Gesundheit
Tigermücke: Bevölkerung soll mithelfen
Monitoring zeigt einzelne Nachweise in Kärnten – Landessanitätsdirektion ruft dazu auf, Brutstätten zu beseitigen und verdächtige Funde zu melden.
© Foto: James Gathany/CDC, Public Domain“
Die Asiatische Tigermücke wurde mittlerweile in allen österreichischen Bundesländern nachgewiesen. Auch in Kärnten gibt es Einzelfunde – die Landessanitätsdirektion setzt deshalb verstärkt auf die Mithilfe der Bevölkerung.
Seit 2022 führt das Land Kärnten gemeinsam mit der AGES und Expertinnen und Experten des kärnten.museums ein Monitoring an mehreren Standorten durch. Tigermückeneier wurden unter anderem bei Grafenstein, Arnoldstein und zuletzt auch in Villach gefunden. Einzelne Nachweise gab es 2025 erstmals auch in Klagenfurt.
Funde melden
„Jede und jeder kann dazu beitragen, dass sich die Tigermücke nicht weiter ausbreitet“, betont Landessanitätsdirektorin Karin Schorna-Drescher. Verdächtige Funde können über die App „Mosquito Alert“ per Foto und Standort gemeldet werden.
Besonders wichtig ist es, mögliche Brutstätten zu beseitigen. Bereits kleinste Wasseransammlungen in Regentonnen, Blumentöpfen, Dachrinnen, Planen oder alten Reifen reichen der Tigermücke zur Eiablage. Wasserstellen sollten daher mindestens einmal pro Woche vollständig entleert oder abgedeckt werden.
Die Tigermücke ist vor allem tagsüber aktiv und kann grundsätzlich Krankheitserreger wie Dengue‑, Zika- oder Chikungunya-Viren übertragen. Nachweise für eine Übertragung dieser Erkrankungen in Kärnten gibt es derzeit jedoch nicht.
Rund um den „World Mosquito Day“ am 20. August plant das Land Kärnten eine verstärkte Informationsoffensive.
