Langfristige Kooperation
Nationalpark Hohe Tauern und FH Kärnten besiegeln Partnerschaft
Neue Kooperation zum 50-Jahr-Jubiläum: Der Nationalpark Hohe Tauern soll sich noch stärker als Forschungs- und Bildungsraum etablieren.
© Büro LR Schaar
Anlässlich des 50. Geburtstags des Nationalparks Hohe Tauern wurde eine Kooperation mit der Fachhochschule Kärnten unterzeichnet. Landesrätin und Nationalpark-Referentin Sara Schaar, Peter Granig, Rektor der Fachhochschule (FH) Kärnten, sowie Peter Rupitsch, Direktor des Nationalparks Hohe Tauern, unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung zwischen der FH Kärnten und dem Kärntner Nationalparkfonds Hohe Tauern.
Größtes Schutzgebiet im Alpenbogen
„Es geht um eine langfristige Zusammenarbeit des größten Schutzgebiets im Alpenbogen, das auch als Forschungs- und Bildungsraum international anerkannt ist, und der FH Kärnten, die eine Forschungs- und Bildungseinrichtung mit starkem Regions- und Praxisbezug ist. Durch die Kooperation sollen sich neue Perspektiven und Handlungsspielräume für die Region, für Kärnten und auch für eine internationale Zusammenarbeit eröffnen“, erklärt Schaar.
Wissenschaftliche Akzente
Rektor Granig ergänzt: „Die Vision hinter der Kooperation ist, Akteure in der Region und außerhalb zu vernetzen sowie soziale, technische und ökonomische Innovationen in der Region voranzutreiben. Außerdem geht es darum, wissenschaftlich neue Akzente zu setzen – Stichwort ‚Citizen Science‘. Sie fördern die Verbreitung von Forschungserkenntnissen sowie die Bildung im Bereich nachhaltiger Entwicklung und sind so Teil eines Wandels in der ökologischen Bewusstseinsbildung.“
Jahresprogramm wird erarbeitet
Im Rahmen von Arbeitstreffen soll gemeinsam ein Jahresprogramm erarbeitet werden. Gemeinsame Aktivitäten wurden teils schon vereinbart, verrät Schaar: „Wie etwa ein regelmäßiges Austauschformat mit dem Titel ‚Expedition Nationalpark Hohe Tauern‘ oder eine vertiefte Kooperation in Sachen Umweltbildung – zwischen dem ‚Smart Lab Carinthia‘ der FH und den Rangerlabs im Besucherzentrum Mallnitz. Auch im Bereich virtueller Besucher- und Bildungsangebote des Nationalparks ist vieles möglich.“
Nationalpark-Direktor Rupitsch erläutert: „Schon Mitte nächsten Jahres findet die erste gemeinsame ‚Expedition Nationalpark Hohe Tauern‘ statt, um mit Akteuren innerhalb und außerhalb der Nationalpark-Region über aktuelle Naturschutz- und Nationalpark-Themen zu diskutieren. Wesentlich dabei ist die wissenschaftliche Begleitung und die Auswertung durch die Fachhochschule Kärnten.“
Forschungs- und Bildungsvorhaben entwickeln
Die FH Kärnten baut derzeit ihren Umwelt-Schwerpunkt aus. Das zeigt sich in der Einrichtung des neuen UNESCO-Lehrstuhls „Management of Conservation Areas“. Hier können sich die beteiligten Partner ein Modul im Nationalpark oder studentische Arbeiten vorstellen. Zusammen sollen weiterführende Forschungs- und Bildungsvorhaben entwickelt werden.
Die Kooperationsvereinbarung wurde vorerst auf drei Jahre befristet abgeschlossen. „Durch die Kooperation mit dem Nationalpark Hohe Tauern können künftig praxisnahe und innovative Projekte zum Schutz, der Pflege und dem Monitoring von Ökosystemen gemeinsam entwickelt und durchgeführt werden. Das trägt wesentlich zur ökologischen Forschung und der umweltgerechten Nutzung bei. Aspekte, die im Rahmen des UNESCO-Lehrstuhls ‚Management of Conservation Areas‘ auch genauer beleuchtet werden“, berichtet FH-Geschäftsführer Siegfried Spanz.