Wirtschaft

Kärnt­ner Außen­han­del bleibt sta­bil – Export­über­schuss wei­ter aus­ge­baut

Trotz globaler Unsicherheiten zeigt sich Kärntens Exportwirtschaft im ersten Halbjahr 2025 widerstandsfähig und wettbewerbsstark. Der weiter ausgebaute Exportüberschuss unterstreicht die zentrale Bedeutung des Außenhandels für Wachstum, Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Bundesland.

Kärnt­ner Außen­han­del bleibt sta­bil – Export­über­schuss wei­ter aus­ge­baut Hemma Kircher-Schneider, Leiterin der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten, betont die Bedeutung stabiler Kernmärkte und neuer Absatzchancen für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Kärntner Exportwirtschaft.

© Foto: WKK Helge Bauer

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Trotz eines her­aus­for­dern­den inter­na­tio­na­len Umfelds zeigt sich Kärn­tens Export­wirt­schaft wei­ter­hin robust. Die aktu­el­len Außen­han­dels­da­ten von Sta­tis­tik Aus­tria für das ers­te Halb­jahr 2025 bele­gen: Expor­te und Impor­te konn­ten leicht gestei­gert wer­den, der Außen­han­dels­über­schuss wuchs deut­lich auf 862 Mil­lio­nen Euro. Damit zählt Kärn­ten wei­ter­hin zu den fünf Bun­des­län­dern mit posi­ti­ver Außen­han­dels­bi­lanz.

Expor­te und Impor­te leicht im Plus

Im ers­ten Halb­jahr 2025 erreich­ten Kärn­tens Expor­te einen Wert von 4,83 Mil­li­ar­den Euro – ein Zuwachs von 2,2 Pro­zent gegen­über dem Vor­jah­res­zeit­raum. Die Impor­te stie­gen mode­rat um 0,2 Pro­zent auf 3,97 Mil­li­ar­den Euro. Wert­mä­ßig bleibt der Außen­han­del damit sta­bil, auch wenn men­gen­mä­ßig leich­te Rück­gän­ge bei Expor­ten und Impor­ten zu ver­zeich­nen sind.

Kla­re Bot­schaft: Kärn­ten bleibt wett­be­werbs­fä­hig

Für Jür­gen Man­dl, Prä­si­dent der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, ist der gestie­ge­ne Über­schuss ein star­kes Signal: „Die Export­wirt­schaft bleibt auch in wirt­schaft­lich ange­spann­ten Zei­ten die tra­gen­de Säu­le des Kärnt­ner Wohl­stands. Kärn­ten gehört wei­ter­hin zu den weni­gen Bun­des­län­dern mit posi­ti­ver Außen­han­dels­bi­lanz.“ Auch Hem­ma Kir­cher-Schnei­der, Lei­te­rin der Außen­wirt­schaft, ver­weist auf eine dif­fe­ren­zier­te Ent­wick­lung: Wäh­rend sich die Gesamt­leis­tung posi­tiv zeigt, gibt es deut­li­che Unter­schie­de zwi­schen ein­zel­nen Märk­ten und Waren­grup­pen. Umso wich­ti­ger sei es, bestehen­de Märk­te abzu­si­chern und neue Absatz­chan­cen kon­se­quent zu nut­zen.

Poli­ti­sche Unter­stüt­zung für die Export­wirt­schaft

Wirt­schafts­lan­des­rat Sebas­ti­an Schu­sch­nig unter­streicht die Bedeu­tung der Zah­len:
„Dass sich Kärn­tens Außen­han­del trotz glo­ba­ler Unsi­cher­hei­ten sta­bil zeigt, bestä­tigt die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­rer Expor­teu­re. Das zeigt auch, dass das Anfang 2025 geschnür­te Maß­nah­men­pa­ket zur Stär­kung der Export­wirt­schaft genau zum rich­ti­gen Zeit­punkt gekom­men ist.“

Deutsch­land vor Chi­na – Polen mit star­kem Plus

Wich­tigs­ter Han­dels­part­ner bleibt Deutsch­land mit einem Export­vo­lu­men von 1,376 Mil­li­ar­den Euro. Auf Platz zwei folgt Chi­na mit 586 Mil­lio­nen Euro.
Rück­gän­ge gab es unter ande­rem bei Expor­ten nach Ita­li­en, Slo­we­ni­en, Frank­reich, in die USA und in die Schweiz. Beson­ders dyna­misch ent­wi­ckel­ten sich hin­ge­gen die Aus­fuh­ren nach Polen, die um 13,8 Pro­zent zuleg­ten. Der EU-Anteil an den Expor­ten liegt bei rund 63 Pro­zent, ist jedoch im Ver­gleich zum Vor­jahr leicht rück­läu­fig.

Import­sei­te: USA mit star­kem Rück­gang

Auf der Import­sei­te zei­gen sich eben­falls deut­li­che Unter­schie­de. Wäh­rend die Nie­der­lan­de und Ungarn zwei­stel­lig zule­gen, ver­zeich­nen die USA einen mas­si­ven Rück­gang von fast 25 Pro­zent. Grün­de dafür sind der neu ent­flamm­te Han­dels­kon­flikt sowie gestie­ge­ne Unsi­cher­hei­ten und Han­dels­bar­rie­ren. Der EU-Anteil an den Impor­ten bleibt sta­bil bei 63 Pro­zent.

Maschi­nen blei­ben wich­tigs­te Export­gü­ter

Zu den bedeu­tends­ten Export­gü­tern Kärn­tens zäh­len wei­ter­hin Maschi­nen, Appa­ra­te und mecha­ni­sche Gerä­te sowie elek­tri­sche Maschi­nen und elek­tro­tech­ni­sche Waren. Bei­de Waren­grup­pen ver­zeich­ne­ten Zuwäch­se. Eben­falls posi­tiv ent­wi­ckel­ten sich Holz- und Holz­wa­ren, Papier sowie Fleisch­pro­duk­te.
Deut­li­che Rück­gän­ge gab es hin­ge­gen bei Erzeug­nis­sen der che­mi­schen Indus­trie sowie bei opti­schen und mess­tech­ni­schen Instru­men­ten.

Fazit: Sta­bi­li­tät trotz glo­ba­ler Unsi­cher­hei­ten

Unterm Strich zei­gen die aktu­el­len Zah­len: Kärn­tens Unter­neh­men sind inter­na­tio­nal erfolg­reich, agie­ren jedoch in einem zuneh­mend unsi­che­ren Umfeld. Für Man­dl ist klar: „Die geziel­te Unter­stüt­zung der Export­wirt­schaft und die wei­te­re Diver­si­fi­zie­rung der Absatz­märk­te sind ent­schei­dend, um Wert­schöp­fung und Arbeits­plät­ze im Bun­des­land lang­fris­tig zu sichern.“

02.01.2026 11:00 - Update am: 02.01.2026 13:12
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Kärnt­ner Außen­han­del bleibt sta­bil – Export­über­schuss wei­ter aus­ge­baut Hemma Kircher-Schneider, Leiterin der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten, betont die Bedeutung stabiler Kernmärkte und neuer Absatzchancen für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Kärntner Exportwirtschaft.

© Foto: WKK Helge Bauer