Bio-Bäuerin

Bio-Lamm­fleisch für das Hau­ben-Lokal

Die Landwirtin Claudia Sackl aus Zeltschach bei Friesach ist mitverantwortlich, dass das vom Aussterben bedrohte Krainer Steinschaf erhalten bleibt. Auf ihrem „Steinerhof“ gibt es rund 120 Lämmer und Mutterschafe der hochgefährdeten Nutztierrasse.

Bio-Lamm­fleisch für das Hau­ben-Lokal Bio-Bäuerin Claudia Sackl inmitten ihre Krainer Steinschafe.

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Das Krai­ner Stein­schaf ist eine Drei­nut­zungs­ras­se. „Vom Krai­ner Stein­schaf kann man das Fleisch, die Wol­le und die Milch gleich­wer­tig nut­zen“, erklärt Clau­dia Sackl. Das Krai­ner Stein­schaf war einst im Drei­län­der­eck Kärn­ten, Slo­we­ni­en und Fri­aul weit ver­brei­tet, wo es als Milch­schaf zur Milch- und Käse­ge­win­nung gehal­ten wur­de. Um die Milch­leis­tung zu stei­gern, wur­de das Krai­ner Stein­schaf in Slo­we­ni­en ab den 1960er Jah­ren ver­stärkt mit dem ost­frie­si­schen Milch­schaf gekreuzt.

Die Rein­form des Scha­fes

In eini­gen Gebie­ten ist es jedoch in sei­ner Rein­form erhal­ten geblie­ben, wie etwa in den slo­we­ni­schen Alpen im Gebiet des Tri­g­lav-Natio­nal­parks. Dort wur­den 1986 noch rein­ras­si­ge Scha­fe gefun­den, von denen eini­ge 1988 und 1991 nach Öster­reich impor­tiert wur­den. 1992 erfolg­te die Anle­gung eines Her­de­buchs. Die Popu­la­ti­on der weib­li­chen Zucht­tie­re ist mitt­ler­wei­le auf rund 3.250 Mut­ter­scha­fe gestie­gen und zum Ver­paa­ren ste­hen knapp 200 Wid­der aus neun ver­schie­de­nen Lini­en zur Ver­fü­gung.

Arche des Geschmacks

Slow Food inter­na­tio­nal zeich­ne­te das Krai­ner Stein­schaf 2009 mit dem Titel „Arche des Geschmacks“ aus. Damit wur­de aner­kannt, dass das Krai­ner Stein­schaf eine ursprüng­li­che, regio­na­le, gefähr­de­te und schüt­zens­wer­te Schaf­ras­se ist. „Bei uns wird vom Krai­ner Stein­schaf nur die Wol­le und das Fleisch ver­ar­bei­tet. In Ober­kärn­ten gibt es aller­dings eini­ge Betrie­be, wel­che auch die Milch ver­ar­bei­ten“, erzählt die Bäue­rin. Aus der Wol­le wer­den von der Dün­ge­mit­tel­fir­ma ‚Eco­lets‘ in St. Veit Pel­lets pro­du­ziert, die als bio­lo­gi­scher Dün­ger für Gär­ten ein­ge­setzt wer­den.

Den Betrieb über­nom­men

Der Onkel von Clau­dia Sackl, Armin Rin­ger, lebt und arbei­tet am Hof. „Von ihm habe ich 2019 den Hof über­nom­men. Gepach­tet hat­te ich den ‚Stei­ner­hof‘ jedoch schon seit dem Jahr 2013. Mein Onkel ist vor­wie­gend im Som­mer für die Fut­ter­ern­te zustän­dig. Die Scha­fe sind im Win­ter im Stall und Früh­jahr kom­men die Tie­re, sobald es grün wird, auf die Wei­de“, schil­dert Clau­dia Sackl. Das Klau­en schnei­den im Früh­jahr ist die Arbeit der jun­gen Bäue­rin.

Bio-Lamm­fleisch

Geschlach­tet wer­den die Tie­re auf dem Natur­hof Kersch­bau­mer in Frie­sach, wo es einen EU-kon­for­men Schlacht­raum gibt. Dort wer­den die Tie­re grob zer­teilt. Die Fein­zer­tei­lung sowie die Ver­pa­ckung erfol­gen auf der ‚Lei­ten‘ im Wein­gut Karn­burg, einem Betrieb vom Lebens­ge­fähr­ten Georg Lexer in Kla­gen­furt. „Ein Groß­teil vom bio­lo­gi­schen Lamm­fleisch wird im Hau­ben­lo­kal ‚Lei­ten’ von den Hau­ben­kö­chen Leo und Bru­no Sup­pan auf die Tel­ler gebracht“, erzählt die Lamm-Bäue­rin. Sehr viel wird auch an pri­va­te Kun­den ver­kauft. Die Zustel­lung erfolgt von der Land­wir­tin nach einem Rund­ruf per­sön­lich.

http://www.steinerhof.bio

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Georg Lexer mit sei­ner Lebens­ge­fähr­tin Clau­dia Sackl.
© kowal­sen.
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Der “Stei­ner­hof” in Zelt­schach bei Frie­sach.
© Micha­el Sta­benthei­ner – Kärn­ten Wer­bung
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Hau­ben­koch Bru­no Sup­pan mit sei­nem “Leiten”-Küchenteam.
© kowal­sen.
17.11.2023 10:00
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Bio-Lamm­fleisch für das Hau­ben-Lokal Bio-Bäuerin Claudia Sackl inmitten ihre Krainer Steinschafe.

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