Landesrätin Sara Schaar
„Wer Moore schützt, schützt das Klima“
Die österreichische „Moorstrategie 2030+“ ist fertiggestellt. Der Kärntner Aktionsplan für Moorschutz ist ein fixer Bestandteil davon.
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Am 2. Februar 2022, dem Welttag der Feuchtgebiete, wird die österreichische „Moorstrategie 2030+“ präsentiert. „Diese wurde von den Bundesländern in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus und Mitgliedern des nationalen Ramsar-Komitees Österreich erstellt und gibt die Richtung im Moorschutz, speziell für den Erhalt und die Wiederherstellung von Mooren, für die nächsten Jahre vor“, erklärt Landesrätin Sara Scharr, Natur- und Klimaschutz-Referentin des Landes Kärnten. Sie unterstreicht die Bedeutung von Mooren als einzigartige Landschaften mit besonderen Tieren und Pflanzen: „Moore sowie Torfböden speichern CO2 und tragen so wesentlich zum Klimaschutz bei. Sie schützen vor Hochwasser, sichern unser Trinkwasser und sind wichtige Naherholungsgebiete. Deshalb ist es immens wichtig, diese Naturparadiese nicht nur zu erhalten, sondern auch den Rückgang der Moorflächen zu stoppen und gestörte Moore wiederherzustellen.“
Der Kärntner Aktionsplan
Die gemeinsame Moorstrategie enthält auch konkrete Aktionspläne der Bundesländer. „Der Kärntner Aktionsplan geht über den gesetzlichen Schutz, der in Kärnten seit dem Jahr 1986 durch das Kärntner Naturschutzgesetz geregelt ist, hinaus. Er umfasst auch Vorschläge für Renaturierungs- und Sanierungsmaßnahmen von bereits beeinträchtigten Moorflächen“, schildert Schaar. Schwerpunkte des Kärntner Aktionsplans sind folgende: Erstellung einer Moor- und Torfbodenkarte, Erstellung von „Natura 2000“-Managementplänen in Moorgebieten, Grundankäufe oder Bewirtschaftungsverträge für die Flächensicherung, die Schaffung von Ausgleichs- oder Ersatzflächen in Moorgebieten, verstärkte Wissensvermittlung und Besucherlenkung sowie Kooperationen mit Bildungseinrichtungen oder NGO im Bereich Moorschutz.
Bereits umgesetzt
Der Aktionsplan enthält aber auch konkrete Maßnahmen, die bereits umgesetzt werden. Beispiele sind Renaturierungs- und Pflegemaßnahmen beim St. Lorenzener Hochmoor, beim Timenitzer Moor, beim Dellacher Schupfen oder den Zedlitzdorfer Mooren sowie ein Grundankauf beim Trabesinger Moor. Das Aktionsprogramm „Moorpflege Kärnten“ wird ebenso fortgesetzt wie die Bekämpfung von invasiven fremden Arten oder Besucherlenkungsprojekte und Artenschutzmaßnahmen, etwa für Libellen oder Amphibien.
26.01.2022 09:49 - Update am: 26.01.2022 09:53
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