Festakt
HTL Ferlach nach Umbau feierlich eröffnet
Am 9. Dezember 2020 fand der offizielle Baubeginn mit den Abbrucharbeiten der Nebengebäude statt. Und gestern (23. Februar 2024) konnte die HTL Ferlach feierlich eröffnet werden.
© Büro LR Fellner
Die Höhere Technische Bundeslehr- & Versuchsanstalt Ferlach wurde nach Um- und Zubauarbeiten gestern (23. Februar 2024) im Beisein von Minister Martin Polaschek eröffnet. Nach dem Festakt konnten sich die Gäste bei einem gemeinsamen Gang, vorbei an der neuen Büchsenmacher Werkstätte, durch die neue Fräserei, hin zum Neubau des Waffen- und Sicherheitstechnikzentrums (WSC) mit Besichtigung des modernsten Waffentechnik Versuchslabors samt Präsentationen, vor Ort ein Bild von den Neuerungen machen.
Besuch von Bildungsminister
Bundesminister Polaschek sprach in seiner Festrede von der Schule als Ort der Gestaltung. „Schule ist nicht nur ein Ort, an dem unterrichtet, gelehrt und gelernt wird, sondern auch ein Ort, an dem die eigene Zukunft gestaltet wird“. Bei der Umsetzung der baulichen Maßnahmen sei zudem besonders viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt worden.
Ort der Persönlichkeitsentwicklung
Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber betonte die zentrale Bedeutung der Schule als Ort der Persönlichkeitsbildung. „Junge Menschen werden hier auf ihre Zukunft, auf ihren Weg, der gerade heute Herausforderungen mit sich bringt, vorbereitet”. Ihnen werde Orientierung mitgegeben, und die Zuversicht vermittelt, dass wenn man bereit ist, Leistung zu bringen, ein gutes Leben und eine gute Zukunft möglich sind.
High-Tech-Umgebung
Landesrat Daniel Fellner hob die Wichtigkeit einer zeitgemäßen, modern ausgerüsteten Bildungsumgebung hervor, denn mit der Investition in die schulische Infrastruktur wird in die Qualität der Ausbildung investiert. “Die neue, zeitgemäße Lernumgebung und das moderne Ambiente wirkt wie ein Turbo auf die Motivation und den Antrieb junger Menschen. Es macht einfach mehr Spaß, sich in einer High-Tech-Umgebung fortzubilden, Neues auszuprobieren”. Fellner freute sich, über die Aufwertung des Schulstandortes und lobte die gelungene und ansprechende Umsetzung der realisierten, nachhaltigen Maßnahmen.
Modernste Labor Österreichs
Die HTL Ferlach bietet weltweit als einzige Ausbildungsstätte den Ausbildungsbereich der Waffen- und Sicherheitstechnik an. „Wir sind besonders stolz, dass unsere Schüler in Österreichs modernstem Labor des Waffen- und Sicherheitstechnikzentrums, das als Neubau errichtet wurde, unterrichtet werden“, berichtet Direktorin Silke Bergmoser. „Ebenso wird in den vergrößerten Werkstätten und neu geschaffenen Laboren im Altbau der HTL gelernt und gelehrt”. Der Bereich der Bibliothek und die vergrößerte Kantine erstrahlen in neuem Glanz und so wurden neue Aufenthaltsbereiche für die HTL-Schüler geschaffen.
Wichtige Voraussetzung
Bildungsdirektorin Isabella Penz führte aus, dass der Raum der dritte Pädagoge sei. “Es ist neben den darin agierenden Personen auch zu einem wesentlichen Teil das Schulhaus, das unsere Persönlichkeit formt und prägt. Die Umgestaltung der baulich-physischen Struktur in Richtung Lebensraum Schule stellt eine Voraussetzung dar, um die Lern- und Lehrbedingungen für alle beteiligten Gruppen zu verbessern”. Dabei gehe es nicht nur um gute Architektur, sondern auch darum, dass die gebaute Umgebung die darin praktizierte Pädagogik optimal unterstützt.
Was ist das WSC?
Das WSC ist ein Sicherheitslabor bestehend aus einem großen Hörsaal, einem großen Vorbereitungs- bzw. Laborraum, einem abgeschlossenen Sammlungsraum und als Herzstück einem Beschusslabor, in dem unterschiedlichste Versuche zum Beschuss von verschiedensten Materialien durchgeführt werden können. Dieses Beschusslabor ist in der Form in Österreich einzigartig.
Wissenswert
Am 9. Dezember 2020 fand der offizielle Baubeginn mit den Abbrucharbeiten der Nebengebäude statt. Mit Februar 2023 konnte das Projekt in die Benützung übergeben werden. Die Neubauflächen betragen rund 495 Quadratmeter (davon 410 Quadratmeter WSC), Bestandsflächen: 9.715 Quadratmeter (davon 410 Quadratmeter Designcenter, 9.305 Quadratmeter HTL) — davon umgebaut 85 Prozent in unterschiedlicher Eingriffstiefe — von Nachbau der Notbeleuchtung bis hin zu Rückbau auf Rohbau und neuer Innenausbau. Gesamtkosten: 5,16 Millionen Euro.


