Wetterlage
Einsatzkräfte rüsten sich für Wetterumschwung
Auch wenn die genauen Prognosen für den Wetterumschwung am Wochenende noch nicht im Detail vorhanden sind, bereiten sich die Landes- Einsatzstellen vor. Die Trinkwasserbeprobung läuft weiter, zuständige Stellen werden über das Ergebnis sofort informiert.
Die Einsatzkräfte treffen bereits Vorbereitungen für den für das Wochenende angekündigten Wetterumschwung.© FF Vassach
Ein weiteres Lage-Update sämtlicher Behörden, Landes-Abteilungen und Einsatzkräfte erfolgte heute, Dienstag. Ein Fokus liegt am für das Wochenende angekündigten Wetterumschwung, der möglicherweise mit Unwettern, Starkregen oder Stürmen einhergeht. „Alle Stellen sind mit Geosphere in Kontakt, es liegen noch keine Details vor, das heißt der Wetterverlauf ist derzeit noch nicht vorhersehbar. Das Wetter geht von Südfrankreich aus und es muss errechnet werden, ob und wie es von Sonntag auf Montag Kärnten treffen könnte. Eine weitere Sitzung findet am Donnerstag statt“, erklärt der Leiter des Landespressedienstes, Gerd Kurath, nach der Sitzung. Es gehe dabei darum, Maßnahmen rechtzeitig zu treffen, vor allem auch in den schon unwettergeschädigten Gebieten.
“Müssen vorbereitet sein!”
„Wir müssen einfach vorbereitet sein, Einsatzkräfte müssen wissen, wann und wo sie womöglich aktiv werden müssen, wie sie ihre Bereitschaftsdienste einteilen, immerhin haben wir auch noch Urlaubszeit“, weist Kurath hin. Weites wurden die Trinkwasserbeprobungen und ihr Fortschritt besprochen. „Tatsache ist, dass Hochwässer und Vermurungen auch Schäden an der öffentlichen Wasserversorgung angerichtet haben und dass folglich Trinkwasser durch Erde und Sand verunreinigt sein kann. Die Beprobungen erfolgen, wie geplant, so rasch wie möglich gemeinsam mit dem Bundesheer und um den Wasserversorgern und der betroffenen Bevölkerung Sicherheit und Gewissheit zu geben, sowie um entsprechende Maßnahmen zu setzen“, so Kurath. Alle Wasserversorger bzw. Gemeinden werden über die Probenergebnisse unverzüglich informiert, um in weiterer Folge die Menschen vor Ort informieren zu können. Wasser abkochen, bevor es getrunken wird, sei dabei die wesentlichste Maßnahme.
Hänge noch immer in Bewegung
Ein weiterer Punkt in der heutigen Sitzung war die Lage in Eisenkappel bzw. im Lepen-Graben. Sämtliche Behörden und Experten warnen noch einmal eindringlich davor, den Graben zu befahren. „Leider werden immer wieder PKW und Radfahrer gesichtet – nur weil die Straßen nun immer mehr freigeräumt werden konnte, ist sie nicht befahrbar. Die große Gefahr liegt in den Hängen über der Straße und ist für Laien nicht ersichtlich. Aber die Hänge sind nach wie vor in Bewegung“, warnt Kurath. Auch die Varianten, wie die Aufräumarbeiten weitergehen, wurden heute besprochen, sowie die Errichtung einer Behelfsstraße, für die auch der Grundeigentümer bereits seine Zusage erteilt hat, wurde erörtert. Auch die anderen Orte, wo nach wie vor Hangbewegungen im Gange sind und größere Maßnahmen von Nöten sind, wurden in der Sitzung behandelt, wie beispielsweise Klein St. Veit oder die Soboth-Straße.