Hermagor

Ein Dorf kämpft um sein “Badl”

In der Ortschaft Radnig liegt ein Schatz, um dessen Erhalt sich gerade nicht nur die Bevölkerung vor Ort starkmacht. In der SPÖ wurde nun Unterstützung für das Vorhaben gefunden.

Ein Dorf kämpft um sein “Badl” Landtagsabgeordneter Luca Burgstaller, Gemeinderätin Elke Beneke und Klaus Müller sind optimistisch, dass das Badl gerettet werden kann (von links)

© SPÖ Hermagor

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Tra­di­ti­on und Wan­del

In ver­gan­ge­nen Zei­ten haben die Groß­vä­ter mit Hin­ga­be und Stolz das Rad­ni­ger “Badl” betrie­ben. „Doch mit den Jahr­zehn­ten änder­ten sich die Zei­ten und behörd­li­che Auf­la­gen mach­ten den Wei­ter­be­trieb schwie­rig”, sagt Gemein­de­rä­tin Elke Bene­ke. „Schließ­lich wur­de das Badl 1995 der Gemein­de über­tra­gen.” Seit­dem war stets klar: Das Rad­ni­ger Badl ist eine wich­ti­ge Ein­rich­tung für die hei­mi­sche Bevöl­ke­rung, eben­so wie für Gäs­te und gera­de bei Fami­li­en beson­ders beliebt und daher finan­zi­ell zu unter­stüt­zen. “Lei­der änder­te sich die­se Hal­tung der Gemein­de­po­li­tik in den ver­gan­ge­nen Jah­ren”, so Bene­ke wei­ter.

Die Bedeu­tung für die Gemein­schaft

Das Natur­schwimm­bad ist nicht nur ein Ort der Erho­lung, son­dern ein Herz­stück des Dorf­le­bens. „Hier lern­ten Gene­ra­tio­nen das Schwim­men, hier wird gemein­sam gespielt und das Mit­ein­an­der gepflegt.” Trotz sei­ner Bedeu­tung steht das Badl vor exis­ten­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen. Ein Teu­fels­kreis aus man­geln­den Ein­nah­men, feh­len­den Inves­ti­tio­nen und dem feh­len­den Päch­ter droht, die Exis­tenz des Natur­schwimm­ba­des zu gefähr­den.

Eigen­in­itia­ti­ve

Auf­grund der man­geln­den Unter­stüt­zung hat der Bad­ver­ein selbst das Heft des Han­delns in die Hand genom­men und einen Sanie­rungs­plan erar­bei­tet. Durch viel Eigen­leis­tung des Ver­eins „Natur­schwimm­bad Rad­nig“ konn­te ein Weg für den Erhalt gefun­den wer­den. Doch um die Finan­zie­rung gewähr­leis­ten zu kön­nen, ist man trotz­dem auf Unter­stüt­zung ange­wie­sen.

Poli­ti­sche Unter­stüt­zung

Durch die Ver­bin­dung durch den regio­na­len Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten und Klub­ob­mann-Stell­ver­tre­ter Luca Burg­stal­ler (SPÖ) konn­ten Gesprä­che mit dem zustän­di­gen Lan­des­rat Dani­el Fell­ner (SPÖ) auf­ge­nom­men wer­den. Und dies mit Erfolg: „Vor ein paar Wochen kam die erfreu­li­che Nach­richt. Lan­des­rat Fell­ner hat der Gemein­de über 20.000 Euro für die Sanie­rung des Rad­ni­ger Badls zuge­sagt”, freut sich Burg­stal­ler. Damit ist ein gro­ßer Schritt für den Erhalt und die not­wen­di­gen Sanie­rungs­maß­nah­men getan. Für Lan­des­rat Fell­ner war klar, dass hier gehol­fen wer­den muss. „Für mich war das gro­ße Enga­ge­ment und die Bereit­schaft zur Eigen­leis­tung sofort unter­stüt­zens­wert. Wenn sich so vie­le Men­schen für etwas ein­set­zen und man als Poli­ti­ker die Mög­lich­keit hat zu hel­fen, muss man nicht lan­ge über­le­gen”, sagt Fell­ner.

Aus­blick in die Zukunft

Die Vor­aus­set­zun­gen sind somit geschaf­fen. Nun ist die Gemein­de am Zug, die ver­blei­ben­den orga­ni­sa­to­ri­schen Maß­nah­men zu set­zen, damit der Bade­be­trieb gestar­tet wer­den kann.

 

26.04.2024 19:00
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Ein Dorf kämpft um sein “Badl” Landtagsabgeordneter Luca Burgstaller, Gemeinderätin Elke Beneke und Klaus Müller sind optimistisch, dass das Badl gerettet werden kann (von links)

© SPÖ Hermagor