Klagenfurt
64 Jugendchöre bringen das Konzerthaus Klagenfurt zum Klingen
Rund 2.500 junge Sängerinnen und Sänger aus ganz Kärnten zeigen beim Landesjugendsingen im Klagenfurter Konzerthaus ihr Können – die besten Chöre lösen das Ticket für den Bundesbewerb in Linz.
© Foto: Büro LR Reichmann
Landesjugendsingen 2026 zeigt die Vielfalt der Kärntner Chorszene – die besten Ensembles fahren zum Bundesbewerb nach Linz
Im Konzerthaus Klagenfurt steht dieser Tage die Stimme der Jugend im Mittelpunkt: Mit dem Kärntner Landesjugendsingen hat am Montag eine der größten musikalischen Schulveranstaltungen des Landes begonnen. Bis Mittwoch präsentieren insgesamt 64 Chöre mit rund 2.500 Sängerinnen und Sängern ihr Können und machen das Konzerthaus zum Treffpunkt gelebter Chorkultur. Bildungslandesrat Peter Reichmann würdigte beim Schlussakt des ersten Tages die Leistungen der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gemeinsam mit der Urkundenvergabe stand dabei vor allem die Bedeutung des Singens für Bildung und Gemeinschaft im Fokus.
Chorkultur als starke Stimme des Landes
„Mit eurem Einsatz, eurer Disziplin und vor allem mit eurer Begeisterung habt ihr gezeigt, wie lebendig die Chorkultur in Kärnten ist“, betonte Reichmann in Richtung der Jugendlichen. Für ihn sei das gemeinsame Singen weit mehr als ein künstlerischer Auftritt auf der Bühne: Chöre seien ein wichtiger Bestandteil der Kultur- und Bildungsregion Kärnten. Das Landesjugendsingen ist eine gemeinsame Initiative des Landes Kärnten und der Bildungsdirektion für Kärnten. Jene Chöre, die in der Wertung besonders überzeugen, werden Kärnten beim Bundesjugendsingen in Linz vertreten – dem größten Jugendchorwettbewerb Europas.
Musik fördert weit mehr als nur Talent
In seinen Grußworten hob der Bildungslandesrat auch die pädagogische Bedeutung musikalischer Bildung hervor. Gemeinsames Singen stärke nicht nur Kreativität und Konzentration, sondern auch Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen. Die überreichten Urkunden seien zwar ein sichtbares Zeichen für die erbrachten Leistungen, so Reichmann, entscheidend seien aber vor allem jene Erfahrungen, die über den Wettbewerb hinaus bestehen bleiben: Begegnungen, Gemeinschaft und die Freude an der Musik.
Landesjugendsingen als Höhepunkt eines landesweiten Projekts
Das Jugendsingen 2026 wird auf drei Ebenen organisiert. Während Regional‑, Talschafts- und Bezirksjugendsingen möglichst viele Schulen mit Lied, Tanz und Musik einbinden sollen, wird das Landesjugendsingen im Konzerthaus Klagenfurt als Wertungssingen durchgeführt. Bereits in den vergangenen Wochen fanden in ganz Kärnten 19 Bezirksjugendsingen statt – von Obervellach bis Lavamünd. Sie bildeten die Grundlage für den Landesbewerb und machten einmal mehr deutlich, wie stark das gemeinsame Singen an Kärntens Schulen verankert ist.
Mit dem Bewerb im Klagenfurter Konzerthaus wird in diesen Tagen nicht nur musikalisches Können sichtbar, sondern auch, wie viel Begeisterung, Gemeinschaft und kulturelle Identität im Chorgesang steckt. Kärnten präsentiert sich dabei einmal mehr als Land mit einer lebendigen und starken Jugendchorlandschaft.

