Mit Video-Botschaft
Kaisers Spaß kommt nicht zu „kurz“
„Anders gefragt – anders verKLiCKert“: Landeshauptmann und SPÖ-Landesparteivorsitzender Peter Kaiser im ersten Teil der „KLiCK Kärnten“-Serie. Ist der Familienname „Kaiser“ in der Politik Fluch oder Segen? Welches „kaiserliche“ Wortspiel gefällt ihm? Auf welcher Position würde er als Fußballer spielen? Und: Welche „Tatort“-Folge würde als Drehbuchautor seiner Feder entstammen.
© Büro LH Kaiser
KLiCK Kärnten: Alfred Gusenbauer, ehemaliger SPÖ-Bundeskanzler, träumte bereits im Sandkasten vom Bundeskanzleramt. Wann registrierten Sie, Landeshauptmann von Kärnten werden zu wollen?
Peter Kaiser: Politisch zu engagieren begann ich mich bereits mit 14 Jahren. Trotzdem hatte ich nie vor, Berufspolitiker zu werden, zumal ich mich neben meinen politischen Tätigkeiten erfolgreich in der Privatwirtschaft, im weltweiten Jugendherbergsverband, beruflich erfolgreich verwirklichen konnte. Letztlich war dann ausschlaggebend, dass ich unser Bundesland Kärnten von der irrlichternden Politik der FPÖ befreien wollte. Ich wollte und will beweisen, dass Kärnten viel mehr kann, dass wir ein erfolgreiches Bundesland im Herzen Europas sind, in dem man sehr gut und sehr gerne lebt und sich verwirklicht.
Die Landeshauptleute verhandeln während der Corona-Pandemie öfter mit dem Bundeskanzler als sonst. Wodurch unterscheiden sich Sebastian Kurz (ÖVP) und Peter Kaiser (SPÖ)?
Wir sind grundverschieden: Auch wenn Sebastian Kurz unbestritten Talent hat, bewerte ich aus Respekt einen Bundeskanzler nicht. Mir ist es wichtig, dass es möglichst vielen Menschen und nicht nur einigen ohnehin privilegierten gut geht. Mir ist es wichtig, dass wir eine Gemeinschaft entwickeln, in der man sich gegenseitig hilft, sich unterstützt, sich umeinander kümmert und nicht mit ausgefahrenen Ellenbogen nach dem Gesetz des Dschungels „Der Stärkere soll überleben“ nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist. Ich arbeite dafür und daran, möglichst allen in Österreich lebenden Menschen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ihrer Hautfarbe oder Religion die gleichen Chancen zu bieten.
Stichwort Corona-Pandemie: Was vermissen Sie persönlich am meisten, was in Zeiten der Pandemie derzeit nicht möglich ist?
Das, was wir wohl alle schmerzlich vermissen: Sich spontan mit Freundinnen und Freunden treffen zu können, egal ob daheim, bei Kultur-Veranstaltungen, auf den Fußball- und sonstigen Sportplätzen.
Ist der Familienname „Kaiser“ in der Politik eigentlich Fluch oder Segen? Schließlich lädt er vor allem Journalisten förmlich zu Wortspielen wie „Ein Kaiser für die Hofburg“ ein.
Es gibt so viele positive Wortspiele, für die sich mein Nachname eignet. Da lässt sich immer und auch bei noch so spontanen Reden etwas Erheiterndes ableiten. Und im Vergleich zu anderen kommt bei mir und meinem Namen der Spaß nie zu „kurz“.
Stichwort Hofburg: Unter welchen Voraussetzungen können Sie sich eine Kandidatur bei der Bundespräsidenten-Wahl im Jahr 2022 vorstellen. Ihr Name wird damit gerne in Verbindung gebracht.
Die Legislaturperiode in Kärnten dauert bis 2023. Ich habe nicht vor, meine Aufgabe frühzeitig zu beenden. Ich bin und bleibe Landeshauptmann von Kärnten.
Am wohlsten habe ich mich als Mittelstürmer gefühlt.
Peter Kaiser
LandeshauptmannWelches Wortspiel mit dem Namen „Kaiser“ in Zusammenhang mit ihrer politischen Tätigkeit gefällt Ihnen?
Die Wettervorhersage für Kärnten: Es herrscht Kaiserwetter! Weil es bedeutet, dass es Kärnten gut geht, dass es schön ist, dass man sich wohl fühlt.
Sie sind großer Sportfan, drücken unter anderem dem WAC (Fußball), KAC (Eishockey) und SK Aich/Dob (Volleyball) die Daumen. Auf welcher Position würde der Fußballer Peter Kaiser spielen?
Ich habe viele Jahre aktiv an unterschiedlichen Positionen gekickt, unter anderem beim Post SV in Klagenfurt. Am wohlsten habe ich mich als Mittelstürmer gefühlt.
Sie gelten als großer „Tatort“-Fan. Wären Sie Drehbuch-Autor, welchen Titel hätte eine „Tatort“-Folge, die in Kärnten spielt?
„Der große Knall“ – weil nach eher düsteren Anfangsszenen sich Bild und Stimmung aufhellen und am Ende der Kärntner „Tatort“-Kommissar ein Verbrechen aufklären und dadurch viele Menschen vor weiteren Untaten beschützen kann. Der „Tatort“-Kommissar würde natürlich von Harald Krassnitzer gespielt werden.
Wären Sie selbst ein guter Schauspieler in einer Fernsehserie?
Ich bin gar kein guter Schauspieler. Den Peter Kaiser gibt’s nur in echt!
Wenn Sie es sich aussuchen könnten: Wie lange wollen Sie die Rolle des Landeshauptmanns ausüben?
Bis dato waren die zwei Legislaturperioden ja hauptsächlich von notwendiger Krisenbewältigung geprägt. Zuerst mussten wir Kärnten aus der Hypo-Heta-Haftungszwangsjacke befreien, die uns beinahe die Luft abgeschnürt hat, und jetzt sind wir mit der Bewältigung der Corona-Pandemie beschäftigt. Ich würde als Landeshauptmann mit meinem Team schon auch noch gerne eine Zeit ohne derartige Krise nutzen können, um noch viel mehr positive Weichenstellungen und lebens- und zukunftsverbessernde Initiativen auf Schiene bringen zu können. Wenn’s meine Gesundheit zulässt – Klopf auf Holz – und die Bevölkerung mir weiter so viel Vertrauen entgegenbringt, dann bin ich liebend gerne noch einige Jahre als Landeshauptmann tätig.


