Tradition und Wandel
In vergangenen Zeiten haben die Großväter mit Hingabe und Stolz das Radniger “Badl” betrieben. „Doch mit den Jahrzehnten änderten sich die Zeiten und behördliche Auflagen machten den Weiterbetrieb schwierig”, sagt Gemeinderätin Elke Beneke. „Schließlich wurde das Badl 1995 der Gemeinde übertragen.” Seitdem war stets klar: Das Radniger Badl ist eine wichtige Einrichtung für die heimische Bevölkerung, ebenso wie für Gäste und gerade bei Familien besonders beliebt und daher finanziell zu unterstützen. “Leider änderte sich diese Haltung der Gemeindepolitik in den vergangenen Jahren”, so Beneke weiter.
Die Bedeutung für die Gemeinschaft
Das Naturschwimmbad ist nicht nur ein Ort der Erholung, sondern ein Herzstück des Dorflebens. „Hier lernten Generationen das Schwimmen, hier wird gemeinsam gespielt und das Miteinander gepflegt.” Trotz seiner Bedeutung steht das Badl vor existenziellen Herausforderungen. Ein Teufelskreis aus mangelnden Einnahmen, fehlenden Investitionen und dem fehlenden Pächter droht, die Existenz des Naturschwimmbades zu gefährden.
Eigeninitiative
Aufgrund der mangelnden Unterstützung hat der Badverein selbst das Heft des Handelns in die Hand genommen und einen Sanierungsplan erarbeitet. Durch viel Eigenleistung des Vereins „Naturschwimmbad Radnig“ konnte ein Weg für den Erhalt gefunden werden. Doch um die Finanzierung gewährleisten zu können, ist man trotzdem auf Unterstützung angewiesen.
Politische Unterstützung
Durch die Verbindung durch den regionalen Landtagsabgeordneten und Klubobmann-Stellvertreter Luca Burgstaller (SPÖ) konnten Gespräche mit dem zuständigen Landesrat Daniel Fellner (SPÖ) aufgenommen werden. Und dies mit Erfolg: „Vor ein paar Wochen kam die erfreuliche Nachricht. Landesrat Fellner hat der Gemeinde über 20.000 Euro für die Sanierung des Radniger Badls zugesagt”, freut sich Burgstaller. Damit ist ein großer Schritt für den Erhalt und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen getan. Für Landesrat Fellner war klar, dass hier geholfen werden muss. „Für mich war das große Engagement und die Bereitschaft zur Eigenleistung sofort unterstützenswert. Wenn sich so viele Menschen für etwas einsetzen und man als Politiker die Möglichkeit hat zu helfen, muss man nicht lange überlegen”, sagt Fellner.
Ausblick in die Zukunft
Die Voraussetzungen sind somit geschaffen. Nun ist die Gemeinde am Zug, die verbleibenden organisatorischen Maßnahmen zu setzen, damit der Badebetrieb gestartet werden kann.