Gastronomie
Gastgarten-Kaution in Klagenfurt sorgt für scharfe Kritik
Geplante Kaution für Gastgärten in Klagenfurt sorgt für heftigen Widerstand: Die Kärntner Gastronomie warnt vor neuer Bürokratie, zusätzlicher finanzieller Belastung und einem falschen Signal für die Innenstadtbelebung.
© Foto: SK/Helge Bauer
Die geplante Einführung einer Kaution für Gastgärten in Klagenfurt stößt in der Kärntner Gastronomie auf massiven Widerstand. Der Stadtsenat will Betriebe künftig zur Kasse bitten, damit im Fall einer Insolvenz der Abbau von Gastgartenelementen finanziert werden kann. Für die Fachgruppe Gastronomie Kärnten ist dieser Vorstoß völlig unverständlich.
Kritik an pauschaler Belastung
Fachgruppenobmann Stefan Sternad sieht darin ein falsches Signal an eine Branche, die ohnehin unter steigenden Kosten, Personalmangel und wachsender Bürokratie leidet. Aus seiner Sicht wird ein möglicher Einzelfall zum Anlass genommen, um alle Gastronomiebetriebe unter Generalverdacht zu stellen.
Eine solche Kaution sei unverhältnismäßig und standortpolitisch kontraproduktiv. Gerade Gastgärten würden wesentlich zur Belebung der Innenstadt beitragen, für mehr Frequenz sorgen und die Aufenthaltsqualität erhöhen.
Vorwurf an die Stadtpolitik
Die Kritik richtet sich auch an die Stadtverwaltung. Anstatt neue finanzielle Hürden für Betriebe aufzubauen, sollte die Politik laut Sternad zuerst die eigenen Abläufe effizienter gestalten und interne Einsparungspotenziale nutzen.
Auch WK-Bezirksstellenobmann Franz Ahm findet deutliche Worte. Die Maßnahme sei wirtschaftsfeindlich, praxisfern und ein völlig falsches Signal an eine ohnehin stark belastete Branche. Besonders absurd sei es, wenn eine Stadt mit eigenen Budgetproblemen von Betrieben zusätzliche Sicherheiten verlange.
Forderung nach Rücknahme
Für die Kärntner Gastronomie ist klar: Die geplante Gastgarten-Kaution muss zurückgenommen werden. Probleme in Einzelfällen sollten gezielt gelöst werden, anstatt eine ganze Branche pauschal zusätzlich zu belasten.
Die Fachgruppe fordert stattdessen einfachere Verfahren, faire Gebühren und mehr Unterstützung für jene Betriebe, die mit ihren Gastgärten wesentlich zu einer lebendigen Klagenfurter Innenstadt beitragen.
