Abbild der Landeshauptstadt
Klagenfurt hat einen “digitalen Zwilling”
Abteilung für Vermessung und Geoinformation startete Nachtflug über Klagenfurt. Weitere wichtige Daten gesammelt.
Höchstwahrscheinlich haben es die meisten Klagenfurterinnen und Klagenfurter gar nicht bemerkt, als in der Nacht auf heute (zwischen 0.30 Uhr und 2 Uhr), ein Flieger in einer Höhe von 1600 Metern über Grund das gesamte Stadtgebiet der Kärntner Landeshauptstadt überflogen hat. Die während dieses Nachtfluges gesammelten Daten füttern den sogenannten “Digitalen Zwilling” der Lindwurmstadt mit weiteren wichtigen Informationen. Dieses Mal diente der Flug dazu, die unterschiedlichen Oberflächentemperaturen im Stadtgebiet zu detektieren. Will heißen, wo sind die sogenannten „Hot Spots“ und wo werden nachts die größten Abkühlungen gemessen? Die ausgewerteten Daten werden dann der Bevölkerung über den „Digitalen Zwilling Klagenfurt“ zur Verfügung gestellt und seitens der Abteilung Vermessung und Geoinformation in weiteren Projekten entsprechend verwendet.

Was ist ein Digitaler Zwilling?
Der “Digitale Zwilling Klagenfurt” wird im Projekt “Prometheus” von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft untersstützt und ist einerseits ein realitätsgetreues Abbild der Landeshauptstadt Klagenfurt in 3D, andererseits dienen die gesammelten 3D-Daten zur Simulation von natürlichen Prozessen. Ein paar Beispiele: Wieviel Sonnenenergie kann ich mit einem Solarpaneel auf meinem Dach erzeugen? Wie heiß wird der Asphalt durch die Sonneneinstrahlung an einem Sommertag? Wie fällt der Schatten eines Baumes im Tages- und Jahresverlauf? In der Ausbauphase sind folgende Themen enthalten:
- Photorealistische Darstellung des gesamten Stadtgebietes in 3D
- Solarpotential auf den Dachflächen
- Bodennutzung/Versiegelung/3D-Grünraum
Der “Digitale Zwillingder Landeshauptstadt Klagenfurt wird in weiteren Etappen schrittweise ausgebaut, sodass in Zukunft weitere Fragestellungen analysiert und Lösungen erarbeitet werden können.
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