Kärntner Landtag
Zwölf Sitzungen mit 749 Wortmeldungen
Landtagspräsident Reinhart Rohr zieht Bilanz. Die weitreichendsten Beschlüsse im zu Ende gehenden Jahr 2021 im Überblick.
Im Jahr 2021 tagte der Kärntner Landtag mit seinen 36 Abgeordneten zwölf Mal. In diesen zwölf Landtagssitzungen gab es genau 749 Wortmeldungen. Insgesamt wurden 124 Ausschusssitzungen abgehalten. Mit 15 Sitzungen ist erneut der Finanzausschuss Spitzenreiter, gefolgt vom Rechts- und Verfassungsausschuss (13). Gesundheits- und Petitionsausschuss kommen auf jeweils zwölf Sitzungen.
Arbeit von Pandemie geprägt
Diese statistische Bilanz zieht Landtagspräsident Reinhart Rohr (SPÖ). Inhaltlich war die Arbeit des Kärntner Landtags von der Pandemie und gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Kampf der Kärntner Landesregierung gegen die Covid-Auswirkungen auf allen Ebenen geprägt. „Hervorzuheben sind neben den Beschlüssen, die die Corona-Lage auf landesgesetzlicher Ebene erfordert hat, die inhaltlichen Weichenstellungen, die wir in diesem Landtagsjahr vornehmen konnten“, betont Rohr. Der Landtagspräsident listet weitreichende Beschlüsse auf.
Neues Feuerwehrgesetz
Die Abgeordneten des Kärntner Landtags verabschiedeten etwa ein neues Feuerwehrgesetz, das gemeinsam mit den Kärntner Feuerwehren ausgearbeitet wurde. „Wir beweisen hier Weitblick, indem wir den Fokus besonders auf Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr legen. Mit der gesetzlichen Verankerung der Gefahrenabwehr- und Ausrüstungspläne sowie mit der Adaptierung der Kärntner Feuerwehrschule hinsichtlich Kooperationen mit wissenschaftlichen und universitären Einrichtungen sind diese Aspekte sichergestellt. Verbesserungen gibt es aber auch bei der Nachwuchsarbeit durch Stärkung der Jungfeuerwehren“, fasst Rohr zusammen.
Kärntner Seenschutz-Paket
Den Intentionen des Kärntner Seenvolksbegehrens wurde, so Rohr, mit dem einstimmig gefassten Beschluss des Kärntner Seenschutz-Pakets Rechnung getragen. Diesem Beschluss gingen öffentliche Ausschuss-Sitzungen und die Einsetzung einer eigenen Seen-Arbeitsgruppe voraus. „Mit dem Beschluss setzen wir einen großen Schritt für den Erhalt der Kärntner Seen und für die Verbesserung der öffentlichen Zugänglichkeit“, sagt Rohr. Er bedankt sich für die konstruktive Zusammenarbeit bei allen Landtagsparteien und den Initiatoren des Seenvolksbegehrens.
Transparenz und Stadtrechnungshöfe
Der Landtag kam auch dem Anliegen nach, größtmögliche Transparenz walten zu lassen. „Mit einer erneuten Verfassungsreform und einer Anpassung der Geschäftsordnung des Kärntner Landtags haben wir den Landtag als Kontrollorgan weiter gestärkt und die Oppositionsrechte weiter ausgebaut. Transparenz ist natürlich das oberste Gebot und die unabdingbare Voraussetzung für eine funktionierende Gewaltentrennung“, schildert Rohr.
Das sollen auch die neu einzurichtenden Stadtrechnungshöfe in Klagenfurt und Villach sicherstellen. Diese gehen von einem einstimmig im Kärntner Landtag beschlossenen Antrag aus und sollen die Magistratsstädte beim optimalen Einsatz von Steuermitteln unterstützen. „Hier erwarte ich die endgültigen Beschlüsse auf Landtagsebene in der ersten Hälfte 2022“, kündigt Rohr an.

