Klimaschutz
Viertes „e“ für Klagenfurt
Die „e5“-Kommission lobt die klaren Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. Landesrätin Sara Schaar gratuliert der Stadt Klagenfurt zur Rezertifizierung mit dem vierten „e“.
© StadtKommunikation/Thomas Hude
Als eine von mittlerweile 47 Gemeinden Kärntens nimmt die Landeshauptstadt Klagenfurt seit dem Jahr 2011 am „e5“-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden teil. „Aktuell gibt es weitere 18 Anwärter, die beitreten wollen. Gemeinden wie Klagenfurt sind für das Land Kärnten sehr wichtige Partner, wenn es um die Umsetzung der Energiewende und der Klimaschutz-Ziele geht“, erklärt Landesrätin Sara Schaar, Umwelt- und Klimaschutz-Referentin des Landes Kärnten. Gestern durfte sie der Stadt Klagenfurt zur Re-Zertifizierung mit vier „e“ und zur Verbesserung der Punktezahl gratulieren. Bei der Auszeichnung vor dem Rathaus waren die Vizebürgermeister Philipp Liesnig und Alois Dolinar, Wolfgang Hafner (Leiter der Abteilung Klima- und Umweltschutz) sowie „e5“-Beauftragte Bernadette Jobst anwesend.
Bisherige Maßnahmen und Ergebnisse
Klagenfurt verankerte Ziele für eine nachhaltige Entwicklung im Konzept zur Stadtentwicklung und verfügt seit 2018 auch über eine Smart-City-Strategie. „Aktuelle Berechnungen zeigen, dass Klagenfurt seine Treibhausgas-Emissionen von 2011 bis 2018 um 53 Prozent senken konnte. Die Landeshauptstadt hat hier klare Ziele und ist auf einem guten Weg: eine Reduktion von 70 Prozent bis 2030 und von 90 Prozent bis 2040 – ausgehend von 2011“, berichtet Schaar.
Über 80 Prozent der Fernwärme werden mittlerweile aus Biomasse (CO2-neutral) gewonnen. Die „e5“-Kommission lobte vor allem den kontinuierlichen Ausbau der Radwege, die Einführung einer Energiebuchhaltung und von Mobilitätsknotenpunkten (zum Beispiel beim Lakeside Park). „Auch die Identifikation und Beseitigung von Hitzeinseln ist für Klagenfurt ein zentrales Thema. Außerdem nimmt die Stadt an zahlreichen EU-Projekten teil, bei denen es um nachhaltige Energien, Umwelt- und Klimaschutz geht“, listet Schaar auf.
Klimaneutrale Städte Europas
„Als zuständiger Referent für Energie‑, Klima- und Umweltschutz bin ich stolz auf die energiepolitischen Aktivitäten und Entwicklungen der Stadt Klagenfurt. Gezielte Maßnahmen, ein gutes strategisches Gesamtkonzept und entsprechende politische Rückendeckung für unsere ambitionierten Mitarbeiter sind unser Erfolgsrezept. Den täglichen Bemühungen vieler Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass die Landeshauptstadt mit 313,1 von möglichen 463 Punkten, also vier von fünf erreichbaren ‚e‘, ausgezeichnet wird“, sagt Vizebürgermeister Dolinar. Abteilungsleiter Hafner verrät, dass die Stadt Klagenfurt nun an der Bewerbung für die hundert klimaneutralen Städte Europas arbeitet. Mit dem Ziel, bis 2030 bilanziell klimaneutral zu sein. Zwei Schwerpunkte sind künftig die Sanierung von Gebäuden nach klimaneutralen Standards und die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs samt Umstellung auf E‑Busse.
Wissenswert
Neben der Landeshauptstadt Klagenfurt wurden folgende Gemeinden ebenfalls zertifiziert: Ebenthal (zwei „e“), Gitschtal (drei „e“), Köttmannsdorf (vier „e“), Krumpendorf (drei „e“), Reißeck (vier „e“), Spittal (vier „e“), Völkermarkt (drei „e“) und Wolfsberg (vier „e“).
