Weltspartag

So spa­ren Kärnt­ner in Zei­ten gestie­ge­ner Zin­sen

Am 31. Oktober wird der Weltspartag gefeiert. Eine repräsentative IMAS-Umfrage von Erste Bank und Sparkassen zeigt das Sparkonto erfreut sich steigender Beliebtheit.

So spa­ren Kärnt­ner in Zei­ten gestie­ge­ner Zin­sen Gabriele Semmelrock-Werzer, Vorstandssprecherin Kärntner Sparkasse AG freut sich schon auf den Weltspartag am 31. Oktober.

© Daniel Waschnig/ Kärntner Sparkasse

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Aber auch die alter­na­ti­ven Ver­an­la­gun­gen, die wäh­rend der Null­zins­pha­se an Beliebt­heit gewon­ne­nen haben, blei­ben wei­ter­hin gefragt.

Spa­ren ist und bleibt den Men­schen in Kärn­ten ein wich­ti­ges Anlie­gen. Klam­mert man das Pan­de­mie­jahr 2021 aus, das auf­grund des ein­ge­schränk­ten Kon­sums Rekord­zah­len beim Spa­ren brach­te, erreicht die Bedeu­tung des Spa­rens einen neu­en Höchst­wert: Acht von zehn Kärnt­ner sagen, dass es ihnen wich­tig ist, Geld bei­sei­te­zu­le­gen.

Monat­li­cher Spar­be­trag steigt

Auch der durch­schnitt­li­che monat­li­che Spar­be­trag steigt leicht — von 280 Euro im Vor­jahr auf 299 Euro. Über­haupt leg­te die Sum­me, die die Kärnt­ner monat­lich zur Sei­te legen kön­nen, in den letz­ten zehn Jah­ren um rund 70 Pro­zent (2013: 180 Euro zu. Deut­li­che Unter­schie­de las­sen sich öster­reich­weit bei genaue­rer Betrach­tung erken­nen: Einer­seits bei den Geschlech­tern, denn Män­ner kön­nen mit 347 Euro rund ein Vier­tel (29 Pro­zent) mehr zurück­le­gen als Frau­en mit 268 Euro. Aber auch in den Alters­grup­pen, denn hier ist es die Gene­ra­ti­on Y, die mit durch­schnitt­lich 353 Euro monat­lich am meis­ten zur Sei­te legt. Mit deut­li­chem Abstand fol­gen die Gene­ra­ti­on X (300 Euro), die Gene­ra­ti­on Z (293 Euro) und die Baby Boo­mer (286 Euro).

Trotz des wei­ter fort­dau­ern­den Wachs­tums des Spar­be­trags sank die Zufrie­den­heit mit eben­je­nem. Bereits im Vor­jahr sack­te sie vom bis dato Höchst­wert (2021: 72 Pro­zent) auf 55 Pro­zent und heu­er wei­ter auf 45 Pro­zent ab. „Das über­rascht nicht. Einer­seits haben sich wäh­rend der Pan­de­mie vie­le dar­an gewöhnt, einen hohen Betrag auf die Sei­te legen zu kön­nen. Ande­rer­seits hört man oft, wie teu­er alles ist, da wür­den vie­le natür­lich ger­ne mehr vor­sor­gen und sind dem­entspre­chend unzu­frie­den mit dem aktu­el­len Betrag. Betrach­tet man die letz­ten zehn Jah­re, ist die Spar­sum­me um 70 Pro­zent ange­stie­gen“, ord­net Gabrie­le Sem­mel­rock-Wer­zer, Vor­stands­spre­che­rin der Kärnt­ner Spar­kas­se, die Umfra­ge­er­geb­nis­se ein.

Come­back der Spar­klas­si­ker

Die Vor­sor­ge und der Auf­bau eines finan­zi­el­len Pols­ters ste­hen bei vie­len als Spar­ziel im Fokus. So spa­ren heu­er im Ver­gleich zum Vor­jahr mehr (79 Pro­zent, +12PP), um auch bei gestie­ge­nen Prei­sen mit einem Not­gro­schen auf uner­war­te­te Aus­ga­ben vor­be­rei­tet zu sein. 59 Pro­zent (+3PP) legen zur finan­zi­el­len Absi­che­rung und Vor­sor­ge für das Alter Geld bei­sei­te und 59 Pro­zent (+14PP) um sich zukünf­tig einen Urlaub, ein Haus bezie­hungs­wei­se eine Woh­nung oder ander­wei­ti­ge Kon­sum­gü­ter leis­ten zu kön­nen. Ledig­lich 4 Pro­zent (-5PP) spa­ren ohne bestimm­ten Grund.

Ein klei­nes Come­back als Spar­form der Kärntner:innen fei­ert das klas­si­sche Spar­kon­to, nach­dem es jah­re­lang auf­grund Nied­rig­zins­um­feld an Beliebt­heit ver­lor. Mit stei­gen­den Zin­sen nut­zen es heu­er 73 Pro­zent und damit mehr als im Vor­jahr (68 Pro­zent) zum Anspa­ren.

„Vie­le unse­rer Kun­den haben schon aktiv ihr Geld vom Giro- auf ein Spar­kon­to umge­schich­tet und pro­fi­tie­ren von den gestie­ge­nen Zin­sen am Spar­kon­to“, sagt Gabrie­le Sem­mel­rock-Wer­zer.

Nichts­des­to­trotz zei­gen sich noch Effek­te der Null­zins­zeit, denn laut Stu­die lässt jeder Zwei­te sein Geld unver­zinst am Giro­kon­to lie­gen – mit Fol­gen: „Nach dem jah­re­lan­gen Null­zins­um­feld haben sich vie­le noch nicht dar­an gewöhnt, sich wie­der aktiv mit dem The­ma Spa­ren aus­ein­an­der­zu­set­zen.“

Alter­na­ti­ve Ver­an­la­gungs­for­men wei­ter­hin gefragt

Auch im sich ändern­den Zins­um­feld sind jene Anspar­pro­duk­te, die wäh­rend der Null­zins­pha­se Ren­di­te brach­ten, wei­ter­hin gefragt. Wert­pa­pie­re wie Akti­en, Anlei­hen oder Fonds blei­ben im Jah­res­ver­gleich nahe­zu unver­än­dert (31 Pro­zent, +1PP). Grün­de für die unge­bro­che­ne Nach­fra­ge lie­fern die Ein­stel­lun­gen der Kärntner:innen zu alter­na­ti­ven Anla­ge­for­men: So sagen sie­ben von zehn, dass sie eine gute Ergän­zung zum Spar­kon­to sei­en, sechs von zehn stim­men der Aus­sa­ge zu, dass sie immer mehr an Bedeu­tung gewin­nen wür­den und auch etwas für die Alters­vor­sor­ge sei­en. Und für rund die Hälf­te dür­fen Wert­pa­pie­re nicht feh­len, wenn das eige­ne Geld gewinn­brin­gend ange­legt wer­den soll. Für Sem­mel­rock-Wer­zer wenig ver­wun­der­lich: „Um in der Null­zins­pha­se ihr Erspar­tes abzu­si­chern, haben vie­le Kärnt­ner begon­nen, in alter­na­ti­ven Ver­an­la­gungs­for­men anzu­spa­ren – und dabei die posi­ti­ven Aspek­te erkannt. Auch wei­ter­hin sehen wir in unse­ren Zah­len ein Wachs­tum bei den Invest­ment­plä­nen.“

Die IMAS-Umfra­ge zeigt, dass die Känt­ner auch wei­ter­hin sicher­heits­be­tont (79 Pro­zent) in der Geld­an­la­ge sind.

„Der Finanz­welt die gefühl­te Kom­ple­xi­tät neh­men“

Trotz die­ser posi­ti­ven Zah­len – alter­na­ti­ve Ver­an­la­gungs­for­men blei­ben für vie­le eine kom­ple­xe Ange­le­gen­heit. So geben lan­des­weit sechs von zehn Befrag­ten an, dass Wert­pa­pie­re für sie nur schwer zu ver­ste­hen sei­en. Des­we­gen ver­wun­dert es nicht, dass sich die Kärntner:innen beim The­ma Finan­zen nicht wohl füh­len. Im Ver­gleich zu ande­ren All­tags­be­rei­chen wie „Gesund­heit und Ernäh­rung“ (81 Pro­zent), „Natur und Umwelt“ (68 Pro­zent) oder „Sport“ (48 Pro­zent) füh­len sich bei „Finanz­the­men wie Geld­an­la­ge“ ver­gleichs­wei­se wenig affin (36 Pro­zent). Etwas mehr als ein Drit­tel hat dem­nächst vor, sich mehr Wis­sen zu Wirt­schafts- und Finanz­the­men anzu­eig­nen. In der Ver­ant­wor­tung eben­je­nes Finanz­wis­sen zu ver­mit­teln, sehen die Befrag­ten neben Schu­len (80 Pro­zent) und Hoch­schu­len (74 Pro­zent) vor allem Finanz­in­sti­tu­te wie Ban­ken und Spar­kas­sen (81 Pro­zent). „Es ist unse­re Auf­ga­be, der Finanz­welt die gefühl­te Kom­ple­xi­tät zu neh­men und Finanz­wis­sen auf einem ein­fa­chen, nie­der­schwel­li­gen und spie­le­ri­schen Weg zu ver­mit­teln. Mit unse­rer Finanz-KI, dem Finan­cial Health Pro­to­ty­pe, haben Ers­te Bank und Spar­kas­sen dafür erst kürz­lich ein Tool vor­ge­stellt, das Finanz­wis­sen für alle 24/7 ein­fach zugäng­lich macht“, sagt Sem­mel­rock-Wer­zer.

 

 

 

 

18.10.2023 13:00
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So spa­ren Kärnt­ner in Zei­ten gestie­ge­ner Zin­sen Gabriele Semmelrock-Werzer, Vorstandssprecherin Kärntner Sparkasse AG freut sich schon auf den Weltspartag am 31. Oktober.

© Daniel Waschnig/ Kärntner Sparkasse