Schüler-Parlament

Jugend spricht sich für Gen­der­ver­bot in Schul­bü­chern aus

Die Freien Schüler Kärntens (FSK) brachten beim ersten Schülerparlament von Kärnten/Koroska einen Antrag ein. Dieses soll ein umstrittenes Genderverbot in Schulbüchern enthalten.

Jugend spricht sich für Gen­der­ver­bot in Schul­bü­chern aus Schulbildung darf niemanden ausgrenzen: "Unsere Sprache muss eine Reflektion der Lebensrealität der Menschen sein".

© Pixabay/Hermann

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Die Akti­on kri­ti­scher Schü­le­rin­nen und Schü­ler (AKS) posi­tio­niert sich deut­lich gegen einen kürz­lich ver­ab­schie­de­ten Antrag beim ers­ten Schü­ler­par­la­ment von Kärnten/Koroska.

“Sexis­ti­sche Ste­reo­ty­pe repro­du­ziert”

Der Antrag wur­de trotz kon­tro­ver­ser Dis­kus­sio­nen im Schü­ler­par­la­ment ange­nom­men. Die Ver­tre­ter des FSK sorg­ten dabei für Auf­se­hen, indem sie trans­pho­be Aus­sa­gen mach­ten und sexis­ti­sche Ste­reo­ty­pe repro­du­zier­ten.

Schu­le soll für alle sein

Maya Rischa­wy, Lan­des­vor­sit­zen­de der Akti­on kri­ti­scher Schü­ler Kärnten/Koroska, beton­te die Ableh­nung des Antrags: “Für uns steht fest: Ein sol­cher Antrag wider­spricht ganz klar der Vor­stel­lung von einer Schu­le, die für alle da ist.”

Die AKS ist nicht allein in ihrer Kri­tik. Selbst eini­ge Man­da­ta­re der Lan­des­schü­ler­ver­tre­tung (LSV) sorg­ten mit ihrem Abstim­mungs­ver­hal­ten für Schock­mo­men­te. Pius Erhar­ter, Lan­des­schü­ler­ver­tre­ter der AKS, äußer­te sein Ent­set­zen über die Unter­stüt­zung eini­ger LSV-Man­da­ta­re für den Antrag der FSK.

Spra­che als Refle­xi­on der Lebens­rea­li­tät

Die AKS setzt sich aktiv für inklu­si­ve Schu­len und Gesell­schaf­ten ein und betont die Bedeu­tung des Gen­derns in der Spra­che. Rischa­wy erklärt: “Unse­re Spra­che muss eine Reflek­ti­on der Lebens­rea­li­tät der Men­schen sein. Orga­ni­sa­tio­nen wie der FSK sor­gen mit der­ar­ti­gen For­de­run­gen dafür, dass die Schu­le zu einem Ort wird, an dem sich nicht mehr alle Schü­ler wohl­füh­len kön­nen. Das kön­nen und wol­len wir so nicht akzep­tie­ren.”

Die Debat­te über das Gen­der­ver­bot in Schul­bü­chern setzt somit wich­ti­ge Fra­gen zur inklu­si­ven Gestal­tung von Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und der Spra­che selbst in den Fokus.

23.12.2023 17:00
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Jugend spricht sich für Gen­der­ver­bot in Schul­bü­chern aus Schulbildung darf niemanden ausgrenzen: "Unsere Sprache muss eine Reflektion der Lebensrealität der Menschen sein".

© Pixabay/Hermann