Energie
Kelag saniert Dammkrone am Speicher Soboth
Wegen Erhöhung der Asphaltkerndichtung kommt es ab 9. März bis Ende Juni zu wechselseitigem Verkehr auf der B 69 – Betrieb des Kraftwerks und Freizeitnutzung bleiben unbeeinträchtigt.
© Foto: Kelag
Im Frühling 2026 startet die Kelag umfangreiche Instandhaltungsarbeiten auf der Dammkrone der Sperre Feistritzbach am Speicher Soboth. Grund dafür sind neue Vorgaben der Staubeckenkommission des zuständigen Bundesministeriums zum Hochwasserschutz. Konkret muss die Asphaltkerndichtung des Staudammes um rund 60 Zentimeter erhöht werden.
„Als ersten Schritt müssen wir den Straßenbelag auf der Dammkrone entfernen“, erklärt Kelag-Projektleiter Christoph Matzer. „Danach verlängern wir den vertikalen Asphaltdichtkern des Dammes um zirka 60 Zentimeter nach oben. Abschließend wird die Fahrbahn neu asphaltiert.“
Verkehr wird wechselseitig angehalten
Die Besonderheit: Die Asphaltkerndichtung verläuft unter der B69 Südsteirische Grenzstraße, die über den Damm führt. Damit bleiben Auswirkungen auf den Straßenverkehr nicht aus.
Baubeginn ist am 9. März, die Arbeiten sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Während der gesamten Bauzeit steht auf der B 69 im Bereich der Dammkrone jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Der Verkehr wird wechselseitig angehalten.
Keine Einschränkungen gibt es hingegen für den Betrieb des Pumpspeicherkraftwerk Koralpe sowie für die Freizeitnutzung am Speicher Soboth. Badegäste und Erholungssuchende können den See weiterhin wie gewohnt nutzen.
Investition von rund einer Million Euro
Rund eine Million Euro investiert die Kelag in die Sanierung der Dammkrone. Den Zuschlag für die Bauarbeiten erhielt nach einer Ausschreibung die Firma Steinerbau aus St. Paul im Lavanttal. Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region.
80 Millionen Kilowattstunden pro Jahr
Das Pumpspeicherkraftwerk Koralpe ist seit Beginn der 1990er-Jahre in Betrieb. Es verfügt über eine Erzeugungsleistung von 50 Megawatt sowie eine Pumpleistung von 35 Megawatt. Der Speicher Soboth liegt im Grenzgebiet zwischen Kärnten und der Steiermark und ist über eine Druckrohrleitung mit dem Krafthaus in Lavamünd verbunden.
Pro Jahr werden hier rund 80 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt – ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit in Kärnten. Mit der nun geplanten Erhöhung der Asphaltkerndichtung soll auch künftig ein Höchstmaß an Sicherheit für den Staudamm und die darunterliegende Infrastruktur gewährleistet werden.
