Tourismus

Tou­ris­mus­re­form: Jetzt müs­sen die Hotels dran sein

Neue KWF-Qualitätsoffensive soll sicherstellen, dass die Kärntner Tourismusreform nicht bei Infrastrukturprojekten stehen bleibt, sondern direkt in den Hotelbetrieben für mehr Qualität und Wettbewerbsfähigkeit sorgt.

Tou­ris­mus­re­form: Jetzt müs­sen die Hotels dran seinDie neue KWF-Qualitätsoffensive soll Investitionen in Kärntens Hotels ankurbeln und die Tourismusreform direkt in den Betrieben spürbar machen.

© Veldener Tourismus Ges.

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Die Kärnt­ner Tou­ris­mus­re­form hat Bewe­gung in die öffent­li­che Infra­struk­tur gebracht. Nun soll sie auch dort ankom­men, wo Gäs­te am Ende tat­säch­lich schla­fen, früh­stü­cken und ihren Urlaub bewer­ten: in den Hotels. Mit der neu­en KWF-Qua­li­täts­of­fen­si­ve für die Hotel­le­rie sieht die Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten genau dafür den längst not­wen­di­gen nächs­ten Schritt gesetzt.

Reform ja – aber nicht nur vor dem Hotel

Dass das Land im Zuge der Reform Geld in die öffent­li­che tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur steckt, steht für die Bran­che außer Fra­ge. Inves­ti­tio­nen in das tou­ris­ti­sche Umfeld gel­ten als not­wen­dig, um Kärn­ten als Stand­ort wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Doch aus Sicht der Spar­te Tou­ris­mus und Frei­zeit­wirt­schaft greift das zu kurz, wenn gleich­zei­tig die Betrie­be selbst zu wenig Rücken­wind bekom­men. Denn ent­schie­den wer­de die Qua­li­tät eines Tou­ris­mus­stand­orts nicht nur auf Pro­me­na­den, Rad­we­gen oder in Frei­zeit­an­la­gen, son­dern vor allem dort, wo der Gast ganz unmit­tel­bar mit dem Ange­bot in Berüh­rung kommt: im Hotel­zim­mer, im Well­ness­be­reich, beim Ser­vice.

Neue För­der­schie­ne trifft einen wun­den Punkt

Mit der von Tou­ris­mus­lan­des­rat Sebas­ti­an Schu­sch­nig prä­sen­tier­ten KWF-Qua­li­täts­of­fen­si­ve wer­de nun genau die­ser Bereich adres­siert. Aus Sicht der Wirt­schafts­kam­mer ist das neue Modell mehr als eine Ergän­zung zu bestehen­den För­de­run­gen – es ist ein geziel­tes Signal an eine Bran­che, die seit Jah­ren unter hohem Inves­ti­ti­ons­druck steht. Vor allem die Kärnt­ner Hotel­le­rie brau­che Instru­men­te, die Moder­ni­sie­rung und Qua­li­täts­ver­bes­se­run­gen tat­säch­lich mög­lich machen. Denn wer im Wett­be­werb bestehen wol­le, müs­se inves­tie­ren kön­nen – und zwar so, dass die Ver­bes­se­run­gen auch beim Gast ankom­men.

„Dabei darf es nicht blei­ben“

Spar­ten­ob­mann Josef Petrit­sch bezeich­net die Tou­ris­mus­re­form als wich­tig und über­fäl­lig. Gleich­zei­tig macht er klar, dass der nächs­te Schritt nun in den Betrie­ben gesetzt wer­den müs­se. „Die Tou­ris­mus­re­form war wich­tig und über­fäl­lig. Dass dabei die öffent­li­che tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur gestärkt wird, ist rich­tig. Aber dabei darf es nicht blei­ben. Wer Kärn­ten im Wett­be­werb nach vor­ne brin­gen will, muss auch die Betrie­be stär­ken. Genau des­halb ist die­se Qua­li­täts­of­fen­si­ve ein wich­ti­ger nächs­ter Schritt – und ein kla­res Signal, dass auf die Anlie­gen unse­rer Bran­che reagiert wird“, sagt Petrit­sch.

Qua­li­tät ist längst ein Wirt­schafts­fak­tor

Auch Hotel­le­rie-Fach­grup­pen­ob­mann Sigi Moe­risch sieht die neue För­de­rung zum rich­ti­gen Zeit­punkt kom­men. In einem Markt, in dem Gäs­te genau­er ver­glei­chen, Erwar­tun­gen stei­gen und Prei­se stär­ker unter Druck gera­ten, sei Qua­li­tät längst kein Zusatz mehr, son­dern ein wirt­schaft­li­cher Schlüs­sel­fak­tor. „Qua­li­tät ent­schei­det heu­te über Aus­las­tung, Preis­ni­veau und wirt­schaft­li­chen Erfolg. Unse­re Betrie­be brau­chen daher nicht nur gute Wor­te, son­dern wirk­sa­me Instru­men­te für Inves­ti­tio­nen. Die neue KWF-Qua­li­täts­of­fen­si­ve ist ein attrak­ti­ves För­der­pro­dukt, das genau dort hilft, wo der Gast Ver­bes­se­run­gen unmit­tel­bar spürt“, so Moe­risch.

Kärn­ten braucht bei­des

Die Bot­schaft aus der Bran­che ist damit ein­deu­tig: Infra­struk­tur und betrieb­li­che Qua­li­tät dür­fen nicht gegen­ein­an­der aus­ge­spielt wer­den. Das eine ohne das ande­re wer­de nicht rei­chen, um Kärn­ten tou­ris­tisch nach vor­ne zu brin­gen. Stra­ßen, Rad­we­ge und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen allein machen noch kei­nen star­ken Tou­ris­mus­stand­ort. Erst wenn auch die Hotels moder­ni­sie­ren, inves­tie­ren und qua­li­ta­tiv nach­zie­hen kön­nen, wird aus Reform­po­li­tik ein Ange­bot, das der Gast tat­säch­lich erlebt.

23.03.2026 16:00
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Tou­ris­mus­re­form: Jetzt müs­sen die Hotels dran seinDie neue KWF-Qualitätsoffensive soll Investitionen in Kärntens Hotels ankurbeln und die Tourismusreform direkt in den Betrieben spürbar machen.

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