Kärnten
Gipfelkreuz am Großglockner wird höchstes Denkmal Österreichs
Das Bundesdenkmalamt hat das Gipfelkreuz des Großglockners, das erste und höchste Gipfelkreuz Österreichs, unter Schutz gestellt.
Nach einem abgeschlossenen Verfahren ist der Unterschutzstellungsbescheid rechtskräftig. Das imposante Glockner-Gipfelkreuz von 1880, auf 3.798m im Nationalpark Hohen Tauern gelegen, markiert nicht nur den höchsten Punkt Österreichs, sondern ist nun auch das einzige Gipfelkreuz unter Denkmalschutz. Eine faszinierende Geschichte von Erstbesteigung bis hin zur aktuellen Unterschutzstellung prägt dieses bedeutende Monument der österreichischen Alpingeschichte.
“Vom Holzkreuz zum Kaiserjubiläum”
Die Geschichte des Gipfelkreuzes reicht zurück bis zur Erstbesteigung im Jahr 1800. Aufgrund der exponierten Lage verfiel das erste Holzkreuz rasch. Im Jahr 1879 sicherte sich der Österreichische Alpenklub (ÖAK) das Grundstück für ein neues Kreuz, das anlässlich des 25-jährigen Ehejubiläums von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth gewidmet wurde. Das eiserne Kaiserkreuz wurde 1880 auf dem Gipfel platziert und hat seitdem eine bewegte Geschichte durch Blitzschläge und aufwändige Restaurierungen erlebt.

“Gipfelkreuz im Fokus der Öffentlichkeit”
Zum 200-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung im Jahr 2000 wurde das Kreuz restauriert und 2010 nach einem Blitzschlag erneut fixiert. Die Unterschutzstellung im Jahr 2024 erfolgte aufgrund einer Initiative des Bundesdenkmalamtes und basiert auf einem Gutachten, das die geschichtliche, künstlerische und kulturelle Bedeutung des Gipfelkreuzes hervorhebt. Die Unterschutzstellung ist nicht nur ein Meilenstein für den Österreichischen Alpenklub, sondern betont die Relevanz alpiner Denkmäler für das kulturelle Erbe des Landes.
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“Denkmalschutz als gemeinsame Verantwortung”
Der ÖAK und die Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) bekunden ihre Zusammenarbeit, um die Pflichten des Denkmalschutzes zu bewältigen. Präsident Christian Zinkl betont den Stolz des ÖAK auf das geschützte Gipfelkreuz als das höchste Denkmal Österreichs. Die Initiative zur Unterschutzstellung entstand in enger Abstimmung zwischen dem Bundesdenkmalamt und dem ÖAK.
Erhaltung des Kulturerbes Österreichs
Die Unterschutzstellung des Gipfelkreuzes des Großglockners ist ein bedeutender Schritt für die Erhaltung des kulturellen Erbes Österreichs. Das monumentale Kreuz, mit seiner einzigartigen Geschichte und technischen Konstruktion, symbolisiert nicht nur den höchsten Punkt des Landes, sondern auch die alpinistische Leistung vergangener Generationen. Der Blick auf die Zukunft verspricht eine gemeinsame Verantwortung von Alpenklub und Hochalpenstraßenbetreiber für den Schutz dieses einzigartigen Denkmals in den österreichischen Alpen.

