Kärntnermilch

Milch-Ver­pa­ckung aus Zucker­rohr

Die Verpackung flüssiger Milchprodukte von Kärntnermilch wird noch nachhaltiger. Man setzt auf die nachwachsenden Rohstoffe Holz und Zuckerrohr.

Helmut Petschar Helmut Petschar ist der Geschäftsführer von Kärntnermilch.

© Kärntnermilch

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Kärnt­ner­milch stellt heu­er die Ver­pa­ckung für flüs­si­ge Milch­pro­duk­te auf Pflan­zen­ba­sis um. Zum Ein­satz kommt Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al von Tetra Pak, das zu über 90 Pro­zent aus nach­wach­sen­den Roh­stof­fen besteht. Einer­seits ist es Kar­ton (her­ge­stellt aus Holz), ande­rer­seits ist es ein Kunst­stoff aus Zucker­rohr – für Ver­schluss­kap­pe, Beschich­tung und das Top der Ver­pa­ckung. Der CO2-Fuß­ab­druck der neu­en Ver­pa­ckung ver­rin­gert sich gegen­über der alten um 40 Pro­zent. Die pflan­zen­ba­sier­te Vari­an­te sei Glas-Mehr­weg­fla­schen vor­zu­zie­hen, die Aus­wir­kung auf das Kli­ma sei um 86 Pro­zent gerin­ger.

Kärnt­ner­milch-Geschäfts­füh­rer Hel­mut Pet­schar: “Wir set­zen damit ein kla­res Zei­chen und unter­strei­chen mit die­ser Maß­nah­me, wie groß Nach­hal­tig­keit bei der Kärnt­ner­milch geschrie­ben wird.”

Vor­rei­ter in Öster­reich

Als ers­tes auf die neue Ver­pa­ckungs­form umge­stellt wird die 1‑Li­ter-Tetra-Top-Ver­pa­ckung, dann fol­gen bis zum Som­mer­en­de 2021 alle wei­te­ren Ein­hei­ten für flüs­si­ge Milch­pro­duk­te von Kärnt­ner­milch und Bio Wie­sen­milch. Kärnt­ner­milch ist nicht nur der ers­te Kun­de von Tetra Pak in Öster­reich, der die­se umwelt­freund­li­che Ver­pa­ckung ver­wen­det, son­dern einer der ers­ten welt­weit, so Moni­ka Pra­schek, Key Account Mana­ger bei Tetra Pak.

Zen­tra­ler Leit­wert Nach­hal­tig­keit

Gene­rell ist Kärnt­ner­milch, was Nach­hal­tig­keit betrifft, schon lan­ge auf dem Vor­marsch. 1994 setz­te das Unter­neh­men als ers­te Mol­ke­rei in Öster­reich auf die Ver­ar­bei­tung von Bio-Milch zu Bio-Pro­duk­ten – Wei­ter­ent­wick­lun­gen im Bio-Bereich stan­den qua­si auf der Tages­ord­nung. Die nächs­ten nach­hal­ti­gen Schrit­te folg­ten: die welt­bes­te Roh­milch, gen­tech­nik­freie Pro­duk­ti­on seit 2006, Gly­pho­sat­frei­heit oder die Ein­füh­rung der Pro­dukt­li­nie Bio-Wie­sen­milch 2014.

Wei­ters ist Kärnt­ner­milch bereits seit 2003 als ein­zi­ge Mol­ke­rei Öster­reich EMAS-regis­triert (euro­päi­sches Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem). Der alle drei Jah­re erschei­nen­de Nach­hal­tig­keits­be­richt kommt dem­nächst her­aus.

Qua­li­tät hat ihren Preis

Neben Nach­hal­tig­keit setzt Kärnt­ner­milch auf Qua­li­tät, was nun zum 18. Mal vom Test­zen­trum Lebens­mit­tel der DLG (Deut­sche Land­wirt­schafts-Gesell­schaft) bestä­tigt wur­de. Es gab erneut die Aus­zeich­nung “Preis für lang­jäh­ri­ge Pro­dukt­qua­li­tät”.

Pet­schar gibt zu beden­ken: “Eine fai­re Ver­tei­lung ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te und eine Abgel­tung der Mehr­kos­ten ermög­li­chen erst den Erhalt und den Aus­bau der Qua­li­täts- und Nach­hal­tig­keits­of­fen­si­ve. Hier sind unse­re Part­ner im Lebens­mit­tel­han­del gefragt und soll­ten eigent­lich mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen, indem etwa Eigen­mar­ken, die nicht in Öster­reich pro­du­ziert wer­den, auch unse­re hohen Stan­dards erfül­len müs­sen.”

Gas­tro­no­mie und Tou­ris­mus gehen ab

Die Coro­na-Kri­se hat natür­lich auch Aus­wir­kun­gen auf das Spit­ta­ler Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men: Tou­ris­mus und Gas­tro­no­mie fie­len über lan­ge Zeit­räu­me weg (nach wie vor) und es kam zu kurz­fris­ti­gen Nach­fra­ge-Ver­schie­bun­gen zum Lebens­mit­tel-Ein­zel­han­del. Rund 20 Pro­zent des Umsat­zes macht die Gas­tro­no­mie aus. Und trotz­dem gab es vom Bund kei­ne Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen.

31.03.2021 17:42 - Update am: 31.03.2021 18:36
Anzeige
Helmut Petschar Helmut Petschar ist der Geschäftsführer von Kärntnermilch.

© Kärntnermilch