Zum Gedenken
Friedliches Lichtermeer am Samstag in Klagenfurt
Zum Gedenken an Opfer der Pandemie und zum Dank an Personal im Gesundheitswesen findet am kommenden Samstag um 17.30 Uhr eine Lichtermeer-Aktion in Klagenfurt statt.
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Am kommenden Samstag (15. Jänner 2022) findet in Klagenfurt um 17.30 Uhr ein stilles und friedliches Gedenken an die Opfer der Pandemie statt. Die Initiatoren widmen ihre Aktion auch den Kindern und Jugendlichen, die stark unter den pandemiebedingten Einschränkungen zu leiden haben, und bringen Solidarität und Dankbarkeit gegenüber dem Gesundheitspersonal, das seit knapp zwei Jahren stets am Limit arbeitet, zum Ausdruck.
In Stille innehalten
Der Startpunkt ist am Arnulfplatz vor der Kärntner Landesregierung. Von dort aus verteilen sich die Teilnehmer entlang des Viktringer Rings. Um 18 Uhr treten alle mit brennenden Kerzen (oder leuchtendem Handy) auf die Fahrbahn, um einige Minuten in Stille innezuhalten. „Verzichtet wird beim Lichtermeer auf alles, was laut ist: keine Megafone, Trillerpfeifen oder Sonstiges, auch keine Transparente und Schilder jeder Art. Die Teilnehmer werden auch ersucht, die Kerzen, Laternen und Teelichter anschließend wieder mit nach Hause zu nehmen“, teilen die Initiatoren in einer Aussendung mit.
Ein positives Zeichen setzen
Die Idee zu einem Lichtermeer unter dem Motto „YesWeCare“ entstand in Wien aus der Zivilgesellschaft und wird für Kärnten von Lena Woschitz und Marly Loreit und mit Unterstützung von weiteren Privatpersonen adaptiert und organisiert. Hinter dieser Aktion stehen keine Parteien oder andere Interessensvertretungen. Für Lena Woschitz ist es wichtig, ein positives Zeichen zu setzen: „Ich habe die Lichtermeere in Wien und Graz gesehen und dann war klar: Das brauchen wir in Klagenfurt auch.“ Solidarität und Dankbarkeit stehen für Marly Loreit im Mittelpunkt der Aktion: „So viele Menschen leiden unter der Pandemie, weil sie Angehörige verloren haben, weil Sozialkontakte fehlen oder weil sie seit zwei Jahren die kritische Infrastruktur, insbesondere die Gesundheitsversorgung, unter schwierigsten Bedingungen aufrecht erhalten.“
Distanzierung von Pandemie-Leugnern
Die Initiatorinnen distanzieren sich ganz klar von allen rechtsextremen, faschistischen und nationalistischen Kräften und auch von allen Pandemie-Leugnern und Gegnern aller sinnvollen Maßnahmen. „Mit dem Lichtermeer soll daher auch gezeigt werden, dass unsere Straßen nicht den paar Schreihälsen gehören, die egoistisch ihre populistische Agenda verfolgen, sondern allen Menschen, die hier leben und die Pandemie mit gegenseitigem Respekt, Rücksicht und Hilfsbereitschaft überwinden wollen“, heißt es in der Aussendung.
Wissenswert
Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, sind die Teilnehmer dazu aufgefordert, während der gesamten Aktion eine FFP2-Maske zu tragen und Abstand zu halten. Zusätzlich ist es empfohlen, vorab einen PCR-Test zu machen.