Niederösterreich
Hochwasser fordert 5. Todesopfer
81-jährige Frau tot in ihrem Haus aufgefunden. Langsame Entspannung in Sicht.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer blinzelt vorsichtig im vom Hochwasser so arg betroffenen Bundesland Niederösterreich. Bereits in der vergangenen Nacht gab es die ersten Regenpausen und nach fünf Tagen Dauerregen ist heute morgen die Wolkendecke teilweise aufgebrochen. Mit einem langsamen Rückzug des Wassers wird gerechnet. Bis dahin bleibt ganz Ostösterreich weiterhin im Krisenmodus. Von heute bis zum kommenden Wochenende sind laut Geosphere Austria keine flächendeckend großen Regenmengen mehr zu erwarten. Heute im Tagesverlauf soll es noch einzelne Schauer geben.
5. Todesfall durch Hochwasser zu beklagen
Von Entspannung kann damit aber noch keine Rede sein. Die Einsatzkräfte sind nach wie vor im Dauereinsatz, speziell in Niederösterreich. Insgesamt sind bereits fünf Menschen in Niederösterreich an den Folgen des Hochwassers gestorben. Eine 81-jährige Frau aus der Gemeinde Würmla wurde heute früh von Einsatzkräften tot in ihrem Wohnhaus aufgefunden.
Weiterhin im Krisenmodus
Das Land befindet sich auch weiter im Krisenmodus. Auf der Großen Tulln und auf der Persching wurde am späten Abend eine weitere Wasserwelle registriert. Zahlreiche Ortschaften sind überflutet. Nicht weniger als 26 niederösterreichische Gemeinden waren gegen die Mittagszeit noch immer nicht bzw. nur mit dem Hubschrauber erreichbar. Zudem ist die Gefahr für Muren und Hangrutschungen aktuell groß, sagt Thomas Glade, Experte für Geomorphologie, Risikoprävention und Katastrophenschutz der Universität Wien. Insbesondere in Niederösterreich müsse man damit rechnen.


