Landwirtschaftskammer
Altersvorsorge für Landwirte immer wichtiger
Das Thema Altersvorsorge prägte den Kärntner Bildungstag der Landwirtschaftskammer.
Landesbäuerin Astrid Brunner (li.) und Marion Jester (Raiffeisen Landesbank, re.) luden die Dir. Markus Kastrun (Leiter PVA), Margot Tonitz (TRRP Rechtsanwältepartnerschaft) und Sylvia Kubicek (Raiffeisen Capital Management, 2.v.r.) zum Kärntner Bildungstag 2024.© LK Kärnten/Thomas Hude
Aufklärung und Diskussionen rund um das Thema Altersvorsorge am bäuerlichen Betrieb prägten den Kärntner Bildungstag der Landwirtschaftskammer. Mit einer provokanten Frage eröffnete Moderatorin Katja Kogler-Auer den „Kärntner Bildungstag 2024“ im Bildungshaus Schloss Krastowitz und regte zum Nachdenken an: „Was ist wichtiger – ein neuer Traktor oder eine gute Altersvorsorge für die ganze Familie?“ Diese Frage war der Auftakt zu umfassender Information und einer engagierten Diskussion über finanzielle Absicherung, insbesondere für Frauen, die im Schnitt 40% weniger Pension erhalten als ihre männlichen Kollegen. Die Zahlen verdeutlichen den Handlungsbedarf: Während die durchschnittliche Männerpension bei 2044 Euro liegt, müssen sich Frauen oft mit nur 1276 Euro zufriedengeben.
“Verantwortung übernehmen”
„Sozial‑, finanz- und pensionsrechtliche Themen sind heiße Eisen, die jedoch unbedingt thematisiert werden müssen“, erklärte Landesbäuerin Astrid Brunner. Sie forderte die Frauen auf, Verantwortung für ihre eigene finanzielle Absicherung zu übernehmen, idealerweise unterstützt durch die Familie und Partner. „Wenn Ehe oder Partnerschaft auseinandergehen oder unerwartete Ereignisse wie Krankheit und Tod eintreten, ist es eine große Erleichterung, wenn alles gut geregelt und geordnet ist.“ Brunner mahnt: „Es ist Zeit, die rosarote Brille abzunehmen und gemeinsam an einer soliden Vorsorge zu arbeiten. Auch Männer sollten darauf achten, ihre Partnerinnen am Hof gut abzusichern. Insbesondere auf einem landwirtschaftlichen Betrieb ist Vorsorge eine partnerschaftliche Angelegenheit.“

