundheitsreferentin Beate Prettner fordert eine Verdoppelung der Studienplätze.

Medin­zin-Stu­di­um: 90 Pro­zent der Bewer­ber nicht zuge­las­sen Nur 1.850 der knapp 12.000 Testkandidatinnen werden für das Medizinstudium in Österreich zugelassen.

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„Was muss noch pas­sie­ren, damit der Bund, allen vor­an Bil­dungs­mi­nis­ter Pola­schek, end­lich reagiert und die Zugangs­be­schrän­kung zum Medi­zin­stu­di­um erhöht? Gesamt­ös­ter­reich ringt um jede ein­zel­ne Ärz­tin, um jeden ein­zel­nen Arzt, doch wir schi­cken mehr als 90 Pro­zent der Jugend­li­chen, die sich nichts sehn­li­cher wün­schen, als Arzt und Ärz­tin zu wer­den, nach Hau­se“, kri­ti­siert die Kärnt­ner Gesund­heits­re­fe­ren­tin Bea­te Prett­ner.

Vie­le Anru­fe von Betrof­fe­nen

„Ich habe heu­te Anru­fe von wei­nen­den Matu­ran­tin­nen und Matu­ran­ten erhal­ten, denen mit­ge­teilt wur­de, dass sie nicht zu den glück­li­chen neun Pro­zent gehö­ren, die ihr Medi­zin­stu­di­um im Herbst begin­nen dür­fen. Sie sind ver­zwei­felt, ver­ste­hen die Welt nicht mehr. Ich ver­ste­he sie ehr­lich gesagt auch nicht mehr“, sag­te Prett­ner.

1.850 von 12.000 zum Stu­di­um zuge­las­sen

11.735 der rund 15.400 ange­mel­de­ten Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber sind im Juli zum acht­stün­di­gen Auf­nah­me­test ange­tre­ten. Heu­te wur­den die Ergeb­nis­se bekannt: Nur 1.850 der knapp 12.000 Test­kan­di­da­tin­nen und ‑kan­di­da­ten dür­fen jubeln, dar­un­ter rund 20 Pro­zent Nicht-Öster­rei­cher. Dem gro­ßen Rest wur­de die Tür vor der Nase zuge­schla­gen.

Aus­bau der Stu­di­en­plät­ze gefor­dert

„Seit zehn Jah­ren lau­fen wir sehen­den Auges in einen haus­ge­mach­ten Ärz­te­man­gel. Ich emp­fin­de es als Hohn, wenn man auf einen schritt­wei­sen Aus­bau der Stu­di­en­plät­ze um 200 bis zum Jahr 2028 ver­weist. Das ist lächer­lich.“ Für Prett­ner ist klar: „Wir brau­chen zumin­dest eine Ver­dop­pe­lung der Medi­zin­stu­di­en­plät­ze. Zusätz­lich könn­te der Gesund­heits­mi­nis­ter Rah­men­be­din­gun­gen schaf­fen, um die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten zu ver­pflich­ten, eini­ge Jah­re dem öffent­li­chen Gesund­heits­we­sen zur Ver­fü­gung zu ste­hen.“

07.08.2023 19:00
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Medin­zin-Stu­di­um: 90 Pro­zent der Bewer­ber nicht zuge­las­sen Nur 1.850 der knapp 12.000 Testkandidatinnen werden für das Medizinstudium in Österreich zugelassen.

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