Kinderschutz
1,5 Millionen Euro in Hilfsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien
Beschlüsse über neue Förderungen für das Bunte Haus, Mutter-Kind-Wohnen in Greifenburg und das Care-Leaver-Programm sollen in der nächsten Regierungssitzung fallen.
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KLAGENFURT. Das Land Kärnten will Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien weiter ausbauen. Insgesamt sollen rund 1,5 Millionen Euro in mehrere Projekte fließen. Die entsprechenden Beschlüsse stehen laut Kinder- und Jugendschutzreferent Landesrat Peter Reichmann bei der kommenden Regierungssitzung auf der Tagesordnung.
„In Kärnten muss jedes Kind ruhig schlafen können“, betont Reichmann. Mit den geplanten Investitionen sollen insbesondere junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen gestärkt und Familien gezielt unterstützt werden.
1,5 Millionen Euro für mehr Sicherheit und Perspektiven
Gefördert werden unter anderem das Mutter-Kind-Wohnen in Greifenburg, das Care-Leaver-Programm sowie das Bunte Haus in Völkermarkt. Alle drei Angebote verfolgen das Ziel, Kindern und Jugendlichen stabile Lebensbedingungen und bessere Zukunftsperspektiven zu ermöglichen. Ein wichtiger Baustein ist dabei das Bunte Haus in Völkermarkt, ein teilstationäres Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien. Dort gibt es Unterstützung bei Hausübungen, gemeinsames Kochen sowie Beratung für Kinder und Eltern. Für Reichmann ist das Projekt auch ein Beispiel dafür, wie die Familie stärker in den Mittelpunkt rücken kann: „Es handelt sich um ein innovatives Projekt, das neue Wege beschreitet und Minderjährigen auch in schwierigen Situationen weiterhin ein Leben innerhalb der Familie ermöglicht.“
Unterstützung für Familien, junge Mütter und Care Leaver
Auch das Mutter-Kind-Wohnen in Greifenburg soll mit Unterstützung des Landes weitergeführt werden. Grundlage dafür ist eine Fördervereinbarung mit der WSW-Wohnpoint sozialpädagogischer Wohneinrichtungen gemeinnützige GmbH. Das Angebot richtet sich an junge Mütter und ihre Kinder und bietet ihnen geschützten Wohnraum sowie sozialpädagogische Begleitung. Ziel ist es, ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Care-Leaver-Programm. Dieses richtet sich an junge Erwachsene, die einen Teil ihres Lebens in sozialpädagogischen Einrichtungen verbracht haben oder durch die Kinder- und Jugendhilfe begleitet wurden. Gerade beim Übergang ins Erwachsenenleben sei der Unterstützungsbedarf hoch, so Reichmann. Viele dieser jungen Menschen stünden mit dem Ende der Betreuung ab dem 18. oder spätestens 21. Lebensjahr plötzlich ohne familiären Rückhalt da.
Für diesen Bereich sind laut Reichmann knapp 350.000 Euro vorgesehen. Die Investition sei nicht nur sozialpolitisch wichtig, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll, da damit Folgekosten durch Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, psychische Erkrankungen oder schlechtere Bildungschancen vermieden werden könnten.
Mit dem geplanten Maßnahmenpaket setzt das Land Kärnten nach eigenen Angaben auf Prävention, Stabilität und Chancengleichheit. Ziel sei es, Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer familiären Situation die bestmöglichen Voraussetzungen für ein sicheres Aufwachsen zu bieten.

