Klagenfurt
Gastronomie fordert klare Regeln für Reservierungen
In der Vorweihnachtszeit häufen sich No-Shows in Kärntens Gastronomie. Reservierte Tische bleiben leer, Gruppen erscheinen unvollständig oder sagen gar nicht ab. Für die Betriebe bedeutet das spürbare wirtschaftliche Verluste.
Kärntens Wirte appellieren an Gäste, Reservierungen ernst zu nehmen – No-Shows verursachen spürbare wirtschaftliche Schäden.© WKK | Simone Attisani
Wirtesprecher Stefan Sternad appelliert an Gäste und empfiehlt digitale Lösungen für mehr Fairness und Planungssicherheit.
No-Shows verursachen hohe Kosten
Bleiben reservierte Plätze ungenutzt, müssen Betriebe trotz vollem Personaleinsatz und fixer Kosten auf Umsatz verzichten. Gleichzeitig werden andere Gäste abgewiesen, weil die Tische vergeben schienen. Besonders in der Weihnachtszeit, wenn Lokale stark ausgelastet sind, macht sich das Problem bemerkbar.
Digitale Reservierungssysteme als Lösung
Sternad plädiert für einen modernen Zugang. Digitale Reservierungstools dokumentieren Buchungen, senden automatische Erinnerungen per SMS oder E‑Mail und ermöglichen unkomplizierte Stornierungen. „Je einfacher die Absage, desto geringer die No-Show-Rate“, betont er. Wichtig seien klare AGB, denen Gäste aktiv zustimmen – inklusive Regelungen zu Stornogebühren.
Fairness durch klare Regeln
Stornogebühren seien kein Strafinstrument, sondern ein Ausgleich für entstandene Kosten. In vielen Branchen sind sie längst Standard. Für Firmenfeiern gelten sogar strengere Bedingungen, da hier kein Konsumentenschutzrecht greift. Die Fachgruppe empfiehlt schriftliche Reservierungen, transparente Stornofristen und Tools mit Reminder-Funktion.
Sternads Fazit: Klare Kommunikation schützt Betriebe – und sorgt dafür, dass freie Plätze rechtzeitig wieder vergeben werden können.


