Kommentar

Kärnt­ner Hei­mat­dienst-Obmann als “Tali­ban-Ver­ste­her”

Er versucht immer wieder Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen: Der nationalliberale Kulturdeutsche, Ex-EU-Abgeordnete, Ex-FP-Bundesrat, Ex-Kulturberater und ehemalige Altherren-Vorsitzende Andreas Mölzer aus Treffen – fünffacher Vater, Zeitungskolumnist, Journalist, Autor, Ideologe, „Umvolkungs-Befürchter“, EU-Negerkonglomerat-Sager und Obmann des Kärntner Heimatdienstes.

Kärnt­ner Hei­mat­dienst-Obmann als “Tali­ban-Ver­ste­her” Im September dieses Jahres besuchte Andreas Mölzer mit einem FP-Kollegen die nicht anerkannte Taliban-Regierung in Kabul.

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Sein letz­ter Coup, mit dem er sich wie­der in die Schlag­zei­len kata­pul­tier­te:  Ein Besuch bei der nicht aner­kann­ten Tali­ban-Regie­rung im Sep­tem­ber die­ses Jah­res in Kabul, gemein­sam mit einem FP-Poli­ti­ker. Par­tei­chef Her­bert Kickl, eben­falls Kärnt­ner, droh­te mit einem Par­tei­aus­schluss und nann­te die Rei­se „unglaub­lich dumm“. Die bei­den weit gereis­ten Her­ren wären kei­ne FP-Poli­ti­ker mehr, das waren Poli­ti­ker, die „schon gestol­pert sind“, pol­ter­te Pfer­de­freund und Ex-Minis­ter Kickl, der sei­ne guten Umfra­ge­wer­te durch die­sen „Aus­rut­scher“ nicht tor­pe­die­ren las­sen will. Der Ein­fluss bei­der Polit-Pen­sio­nis­ten, die laut dem FP-Chef allen­falls einen Rent­ner-Aus­flug unter­nom­men hät­ten, sei in der Par­tei mit 0,0 Pro­zent zu bewer­ten. Möl­zer sei kein Vor­den­ker der FPÖ. Aus. Schluss. Pas­ta! „Steh­auf­man­derl“ Möl­zer sprach hin­ge­gen von einer „Pri­vat-Rei­se als Jour­na­list“ und kon­ter­te sei­ner­seits, dass schon Ste­ger, Hai­der und Stra­che ihn aus­schlie­ßen woll­ten, es sei aber nie pas­siert. Möl­zer hat offen­sicht­lich recht. Mitt­ler­wei­le ist schon der Novem­ber ins Land gezo­gen. Doch von Kickl hört man in die­ser Cau­sa nichts mehr. Da herrscht wei­ter­hin abso­lu­te Funk­stil­le. Dabei hat­te die­se höchst unge­wöhn­li­che Rei­se für Auf­re­gung gesorgt. Ein mög­li­cher Aus­schluss für das blaue „Schwer­ge­wicht“ Möl­zer?  Da hät­te wohl eher noch die dama­li­ge SP-Che­fin Ren­di-Wag­ner ihren „Freund“ Dosko­zil aus der Par­tei gewor­fen. Und der Kärnt­ner FP-Par­tei­ob­mann Erwin Ange­rer, der zuletzt durch sei­ne ver­ba­le „Prü­gel­at­ta­cke“ gegen eine Lan­des­rä­tin ungut auf­ge­fal­len ist, zwei­felt an einem mög­li­chen Par­tei­aus­schluss. Für Ange­rer „ist das kein The­ma“. Möl­zer woll­te angeb­lich her­aus­fin­den, wie man Afgha­nen dazu bewe­gen könn­te, in ihre Hei­mat zurück­zu­keh­ren. Er war aber nicht als Poli­ti­ker unter­wegs. War­um also?  Hat er es her­aus­ge­fun­den? Oder behält er die­sen Tipp für sich? Und hat sich der Ex-EU-Abge­ord­ne­te für einen dort inhaf­tier­ten rechts­extre­men Öster­rei­cher ein­ge­setzt? Nun, er habe kurz nach­ge­fragt….

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Man muss sich also vor­stel­len – da fliegt der Chef des Kärnt­ner Hei­mat­diens­tes ins Land mas­si­ver Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen, das im welt­wei­ten Demo­kra­tie­in­dex mit Abstand den letz­ten Platz belegt. Die Tali­ban ver­ja­gen seit 2021 mit ihrer Stein­zeit-Men­ta­li­tät Frau­en aus allen Ämtern, von Hoch­schu­len, öffent­li­chen Parks usw. Mäd­chen wer­den mit Schul­ver­bo­ten belegt, das isla­mi­sche Recht (öffent­li­che Aus­peit­schun­gen, Fol­ter, Hin­rich­tun­gen, Stei­ni­gun­gen) gilt, die Bur­ka ist Pflicht. Und Herr Möl­zer plau­dert mit dem Taliban-„Außenminister“ Amir Khan Mut­ta­qui. Und so kommt der quir­li­ge Hei­mat­dienst-Chef außer­halb sei­ner Hei­mat zur Mei­nung: „Sie waren doch recht ein­sich­tig.“ Und auch bei den Frau­en­rech­ten hat der Viel-Rei­sen­de ordent­lich auf den Tisch geklopft, dass dabei den Tali­ban-Chefs bei­nah der Tur­ban hoch­ging. Schließ­lich ste­he in der Scha­ria nir­gends, dass Mäd­chen nicht die Schu­le besu­chen dür­fen. Sie dür­fen ja doch – frei­lich nur bis zum 12. Lebens­jahr. Na bit­te, dann ist ja alles in Ord­nung! Die­se Tali­ban sind ja recht nett, ech­te Frau­en­ver­ste­her! Und Men­schen­recht­ler! Und so kann der „Außen­mi­nis­ter“ eines bit­ter­ar­men Lan­des das Bild mit der nicht offi­zi­el­len Öster­reich-Dele­ga­ti­on als wirk­sa­mes Pro­pa­gan­da-Mit­tel ein­set­zen. Seht her, wir sind gar nicht iso­liert. Da war ein Mis­ter oder Minis­ter Mul­zer, Nöl­zer oder so bei uns. Der wort­ge­wal­ti­ge Obmann eines Hei­mat­diens­tes in Euro­pa! Dazu fällt mir Alex­an­der von Hum­boldt ein: „Die gefähr­lichs­te aller Welt­an­schau­un­gen ist die Welt­an­schau­ung der Leu­te, wel­che die Welt nicht ange­schaut haben…“

10.11.2023 08:00 - Update am: 10.11.2023 12:32
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Kärnt­ner Hei­mat­dienst-Obmann als “Tali­ban-Ver­ste­her” Im September dieses Jahres besuchte Andreas Mölzer mit einem FP-Kollegen die nicht anerkannte Taliban-Regierung in Kabul.

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