ÖH goes nachhaltig!
Studienalltag gemeinsam klimafreundlicher gestalten
Die Hochschülerschaft an der Fachhochschule Kärnten (ÖH FH Kärnten) agiert als Interessensvertretung aller Studierenden und Lehrgangsteilnehmer. Das Ziel ist die stetige Verbesserung der Studienbedingungen. Im Vorjahr wurde auch ein Nachhaltigkeitsreferat ins Leben gerufen.
© ÖH FH Kärnten
„Sharing“ (das Teilen von Ressourcen), „Re-use“ (wiederverwenden statt verschwenden) und Regionalität sind simple Beispiele, wie Nachhaltigkeit in den Studienalltag integriert werden kann. „Mit sinnvollen, einfach umsetzbaren Ideen wollen wir das Studentenleben an der Fachhochschule Kärnten klimafreundlicher gestalten. Unter dem Hashtag ‚oehgoesnachhaltig‘ versuchen wir, das Bewusstsein für nachhaltiges Denken und Handeln unter den Studierenden zu steigern – sowohl virtuell über unsere Social-Media-Kanäle als auch vor Ort“, erzählt Petra Plimon, Nachhaltigkeitsreferentin der Hochschülerschaft an der Fachhochschule Kärnten (ÖH FH Kärnten).
Wiederverwenden statt verschwenden
„So wurden etwa Bücher-Tauschregale für Studierende und Mitarbeiter am FH-Campus in Villach, in Klagenfurt und in Feldkirchen installiert. Dort können Bücher abgegeben und entnommen werden. Weitere FH-Standorte sind bereits in Planung“, verrät Christian Poznic, der ebenfalls im Sinne der Nachhaltigkeit mit Leib und Seele für die Studierenden im Einsatz ist. Mit dem Pilot-Projekt „Community Fridge“ möchte die Hochschülerschaft ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen. Am FH-Campus in Villach steht seit kurzem ein Kühlschrank für Studierende und Mitarbeiter zur Verfügung, die überschüssige Lebensmittel mitbringen und entnehmen können. Die Idee stammt übrigens ebenfalls von einer Studierenden der FH Kärnten: Ilona Geitner setzte sich im Rahmen ihrer Masterarbeit kritisch mit dem bewussten Umgang von Lebensmitteln und „Foodsaving“ auseinander.

Klimafreundlichere Mobilität
Der Verkehr ist auch in Kärnten der größte Verursacher von klimaschädlichem CO2. „Aufgrund der komplexen Ausgangslage, dass die FH Kärnten aus fünf Standorten besteht und die Anreise der Studierenden, je nach Lebenssituation und Möglichkeit, entweder mit dem eigenen PKW, Öffis oder dem Fahrrad erfolgt, haben wir uns Gedanken über individuelle Unterstützungsmöglichkeiten gemacht“, erläutert Plimon. So können Studierende, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um Mobilitätsförderung ansuchen und sich einen Teil der Kosten für Öffis über die Hochschülerschaft refundieren lassen.
„Mit der Errichtung einer Self-Service-Station für Fahrräder am Campus Villach wollen wir künftig noch mehr junge Menschen dazu motivieren – wenn möglich und sinnvoll – mit dem Fahrrad zur Vorlesung zu kommen“, sagt Poznic. All jene Studierende, die mit dem PKW anreisen (müssen), haben ab sofort die Möglichkeit, sich über die Mitfahrbörse in der „Studo“-App digital, schnell und unbürokratisch zu Fahrgemeinschaften zu vernetzen.
Im Fokus steht das Miteinander
Kooperationen mit lokalen Start-ups runden den Nachhaltigkeitsgedanken ab. Kreative Unterstützung im Logo-Design holte sich die Hochschülerschaft etwa von Jungunternehmerin Anni Orasch (Grafik Villach). Gemeinsam mit der „Ackerbox“ wurde Studierenden im Rahmen eines digitalen Gewinnspiels mit einem YouTube-Video vermittelt, dass regionales Einkaufen gleichzeitig Betriebe in der Region unterstützt und CO2 einspart.
Als Teil der „Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit“ arbeitet man gemeinsam mit der Fachhochschule Schritt für Schritt daran, eine klimaneutrale Hochschule zu werden. „Nachhaltigkeit betrifft alle Lebensbereiche und ist eine Querschnittsmaterie. Es funktioniert nur, wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen“, sind sich die Vertreter der Hochschülerschaft sicher.
Nachhaltige Projekte fördern
Die ÖH FH Kärnten spricht sich dafür aus, Nachhaltigkeit und Klimaschutz künftig verpflichtend in den Curricula der Fachhochschule zu verankern und adaptiert derzeit ihre Projektförderrichtlinie. „Projekte von Studierenden und Lehrgangsteilnehmern, die zu einem verantwortungsvollen Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit anregen und dahingehend Bewusstsein schaffen oder der nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule dienen, sollen künftig auf Ansuchen durch die ÖH gefördert werden“, fasst Plimon zusammen.
