Naturschutz
„Froschklaub-Börse“ sucht dringend Helfer
Die milden Temperaturen könnten die Amphibienwanderung heuer früher als gewohnt starten lassen.
© Július Imrovič/Pixabay
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29.01.2025 12:01
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Immer weniger Freiwillige helfen den Fröschen, Kröten und Unken sicher über die Straße. Um den drohenden Helfermangel auszugleichen, wurde eine „Froschklaub-Börse“ eingerichtet.
Normalerweise setzen sich Frösche und Unken ab Ende Februar in Bewegung – vorausgesetzt, es ist feucht und mindestens sechs Grad warm. Ihr Ziel: die Laichgewässer. Doch auf ihrem Weg dorthin droht der sichere Tod auf den Straßen. Schutzmaßnahmen wie Amphibienzäune und Eimerfallen helfen, doch sie funktionieren nur mit genügend freiwilligen Helfern, die die Tiere sicher auf die andere Straßenseite bringen.
In Kärnten koordiniert die ARGE-Naturschutz das Aufstellen der Schutzzäune. Projektleiterin Karin Smole-Wiener berichtet: „Wir haben rund 200 ehrenamtliche Helfer, die jedes Jahr großartige Arbeit leisten. Doch es gibt immer wieder neue Wanderstrecken oder bestehende Teams, die dringend Unterstützung brauchen.“ Besonders gesucht werden Helfer im Lavanttal, in Völkermarkt, Keutschach und Weitensfeld.
Die Wanderung dauert je nach Wetter vier bis sechs Wochen. Wann es losgeht, bestimmen die Tiere selbst. „Letztes Jahr war der Start schon im Februar – zehn Tage früher als üblich“, so Smole-Wiener. 2024 konnten rund 100.000 Amphibien gerettet werden. Wer mithelfen will, kann sich über die „Froschklaub-Börse“ anmelden.
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