Kärnten

Tra­gö­die in Vil­lach wird poli­ti­sche Kam­pa­gne

Nach dem schrecklichen Mord in Villach herrscht tiefe Betroffenheit. Doch während die Ermittlungen laufen, nutzt die FPÖ die Tragödie für politische Stimmungsmache. Pauschalisierungen, Angstkampagnen und fragwürdige Forderungen befeuern die Spaltung der Gesellschaft.

Tra­gö­die in Vil­lach wird poli­ti­sche Kam­pa­gne Nach dem Mord in Villach: Die FPÖ schürt Angst und Hass – doch echte Sicherheit braucht durchdachte Lösungen.

© LPD Kärnten/Vouk

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Der Schock über den fei­gen und bru­ta­len Mord in Vil­lach sitzt tief. Unser Mit­ge­fühl gilt den Opfern und ihren Ange­hö­ri­gen. Es steht außer Fra­ge, dass die Tat lücken­los auf­ge­klärt und der Täter mit aller Här­te des Geset­zes bestraft wer­den muss. Zugleich braucht es kla­re Kon­se­quen­zen für alle, die unse­re Geset­ze und Wer­te miss­ach­ten – unab­hän­gig von Her­kunft oder Natio­na­li­tät.

Doch was der­zeit von FPÖ-Bun­des­par­tei­chef Her­bert Kickl und FPÖ-Lan­des­chef Erwin Ange­rer betrie­ben wird, ist brand­ge­fähr­lich. Die abscheu­li­che Tat wird genutzt, um gan­ze Men­schen­grup­pen zu pau­scha­li­sie­ren, Ängs­te zu schü­ren und Hass zu ver­brei­ten. Mit popu­lis­ti­schen For­de­run­gen, die völ­ker- und men­schen­recht­lich höchst bedenk­lich sind, wird der Bevöl­ke­rung eine trü­ge­ri­sche Sicher­heit vor­ge­gau­kelt. Die Fol­gen sind eine besorg­nis­er­re­gen­de Radi­ka­li­sie­rung in sozia­len Medi­en und eine Spal­tung der Gesell­schaft.

SPÖ-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Ste­fan Sand­ries­ser kri­ti­siert das Vor­ge­hen der FPÖ scharf: „Wer die­se Tra­gö­die für bil­li­ge poli­ti­sche Pro­pa­gan­da miss­braucht, han­delt ver­ant­wor­tungs­los. Die Men­schen erwar­ten sich kei­ne Het­ze, son­dern ech­te Lösun­gen für mehr Sicher­heit. Gewalt­ver­bre­chen müs­sen kon­se­quent geahn­det wer­den – egal, von wem sie began­gen wer­den.“

Die Bekämp­fung von Extre­mis­mus und Gewalt kann und darf kei­ne par­tei­po­li­ti­sche Fra­ge sein. Sie erfor­dert ent­schlos­se­nes und gemein­sa­mes Han­deln aller demo­kra­ti­schen Kräf­te. Wer Hass sät, ern­tet Unsi­cher­heit und Miss­trau­en – das ist ein Spiel mit dem Feu­er. Anstatt mit Het­ze digi­ta­le Anar­chie zu befeu­ern, braucht es fak­ten­ba­sier­te Maß­nah­men: eine kon­se­quen­te Kon­trol­le gewalt­ver­herr­li­chen­der Inhal­te auf digi­ta­len Platt­for­men, ent­schlos­se­nes Vor­ge­hen gegen Straf­tä­ter und eine Inte­gra­ti­ons­po­li­tik, die kla­re Regeln setzt.

Der über­wie­gen­de Teil der Bevöl­ke­rung will Sicher­heit – aber auch Zusam­men­halt, Ver­nunft und Gerech­tig­keit. Es ist an der Zeit, zu einer beson­ne­nen und lösungs­ori­en­tier­ten Debat­te zurück­zu­keh­ren. mg

 

20.02.2025 19:01
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Tra­gö­die in Vil­lach wird poli­ti­sche Kam­pa­gne Nach dem Mord in Villach: Die FPÖ schürt Angst und Hass – doch echte Sicherheit braucht durchdachte Lösungen.

© LPD Kärnten/Vouk