Nursing Training Unit

Start für Kärn­tens ers­te Pfle­ge-Lern­sta­ti­on

Seit heute gibt es im Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt Kärntens erste Pflege-Lernstation. Dabei handelt es sich um eine Kooperation mit der Fachhochschule Kärnten.

Start für Kärn­tens ers­te Pfle­ge-Lern­sta­ti­on Ein Herz für die Pflege mit dem Projekt „Nursing Training Unit“

© Pixabay/Gerd Altmann

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Eine „Pra­xis­schu­lung“ der ande­ren Art gibt es seit heu­te: Kärn­tens ers­te Pfle­ge-Lern­sta­ti­on, die Nur­sing Trai­ning Unit (NTU), ging im Eli­sa­be­thi­nen-Kran­ken­haus in Kla­gen­furt an den Start. „Für fünf Wochen schlüp­fen 15 Stu­die­ren­de des Bache­lor-Studi­en­gangs Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge an der Fach­hoch­schu­le Kärn­ten in die Rol­le von diplo­mier­ten Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­gern und über­neh­men die Pla­nung, Orga­ni­sa­ti­on und Umset­zung der Pfle­ge. Das ist eine Pra­xis­er­fah­rung auf völ­lig neue Wei­se“, ver­rät Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Gesund­heits­re­fe­ren­tin Bea­te Prett­ner (SPÖ).

Start­vor­teil für das Berufs­le­ben

Stu­die­ren­den wird damit ermög­licht, einen Pfle­ge­all­tag zu erle­ben, der sie mit Ver­ant­wor­tung kon­fron­tiert, die sie in die­ser Form noch nicht über­neh­men konn­ten. „Es gibt ihnen nicht nur die not­wen­di­ge Erfah­rung, son­dern vor allem auch Sicher­heit und bedeu­tet einen gro­ßen Start­vor­teil für das Berufs­le­ben“, ver­si­chert Prett­ner.

Pra­xis­nä­he mit Ärz­ten & Co.

Ange­sie­delt ist die NTU auf der Sta­ti­on für Akut­ger­ia­trie und Remo­bi­li­sa­ti­on. Die Pati­en­ten sind in der Regel älter als 65 Jah­re und wei­sen unter­schied­li­che Grund­er­kran­kun­gen von Herz­in­suf­fi­zi­enz, Blut­hoch­druck, Dia­be­tes, Demenz und Herz­krank­hei­ten bis hin zu Pro­ble­ma­ti­ken an der Wir­bel­säu­le auf. Laut Ober­arzt Dr. Wal­ter Mül­ler wird den Stu­die­ren­den die Gele­gen­heit gege­ben, „ganz pra­xis­nah auch mit Ärz­ten, Phy­sio- und Ergo­the­ra­peu­ten zusam­men­zu­ar­bei­ten, was in der Regel­aus­bil­dung so inten­siv nicht statt­fin­den kann.“ Am Tages­ab­lauf der Sta­ti­on sowie an den Unter­su­chun­gen, Pfle­ge- und The­ra­pie­maß­nah­men ändert sich bei der „Nur­sing Trai­ning Unit“ nichts. Dafür sor­gen auch spe­zi­ell aus­ge­bil­de­te Pfle­ge­päd­ago­gen und Pra­xis­an­lei­ter, die sich aller­dings bewusst im Hin­ter­grund hal­ten.

Wis­sen­schaft­li­che Beglei­tung

Vom Pro­jekt über­zeugt ist auch auch die Pfle­ge­di­rek­to­rin am Eli­sa­be­thi­nen-Kran­ken­haus, Sil­via Lue­ger, die für 200 Mit­ar­bei­ter im Bereich der Pfle­ge ver­ant­wort­lich ist: „Für die Aus­zu­bil­den­den ist es wich­tig, einen Über­blick über den Gesamt­pro­zess der Pati­en­ten­ver­sor­gung inner­halb eines Kran­ken­hau­ses zu erlan­gen.“ Als Lei­te­rin betreut Kath­rin Radl vom Stu­di­en­be­reich Gesund­heit & Sozia­les an der Fach­hoch­schu­le Kärn­ten das Pro­jekt. Die NTU wird wis­sen­schaft­lich beglei­tet, die Pra­xis­er­fah­run­gen der Stu­die­ren­den wer­den aus­ge­wer­tet.

06.04.2021 11:50 - Update am: 06.04.2021 11:53
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