Überraschende Wendung

Neu­er Kan­di­dat für Magis­trats­di­rek­tor in Kla­gen­furt gesucht

Die SPÖ hat in einer kurzfristig einberufenen Sitzung beschlossen, Michael Zernig als neuen Magistratsdirektor zu ernennen, was bedeutet, dass der bisher favorisierte Jürgen Dumpelnik nicht mehr im Rennen ist. Zudem forderten die NEOS seine Absetzung bei den Stadtwerken.

Neu­er Kan­di­dat für Magis­trats­di­rek­tor in Kla­gen­furt gesucht In einer kurzfristig einberufenen Sitzung am Mittag wurde beschlossen, Dumpelnik aus dem Rennen zu nehmen und stattdessen Michael Zernig, den Amtsleiter von Ebenthal, als neuen Magistratsdirektor vorzuschlagen.

© Red/KK

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Die Ent­hül­lung der Chat­pro­to­kol­le

Der Knack­punkt war das Auf­tau­chen von Chat­pro­to­kol­len in der Magis­trats­di­rek­ti­on, die von einer Mit­ar­bei­te­rin des SPÖ-Klubs prä­sen­tiert wur­den. Die­se sol­len bele­gen, dass Dum­pel­nik Tei­le sei­nes Bestel­lungs­an­trags an den Gemein­de­rat selbst ver­fasst hat. Das ent­spre­chen­de Word-Doku­ment, das am Wochen­en­de an den ORF und die Zei­tun­gen wei­ter­ge­lei­tet wur­de, weist Dum­pel­nik als Ver­fas­ser des Antrags aus. Als Reak­ti­on dar­auf wur­de die Mit­ar­bei­te­rin des SPÖ-Klubs, die die Ange­le­gen­heit öffent­lich mach­te, vom Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Schei­der zum Schutz in eine ande­re Abtei­lung ver­setzt.

Die Reak­ti­on der SPÖ

Die SPÖ war zunächst von einer Schmutz­kü­bel­kam­pa­gne aus­ge­gan­gen, aber nach­dem die Chat­pro­to­kol­le am Frei­tag (3. Mai) bekannt wur­den, muss­ten sie reagie­ren. In einer kurz­fris­tig ein­be­ru­fe­nen Sit­zung am Mit­tag wur­de beschlos­sen, Dum­pel­nik aus dem Ren­nen zu neh­men und statt­des­sen Micha­el Zer­nig, den Amts­lei­ter von Eben­thal, als neu­en Magis­trats­di­rek­tor vor­zu­schla­gen. Zer­nig war ex aequo mit Dum­pel­nik auf Platz eins in der Hea­rings­kom­mis­si­on gerankt, was laut Team-Kärn­ten-Klub­ob­mann Patrick Jon­ke grund­sätz­lich akzep­ta­bel sei. Aller­dings müs­se das Ergeb­nis der inter­nen Revi­si­on zum Ablauf des Hea­rings abge­war­tet wer­den, was in zwei bis drei Wochen erwar­tet wird.

Poli­ti­sche Reak­tio­nen

Ver­schie­de­ne poli­ti­sche Reak­tio­nen wur­den auf die­se Ent­wick­lung ver­zeich­net. Wäh­rend Dum­pel­nik und die SPÖ anfangs von einer Schmutz­kam­pa­gne spra­chen, führ­ten die offen­ge­leg­ten Chat­pro­to­kol­le zu einem Umden­ken. Die SPÖ ent­schied sich dafür, Dum­pel­nik fal­len zu las­sen und Zer­nig als neu­en Kan­di­da­ten vor­zu­schla­gen. Die Lei­tung der Stadt­wer­ke könn­te eben­falls betrof­fen sein, da die NEOS zusätz­lich die Abset­zung von Dum­pel­nik bei den Stadt­wer­ken for­der­ten. Die poli­ti­sche Land­schaft in Kärn­ten bleibt also wei­ter in Bewe­gung, wäh­rend die genaue Zukunft von Jür­gen Dum­pel­nik und die Fol­gen die­ser Ent­schei­dung noch abge­war­tet wer­den müs­sen.

06.05.2024 19:00
Anzeige
Neu­er Kan­di­dat für Magis­trats­di­rek­tor in Kla­gen­furt gesucht In einer kurzfristig einberufenen Sitzung am Mittag wurde beschlossen, Dumpelnik aus dem Rennen zu nehmen und stattdessen Michael Zernig, den Amtsleiter von Ebenthal, als neuen Magistratsdirektor vorzuschlagen.

© Red/KK