Kärnten
Verlässliche Auswertung der PCR-Gurgeltests zugesichert
Nach scharfer Kritik aus Kärnten: In einem Krisengipfel sicherte das Labor-Konsortium eine hundertprozentige Testauswertung binnen 24 Stunden zu.
© LPD Kärnten/Dietmar Wajand
Beim Thema „PCR-Gurgeltests“ gehen seit Tagen die Wogen hoch. Der Grund: Das von der Bundesbeschaffungsagentur ausgewählte Bieterkonsortium konnte nicht alle Gurgeltests, wie vertraglich fixiert, binnen 24 Stunden auswerten. Zahlreichen Bürgern war es ohne Testergebnis nicht möglich, ihren Dienst pünktlich anzutreten. Nach einem Erklärungsschreiben an die betroffenen Bundesländer wurde heute ein Krisengipfel abgehalten. Mit dabei waren unter anderem Kärntens Gesundheitsreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner, Apothekerkammer-Präsident Paul Hauser und „Spar“-Vertreter Kurt Stank.
Labor stockt Mitarbeiterstab auf
„Das Konsortium, vertreten durch Franz Öller, hat uns versichert, binnen spätestens zehn Tagen hundert Prozent der Tests zeitgerecht auszuwerten“, informiert Prettner nach der Sitzung. Aktuell würden drei Viertel der abgegebenen Tests innerhalb der erforderlichen 24 Stunden ausgewertet sein. Für das restliche Viertel braucht das Labor derzeit bis zu 30 Stunden. Beim Krisengipfel wurde versichert, dass das Labor den Mitarbeiterstab um 120 Mitarbeiter deutlich aufstockt. Es wird auch neue Geräte anschaffen und das sogenannte „Poolingverfahren“ ändern: Statt zehn Tests werden nur noch sechs „gepoolt“, was im Falle eines nötigen Nachtestens Zeit erspart.
„Wir gehen davon aus, dass die Zusage des Labors nunmehr hält. Wir müssen uns darauf verlassen können, dass die Testergebnisse künftig zeitgerecht einlangen“, betont Prettner. Paul Hauser, der bekanntlich mit einem Ausstieg der Apotheken drohte, bleibt als Partner an Bord: „Uns wurde auch die Lieferung von ausreichenden Testkits zugesagt.“
In Zahlen
Wie das Bieterkonsortium erklärte, registrierten sich bis dato 77.130 Kärntner für die PCR-Gurgeltests. Nur etwas mehr als 34.000 Personen gaben bereits Tests ab. Rund 42.000 Personen taten das demzufolge noch nicht.