Landeshauptstadt

Stadt­wäl­der wer­den an Kli­ma­wan­del ange­passt

Die Klagenfurter Stadtwälder werden klimafit. Damit wird die wichtige Erholungsfunktion der Stadtwälder nachhaltig gesichert.

Stadt­wäl­der wer­den an Kli­ma­wan­del ange­passt Vizebürgermeister Alois Dolinar (Vierter von rechts) und Stadtrat Max Habenicht (Vierter von links) bei der Aufforstung durch die Stadtgarten-Abteilung

© StadtKommunikation/Helge Bauer

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Die Stadtwälder am Kreuz­bergl, der „Schach­terl­wald“ in Welz­en­egg und der „Siebenhügelwald“ in Waid­manns­dorf wur­den kar­tiert und eine mehr­stu­fi­ge Maß­nah­men­pla­nung durchgeführt, um sie dem Kli­ma­wan­del anzu­pas­sen. Die wald­bau­fach­li­che Beglei­tung erfolgt durch Eck­art Senitza (Ingenieurbüro Wald­plan), einem aner­kann­ten Wald­bau-Exper­ten. Auf der Grund­la­ge einer genau­en Bestands­er­fas­sung wer­den für die ein­zel­nen Wald­ge­sell­schaf­ten lang­fris­ti­ge Maßnahmenpläne erstellt, die suk­zes­si­ve umge­setzt wer­den.

  • In Berei­chen ohne sta­bi­len Laub­misch­wald wer­den hei­mi­sche Laub­wald­ar­ten wie Win­ter­lin­de, Spitz­ahorn, Ulme und Els­bee­re gepflanzt, um akti­ve Zel­len für die Ent­wick­lung vielfältiger Laubmischwälder zu schaf­fen.
  • Gleich­zei­tig wer­den die Erholungswälder von inva­si­ven Neo­phy­ten befreit. Das sind ein­ge­wan­der­te Pflan­zen, die die hei­mi­sche Boden­ve­ge­ta­ti­on (Kraut- und Strauch­schicht) der Wälder verdrängen (zum Bei­spiel Ara­lie, Japa­ni­scher Staudenknöterich, Riesenbärenklau oder Ker­mes­bee­re).
  • In den teil­wei­se insta­bi­len Fichten-Jungbeständen wer­den Durch­fors­tun­gen durchgeführt, damit die Bäume kräftigere grüne Kro­nen ent­wi­ckeln können und um beschädigte, schwa­che Bäume vor ihrem Abster­ben zu ent­fer­nen.
  • Wei­ters wer­den zusätzlich auch Tei­le der Eichen- und ande­rer Laubwaldbestände gepflegt, um eine gute Ent­wick­lung der Kro­nen zu errei­chen und die natürliche Verjüngung anzu­re­gen.

Nach­hal­ti­ger Umgang mit Baum­ar­ten

Die Maß­nah­men wer­den von der Stadt­gar­ten-Abtei­lung lau­fend umge­setzt. Die Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furt ist Pro­jekt­part­ner im EU-Alpi­ne-Space-Pro­jekt „Alp­trees“. Dabei geht es um einen nach­hal­ti­gen Umgang mit hei­mi­schen und nicht hei­mi­schen Baum­ar­ten im gesam­ten Alpen­raum. Neben zahl­rei­chen Aktivitäten wer­den im Zuge die­ses Pro­jekts auch die­se Maß­nah­men ermöglicht und unterstützt.

800 kli­ma­fit­te Jung­bäu­me

Vizebürgermeister Alo­is Doli­nar und Stadt­rat Max Habe­nicht überzeugten sich bei einem Orts­au­gen­schein am Kreuz­bergl von den jüngst abge­schlos­se­nen Herbst-Pflan­zun­gen von 800 kli­ma­fit­ten Jungbäumen. Stadt­gar­ten­re­fe­rent Habe­nicht ver­weist auf die Bedeu­tung der Erholungswälder für die Men­schen der Lan­des­haupt­stadt: „Die Erholungswälder unse­rer Stadt sind ein wich­ti­ger Frei­raum für die Men­schen der Stadt. Gera­de in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels, der durch stei­gen­de Tem­pe­ra­tu­ren und zuneh­men­de Hit­ze­ta­ge gekenn­zeich­net ist, bie­tet der Wald kühlere Erholungsräume für unse­re Bürger.“

Umwelt­re­fe­rent Doli­nar betont die Bedeu­tung der Stadtwälder für das Stadt­kli­ma: „Gera­de das Kreuz­bergl, das weit in den Siedlungskörper der Stadt her­ein­ragt, hat eine wich­ti­ge Bedeu­tung für unser Stadt­kli­ma. Durch pro­ak­ti­ves Wald­bau-Manage­ment kann die Stadt Kla­gen­furt einen kla­ren Weg in die Zukunft machen und einen lang­fris­ti­gen Bestand der wich­ti­gen Wald‑Ökosysteme sicher­stel­len.“

11.12.2021 15:50
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Stadt­wäl­der wer­den an Kli­ma­wan­del ange­passt Vizebürgermeister Alois Dolinar (Vierter von rechts) und Stadtrat Max Habenicht (Vierter von links) bei der Aufforstung durch die Stadtgarten-Abteilung

© StadtKommunikation/Helge Bauer