Prognose
Optimismus und Innovation bei heimischen KMU
Eine aktuelle Studie zeigt, dass Österreichs Klein- und Mittelunternehmen (KMU) trotz eines schwierigen Umfelds optimistisch in die Zukunft blicken. Regulatorik, Arbeitskräftemangel und Digitalisierung bleiben zentrale Themen, während bereits ein Fünftel der KMU auf Künstliche Intelligenz setzt.
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Trotz zahlreicher Herausforderungen blicken zwei Drittel der heimischen Klein- und Mittelunternehmen optimistisch in die nächsten zwei bis drei Jahre. Dies ergab eine repräsentative IMAS-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen. „Die Unternehmen spüren die Nachwirkungen der Krisen der vergangenen Jahre, in Kombination mit dem Arbeitskräftemangel stellt das viele vor Herausforderungen“, sagt Siegfried Huber, Vorstandssprecher der Kärntner Sparkasse. 55 Prozent der befragten Kärntner Unternehmen berichteten von einem schwierigeren Marktumfeld, geprägt von Preissteigerungen und erhöhter Online-Konkurrenz.
Herausforderungen und Anpassungen
41 Prozent der KMU sehen das Marktumfeld als unverändert an, während vier Prozent eine positive Entwicklung wahrnehmen. Angesichts gestiegener Finanzierungskosten erwartet Huber baldige Besserung durch weitere Zinssenkungen im Herbst. Die Unternehmen bereiten sich intensiv auf steigende regulatorische Anforderungen und den fortdauernden Arbeitskräftemangel vor. Digitalisierung bleibt ein zentrales Thema, mit 68 Prozent der KMU, die dies als Herausforderung betrachten.
Starke Kapitalbasis
Dank ihrer starken Eigenkapitalausstattung sind die KMU gut gerüstet für die Zukunft. Viele Unternehmen konnten ihre Kapitalbasis in den letzten Jahren stärken, was ihnen ermöglicht, widerstandsfähiger zu sein und in die Zukunft zu investieren. Laut Statista ist der Anteil der KMU mit einem Eigenkapitalanteil von über 30 Prozent von 33 auf 39 Prozent gestiegen.
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz
Die Digitalisierung bleibt ein Dauerbrenner: 77 Prozent der Unternehmen sehen sie weiterhin als wichtig an. Die Pandemie hat diese Entwicklung beschleunigt, und Künstliche Intelligenz wird bereits von 20 Prozent der KMU genutzt, was den nächsten Megatrend markiert.

Nachhaltigkeit und grüne Transformation
Nachhaltigkeit und grüne Transformation sind für die Mehrheit der KMU von hoher Bedeutung. Fast ein Drittel der Unternehmen hat bereits auf alternative Energieformen umgestellt, bei weiteren 37 Prozent ist dieser Prozess im Gange oder in Planung. Die gestiegenen Energiekosten waren für viele Unternehmen ein entscheidender Anstoß zum Umstieg.
Siegfried Huber von der Kärntner Sparkasse betont die Bedeutung der grünen Transformation: „Die Preissteigerungen im Energiebereich waren ein Weckruf für viele Unternehmen. Wir begleiten aktuell viele Betriebe bei der Umsetzung nachhaltiger Lösungen, um den Lebensraum und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“