Wirtschaft
Kelag erreicht 1.000sten Kilometer Fernwärmetrasse
In St. Andrä im Lavanttal schließt die Kelag Energie & Wärme eine neue Wohnanlage an das Fernwärmenetz an und erreicht damit den 1.000sten Kilometer Fernwärmetrasse.
Spatenstich für nachhaltige Wärmeversorgung: In St. Andrä im Lavanttal erreicht die Kelag Energie & Wärme mit dem Anschluss einer neuen Wohnanlage den 1.000sten Kilometer Fernwärmetrasse.© Foto: KLiCK Kärnten
In St. Andrä im Lavanttal baut die Kelag Energie & Wärme ihr Fernwärmenetz aus. Mit dem Anschluss einer neuen Wohnanlage des Kärntner Siedlungswerks erreicht das Unternehmen einen besonderen Meilenstein.
Meilenstein in St. Andrä
Die Kelag Energie & Wärme erweitert in St. Andrä ihr Fernwärmenetz. Angeschlossen wird eine neue Wohnanlage des Kärntner Siedlungswerks.
Damit entsteht zugleich der 1.000ste Kilometer Fernwärmetrasse des Unternehmens. Für die Kelag ist St. Andrä ein besonderer Standort: Bereits 1989 wurde hier das erste Fernwärmeprojekt umgesetzt.
Damals umfasste das Netz rund 7,5 Kilometer und versorgte etwa 200 Kunden. Die Wärme kam aus dem Dampfkraftwerk St. Andrä sowie aus Biomassekesseln.
Rund 400 Gebäude am Netz
Heute liefert die Kelag Energie & Wärme in St. Andrä jährlich rund 16 Millionen Kilowattstunden Wärme. Versorgt werden damit rund 400 Gebäude. Das entspricht dem Bedarf von etwa 3.200 Wohnungen.
Das Fernwärmenetz in St. Andrä ist mittlerweile rund 20 Kilometer lang. Genutzt wird die Wärme nicht nur zum Heizen: Ein Teil davon kommt auch bei der Trocknung von Mais zum Einsatz.
Zusammenschluss mit Wolfsberg geplant
Die Fernwärmeversorgung in der Region soll weiter ausgebaut werden. Geplant ist, die Netze in St. Andrä und Wolfsberg/Frantschach-St. Gertraud miteinander zu verbinden.
Künftig soll dabei auch industrielle Abwärme von Mondi in Frantschach genutzt werden. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen.
Durch den Zusammenschluss sollen die Netze besser aufeinander abgestimmt und die Versorgungssicherheit erhöht werden. Bis 2040 sieht die Kelag in St. Andrä weiteres Absatzpotenzial von rund fünf Millionen Kilowattstunden.
Neue Wohnungen mit Fernwärme
Beim aktuellen Wohnprojekt des Kärntner Siedlungswerks entstehen 24 geförderte Mietwohnungen. Vier Einheiten im Erdgeschoß werden gemeinsam mit dem Hilfswerk Kärnten als voll betreute Wohneinheiten für Menschen mit Beeinträchtigung umgesetzt.
Das Bauvorhaben setzt auf moderne Energiestandards. Geplant ist eine Umsetzung im „klimaaktiv Silber Standard“. Neben Photovoltaik und ressourcenschonender Bauweise trägt auch der Fernwärmeanschluss zur nachhaltigen Ausrichtung bei.
Kelag Energie & Wärme österreichweit tätig
Die Kelag Energie & Wärme betreibt österreichweit 89 Fernwärmenetze und rund 900 Heizzentralen. Pro Jahr liefert das Unternehmen rund zwei Milliarden Kilowattstunden Fernwärme an Kundinnen und Kunden.
Beschäftigt werden knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Tätig ist das Unternehmen von Vorarlberg bis ins Burgenland sowie von Kärnten bis ins Waldviertel.
Nach eigenen Angaben ist die Kelag Energie & Wärme der größte österreichweit tätige Fernwärmeanbieter auf Basis industrieller Abwärme und Biomasse und die Nummer zwei am heimischen Fernwärmemarkt.
Langjährige Zusammenarbeit
Das Kärntner Siedlungswerk zählt in Kärnten zu den langjährigen Partnern der Kelag Energie & Wärme. Rund 1.000 Wohnungen des gemeinnützigen Bauträgers werden bereits mit Wärme des Unternehmens versorgt.
Insgesamt sind etwa 25 Liegenschaften des Kärntner Siedlungswerks an die Fernwärme angeschlossen. Das Projekt in St. Andrä verbindet damit geförderten Wohnbau mit regionaler und nachhaltiger Wärmeversorgung.

