Eggerheim
Neue Notschlafstelle im Eggerheim errichtet
In Zusammenarbeit mit der Stadt Klagenfurt wurde am Aufbau der neuen Notschlafstelle in der Wohnungslosen-Tagesstätte Eggerheim gearbeitet. Erste Besucher konnten bereits in den neuen Räumlichkeiten übernachten.
© Caritas
Mit Beginn November vergangenen Jahres übernahm die Caritas Kärnten die Notschlafstelle (bisher: Obdachlosenheim) in der Bahnhofstraße. Nun wurde gemeinsam mit der Stadt Klagenfurt am Aufbau einer neuen Notschlafstelle im Eggerheim (Kaufmanngasse 6) gearbeitet. In den vergangenen Tagen konnten die ersten Besucher in den neuen Räumlichkeiten übernachten.
Erfahrungen in der Betreuung und Begleitung
Die Caritas Kärnten verweist auf umfassende Erfahrungen im Bereich der Betreuung und Begleitung von wohnungs- und obdachlosen Menschen. Diese können künftig in der neu errichteten Notschlafstelle eingebracht werden, in deren Aufbau rund 215.000 Euro geflossen sind. So kann im Eggerheim für obdachlose Menschen eine ganzheitliche und professionelle Betreuung rund um die Uhr angeboten werden.
Besichtigung der Notschlafstelle
„Jeder Mensch braucht ein Dach über den Kopf. Die neue Notschlafstelle in Klagenfurt bietet Menschen in der Nacht eine sichere, warme und wohnliche Bleibe. Wir schließen damit eine Lücke. Alle Angebote der Wohnungslosenhilfe der Caritas sind nun an einem Standort: Tagesstätte und Sozialarbeit, Lebensmittelausgabe und Schlafen. Unser Ziel ist die rasche Vermittlung einer Wohnung. Mit der Übernahme der alten Notschlafstelle am Bahnhof sind die Vermittlungszahlen bereits gestiegen. Im günstigsten Fall schläft niemand mehr in der Notschlafstelle, weil alle eine Wohnung haben, in der sie sich wohlfühlen“, ist Caritas-Direktor Ernst Sandriesser erfreut.
Dankeschön an nunmehrigen Bischof
Auch der Bürgermeister der Stadt Klagenfurt war nach der Besichtigung begeistert: „Ich bin froh darüber, dass mit der neuen Notschlafstelle erstmals eine Rundum-Versorgung gewährleistet werden kann. Ich darf mich beim früheren Caritas-Direktor und heutigen Diözesanbischof Josef Marketz für sein Engagement beim Projekt Notschlafstelle sowie auch für die gute Zusammenarbeit zwischen ihm und der Stadt Klagenfurt auf das Herzlichste bedanken“, sagt Christian Scheider. Joachhim Katzenberger, Leiter der Abteilung „Soziales“ des Klagenfurter Magistrates, nahm ebenfalls an der Besichtigung teil.
Das Eggerheim
Das Eggerheim hat sowohl im Winter als auch im Sommer zwischen 18.30 und 7.30 Uhr für obdachlose Menschen geöffnet. Es stehen insgesamt vier Schlafsäle (inklusive Duschen und WC) für zehn Frauen und dreißig Männer, räumlich getrennt, zur Verfügung. Außerdem gibt es zwei barrierefreie Betten. Bei Bedarf erhalten die Bewohner Hygieneartikel, Bekleidung und eine Jause.



