Grafenstein

Ers­ter bestä­tig­ter Fall von „Hasen­pest“

In der Gemeinde Grafenstein wurde bei einem Feldhasen Tularämie ("Hasenpest") festgestellt. Diese Krankheit ist auch für Menschen hochansteckend.

Ers­ter bestä­tig­ter Fall von „Hasen­pest“ Aufgrund des ersten Nachweises wird nun jeder tot aufgefundene Feldhase von Landesseite in einem Labor untersucht, um festzustellen, ob er an Hasenpest verendet ist.

© SvenZiegler/Pixabay

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Bei einem in der Gemein­de Gra­fen­stein auf­ge­fun­de­nen Feld­ha­sen wur­de erst­mals Tularä­mie fest­ge­stellt. Die auch als „Hasen­pest“ bekann­te Krank­heit ist hoch­an­ste­ckend. Weni­ge Kei­me des Erre­gers genü­gen, um eine Infek­ti­on beim Men­schen aus­zu­lö­sen. Das Bak­te­ri­um, wel­ches vom Insti­tut für Lebens­mit­tel­un­ter­su­chung, Vete­ri­när­me­di­zin und Umwelt fest­ge­stellt wur­de, befällt vor allem wild­le­ben­de Hasen, Kanin­chen und Nage­tie­re wie Mäu­se, Rat­ten, Eich­hörn­chen. Infi­zier­te Tie­re kön­nen die Krank­heit aber auch auf den Men­schen über­tra­gen. Die Mög­lich­kei­ten einer Infek­ti­on beim Men­schen rei­chen von kleins­ten Haut- oder Schleim­haut­wun­den (Kon­takt mit infi­zier­ten Tie­ren, beson­ders Feld­ha­sen) bis zur Infek­ti­on durch Zecken­sti­che.

Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber appel­liert

Als Vor­sichts­maß­nah­me appel­liert der für Tier­seu­chen zustän­di­ge Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber daher drin­gend an die Bevöl­ke­rung, auf­ge­fun­de­ne ver­en­de­te, oder krank wir­ken­de Feld­ha­sen kei­nes­falls anzu­grei­fen. „Ins­be­son­de­re im betrof­fe­nen Gebiet ersu­che ich Hun­de­be­sit­zer, ihre Hun­de bei Spa­zier­gän­gen in der Natur an die Lei­ne zu neh­men. Wer einen ver­en­de­ten Hasen ent­deckt, soll­te sich umge­hend an den vor Ort zustän­di­gen Jäger wen­den“. Die Kärnt­ner Jäger­schaft ist infor­miert und wird die Ber­gung des Tie­res vor­neh­men. Auf­grund des ers­ten Nach­wei­ses wird nun jeder tot auf­ge­fun­de­ne Feld­ha­se von Lan­des­sei­te in einem Labor unter­sucht, um fest­zu­stel­len, ob er an Hasen­pest ver­en­det ist.

Was sind die Sym­pto­me?

Gesund­heits­lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner weist auf das hohe Risi­ko für den Men­schen hin. „Die Hasen­pest äußert sich beim Men­schen meist mit grip­pe­ähn­li­chen Sym­pto­men, kann im schlimms­ten Fall aber auch lebens­be­droh­lich ver­lau­fen. Bit­te las­sen Sie daher drin­gend Vor­sicht wal­ten“. Meist ent­steht an der Kon­takt­stel­le ein schmerz­lo­ses Geschwür, häu­fi­ge wei­te­re Sym­pto­me sind Fie­ber, Kopf- und Glie­der­schmer­zen sowie schmerz­haf­te Schwel­lun­gen der regio­na­len Lymph­kno­ten.

Online-Tipp: AGES.

12.11.2023 07:00 - Update am: 12.11.2023 08:36
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Ers­ter bestä­tig­ter Fall von „Hasen­pest“ Aufgrund des ersten Nachweises wird nun jeder tot aufgefundene Feldhase von Landesseite in einem Labor untersucht, um festzustellen, ob er an Hasenpest verendet ist.

© SvenZiegler/Pixabay