SPÖ Klagenfurt

Petritz hört auf – SPÖ ver­liert bekann­tes Gesicht

Mit Franz Petritz verliert die Klagenfurter SPÖ nach der Wahl einen bekannten und langjährig verankerten Stadtpolitiker – während die Landespartei beim Neustart auf Manfred Mertel setzt.

Franz PetritzFranz Petritz gehört seit 2018 dem Klagenfurter Stadtsenat an. Nach der kommenden Gemeinderatswahl wird er für keine politische Funktion in der Landeshauptstadt mehr zur Verfügung stehen.

© StadtKommunikation

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Bei der Kla­gen­fur­ter SPÖ kommt es nach der Gemein­de­rats­wahl 2027 zu einer wei­te­ren mar­kan­ten per­so­nel­len Ver­än­de­rung. Nach Infor­ma­tio­nen von KLiCK Kärn­ten wird Stadt­rat Franz Petritz danach für kei­ne poli­ti­sche Funk­ti­on in der Lan­des­haupt­stadt mehr zur Ver­fü­gung ste­hen.

Damit ver­liert die SPÖ ein Gesicht, das über vie­le Jah­re eng mit der Kla­gen­fur­ter Stadt­po­li­tik ver­bun­den war. Petritz sitzt seit 2018 im Stadt­se­nat und ver­ant­wor­tet der­zeit Gesund­heit, Kul­tur und Ele­men­tar­päd­ago­gik. Davor gehör­te er bereits dem Gemein­de­rat an und war seit 2012 in füh­ren­den Funk­tio­nen des SPÖ-Gemein­de­rats­clubs tätig.

Nicht nur Par­tei­po­li­ti­ker

Petritz galt in Kla­gen­furt als einer der bekann­te­ren Ver­tre­ter der Sozi­al­de­mo­kra­tie. Dass sei­ne poli­ti­sche Zukunft zuletzt sogar außer­halb der SPÖ für Dis­kus­sio­nen sorg­te, zeig­te sich Ende Sep­tem­ber: Als Gerüch­te über eine mög­li­che vor­zei­ti­ge Ablö­se auf­ka­men, stell­te sich aus­ge­rech­net die FSP öffent­lich hin­ter den SPÖ-Stadt­rat. Petritz selbst erklär­te damals ledig­lich: „Ich blei­be in der Poli­tik.“

Nun zeich­net sich den­noch das Ende sei­ner kom­mu­nal­po­li­ti­schen Lauf­bahn in Kla­gen­furt ab.

Für die SPÖ ist die­ser Schritt durch­aus bemer­kens­wert. Die Par­tei ver­sucht gera­de, sich für die Wahl neu auf­zu­stel­len – und setzt dabei auf ein ande­res bekann­tes Gesicht: Man­fred Mer­tel wur­de mit rund 91 Pro­zent zum Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten bestimmt, Ronald Rabit­sch geht auf Lis­ten­platz zwei ins Ren­nen.

Rücken­de­ckung aus dem Land

Bemer­kens­wert ist dabei auch die deut­li­che Unter­stüt­zung aus der SPÖ-Lan­des­par­tei. Lan­des­par­tei­vor­sit­zen­der und Lan­des­haupt­mann Dani­el Fell­ner stell­te sich öffent­lich hin­ter Mer­tel und sag­te ihm sei­ne „vol­le Unter­stüt­zung“ zu. Auch Lan­des­ge­schäfts­füh­rer David Potot­sch­nig warb für den neu­en Spit­zen­kan­di­da­ten.

Poli­tisch stellt sich damit eine nahe­lie­gen­de Fra­ge: Wie viel per­so­nel­le Erneue­rung ver­trägt eine Stadt­par­tei, ohne dabei jene Per­sön­lich­kei­ten zu ver­lie­ren, die über Jah­re vor Ort bekannt und ver­an­kert waren?

Gera­de bei Petritz ist die­se Fra­ge nicht unwe­sent­lich. Wäh­rend die SPÖ mit dem 72-jäh­ri­gen Mer­tel auf Erfah­rung und Bekannt­heit setzt, ver­ab­schie­det sich gleich­zei­tig mit dem 44-jäh­ri­gen Petritz ein Poli­ti­ker aus der Kla­gen­fur­ter Stadt­po­li­tik, der seit fast zwei Jahr­zehn­ten inner­halb der Par­tei und seit 2015 in gewähl­ten Funk­tio­nen der Stadt aktiv ist.

Ob die­ser per­so­nel­le Umbau für die SPÖ tat­säch­lich zum gewünsch­ten Neu­start führt, wird sich bei der Wahl zei­gen. Fest steht jeden­falls schon jetzt: Mit Franz Petritz ver­liert die Kla­gen­fur­ter Sozi­al­de­mo­kra­tie eines ihrer über Jah­re sicht­bars­ten Gesich­ter.

07.10.2026 12:36 - Update am: 07.10.2026 12:37
Anzeige
Franz PetritzFranz Petritz gehört seit 2018 dem Klagenfurter Stadtsenat an. Nach der kommenden Gemeinderatswahl wird er für keine politische Funktion in der Landeshauptstadt mehr zur Verfügung stehen.

© StadtKommunikation