Konjunkturaussichten gedämpft, aber optimistisch
Die wirtschaftliche Stimmungslage unter Kärntens Jungunternehmern zeigt laut dem JW-Konjunkturbarometer eine vorsichtige Haltung. Zwar erwarten 61% eine Stabilisierung oder Verbesserung der Konjunktur, ein Drittel rechnet jedoch mit einem Rückgang. Besonders die steigenden Kosten bereiten Sorgen: Vier von zehn Jungunternehmen erwarten eine Verschlechterung ihrer Kostensituation. Nika Basic, Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Kärnten, fordert daher von der nächsten Regierung klare Entlastungsmaßnahmen: „Weniger Steuern und weniger Bürokratie müssen die Beschäftigungs- und Investitionsspielräume erhöhen.“
Handlungsbedarf bei Pensionen und Finanzbildung
Besondere Bedenken äußern Jungunternehmer über die Zukunft der Pensionen: 74% machen sich Sorgen um ihre finanzielle Absicherung im Alter. Um die private Vorsorge zu stärken, fordern 75% steuerliche Anreize. Zudem betont Basic die Notwendigkeit einer besseren finanziellen Bildung, um die kommenden Generationen auf die Herausforderungen der Altersvorsorge vorzubereiten. Am 17. Oktober lädt die Junge Wirtschaft Kärnten zur „Langen Nacht der Finanzbildung“, um genau diese Themen in den Fokus zu rücken.
Steuersenkungen und Bürokratieabbau gefordert
Kärntens Jungunternehmer setzen ihre Prioritäten klar: 70% fordern eine spürbare Senkung der Steuern, vor allem der Lohnnebenkosten. Bürokratie und Arbeitskosten gelten als größte Belastungsfaktoren, weshalb sich 80% für weniger Bürokratie und schnellere Behördenentscheidungen aussprechen.
Sieben von zehn Jungunternehmern sehen Österreichs Zukunft als jungunternehmer-freundlichstes Land Europas. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es laut Tobias Suntinger, stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Kärnten, vor allem eines verstärkten Fokus auf Bildung, Bürokratieabbau und Finanzierungsmöglichkeiten.
Nationalratswahl als Weichenstellung für die Zukunft
Mit Blick auf die Nationalratswahl am 29. September fordert die Junge Wirtschaft, zentrale Zukunftsthemen wie steuerliche Entlastung und finanzielle Bildung ins Zentrum zu rücken. „Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um den wirtschaftlichen Erfolg unserer jungen Generation zu sichern”, so Basic.