Pilotphase beendet

Künst­li­che Intel­li­genz im Stra­ßen­bau

Welche Wirkung haben geplante Sanierungsmaßnahmen im Straßenbau? Dies kann anhand eines Programms eruiert werden, das nun vom Land Kärnten in den Regelbetrieb übernommen wird.

Straßenbau Das Land setzt Künstliche Intelligenz bei Bauprojekten ein.

© Pixabay/colours4you

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Ein Jahr lang wur­de getes­tet, nun wird ein neu­es Pla­nungs­mo­dell für Stra­ßen­bau-Pro­jek­te in den Regel­be­trieb über­nom­men. Dabei spielt Künst­li­che Intel­li­genz eine Rol­le. Die Stra­ßen­bau-Abtei­lung des Lan­des hat gemein­sam mit IT-Pro­fis an die­sem Pro­jekt gear­bei­tet, hun­der­te Daten­sät­ze bis ins Jahr 2005 zurück gesam­melt und ver­ar­bei­tet. Das Ergeb­nis ist ein Pro­gramm, mit dem sich die Wir­kung ver­schie­de­ner Sanie­rungs­for­men im Stra­ßen­bau vor­ab beur­tei­len lässt. Der zustän­di­ge Refe­rent Mar­tin Gru­ber erklärt: “Das heißt, wir kön­nen uns damit sehr genau anschau­en, in wie vie­len Jah­ren ein Stra­ßen­ab­schnitt erneut zu sanie­ren sein wird, wenn wir uns heu­te ent­we­der für die eine oder die ande­re Sanie­rungs­va­ri­an­te ent­schei­den.”

Pro­gramm auch für Gemein­den

Nun wer­den aktu­el­le Daten ein­ge­speist und auch die Erfah­rungs­wer­te von Mit­ar­bei­tern flie­ßen ein. Gru­ber ist sich sicher: “Wir kön­nen Bud­get­mit­tel dadurch noch nach­hal­ti­ger und ziel­ge­rich­te­ter ein­set­zen und davon pro­fi­tie­ren schluss­end­lich vor allem die Stra­ßen­be­nut­zer!” Natür­lich soll das Pro­gno­se-Modell auch den Gemein­den zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Schließ­lich gehe es im Stra­ßen­bau um hohe Geld­be­trä­ge.

BIM für ver­netz­tes Arbei­ten

Es lau­fen aber auch noch wei­te­re Pilot­pro­jek­te in die­sem Bereich – auch bun­des­weit. Ein Bei­spiel für ein öster­reich­wei­tes Pro­jekt ist eine Pla­nungs­platt­form, die es mög­lich macht, dass ver­schie­de­ne am Bau betei­lig­te Per­so­nen oder Orga­ni­sa­tio­nen zeit­gleich auf einen “digi­ta­len Zwil­ling” eines Bau­werks zugrei­fen und so ver­netzt arbei­ten kön­nen. Die­se Tech­nik nennt man “Buil­ding Infor­ma­ti­on Model­ling”, kurz BIM.

Getes­tet wird die Platt­form auch bei zwei Brü­cken-Pro­jek­ten in Kärn­ten und beim Vor­ha­ben Mobi­li­täts­kno­ten Kla­gen­furt-Lam­bichl.

21.04.2021 17:09
Anzeige
Straßenbau Das Land setzt Künstliche Intelligenz bei Bauprojekten ein.

© Pixabay/colours4you