Auszeichnung

„Maria Tusch“-Frauenpreis für Bri­git­te Jans­hoff

Stadträtin und Frauenreferentin Corinna Smrecnik zeichnete gestern Brigitte Janshoff mit dem diesjährigen „Maria Tusch“-Frauenpreis der Landeshauptstadt Klagenfurt aus. Sie legte im Jahr 1995 den Grundstein für das „EqualiZ“, das damals noch Mädchenzentrum hieß.

„Maria Tusch“-Frauenpreis für Bri­git­te Jans­hoff Stadträtin Corinna Smrecnik, Preisträgerin Brigitte Janshoff und Astrid Malle (von links), Leiterin des Büros für Frauen, Chancengleichheit und Generationen der Stadt Klagenfurt

© Büro StR Smrecnik

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„Frau­en, ihr müsst selbst­be­wusst wer­den“, sag­te einst Maria Tusch (sie­he „Wis­sens­wert“ unten). „Ich darf hin­zu­fü­gen: Frau­en, ihr müsst sicht­bar wer­den“, beton­te Stadt­rä­tin und Frau­en­re­fe­ren­tin Corin­na Smrec­nik ges­tern Abend bei der Ver­lei­hung des „Maria Tusch“-Preises.

Star­ke Frau­en vor den Vor­hang

Mit die­sem Frau­en­preis schenkt die Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furts Pio­nie­rin­nen jene Auf­merk­sam­keit, die sie ver­die­nen. „Star­ke Frau­en müs­sen vor den Vor­hang geholt und gebüh­rend aner­kannt wer­den“, sag­te Smrec­nik. Chris­ti­ne Erlach, Lei­te­rin des „Equa­liZ“ (vor­mals Mäd­chen­zen­trum), ent­hüll­te schließ­lich den Namen der Gewin­ne­rin: Der „Maria Tusch“-Preis ging an Bri­git­te Jans­hoff. Die gebür­ti­ge Deut­sche grün­de­te im Jahr 1995 das Mäd­chen­zen­trum als nie­der­schwel­li­ge Anlauf­stel­le für Mäd­chen und jun­ge Frau­en zwi­schen zehn und 27 Jah­ren. Damals gab es in ganz Öster­reich nur zwei ähn­li­che Ein­rich­tun­gen. Stadt­rä­tin Smrec­nik durf­te Jans­hoff schließ­lich die Tro­phäe über­rei­chen. „Sie hat mit ihren Initia­ti­ven für die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter die Gleich­be­rech­ti­gung in Kla­gen­furt maß­geb­lich geprägt“, wür­dig­te Smrec­nik die Leis­tun­gen von Jans­hoff.

5.295 Bera­tun­gen im Vor­jahr

Ein Blick in die Sta­tis­tik von „Equa­liZ“ unter­streicht die Not­wen­dig­keit die­ser Ein­rich­tung: Allei­ne im Jahr 2021 wur­den 5.295 Bera­tun­gen durch­ge­führt. Die häu­figs­ten Pro­ble­me waren Ess­stö­run­gen, Gewalt, psy­chi­sche, schu­li­sche und beruf­li­che Belas­tun­gen. In der Ein­rich­tung sind 45 Mit­ar­bei­ter tätig.

 

Wis­sens­wert

Der „Maria Tusch“-Preis ist ein Frau­en­preis, den die Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furt ver­gibt. Die Kla­gen­fur­te­rin Maria Tusch (1868 – 1939) war Tabak-Arbei­te­rin, Gewerk­schaf­te­rin und Poli­ti­ke­rin, die vie­le ihrer Vor­trä­ge mit den Wor­ten „Frau­en, ihr müsst selbst­be­wusst wer­den!“ been­de­te. Aus­ge­zeich­net wer­den Initia­to­rin­nen von Pro­jek­ten, die sich durch her­aus­ra­gen­des Enga­ge­ment für Mäd­chen, Frau­en und Gleich­stel­lung der Geschlech­ter in der Stadt Kla­gen­furt her­vor­tun.

Das Ziel des Prei­ses ist es, femi­nis­ti­sche, frau­en­po­li­ti­sche und gleich­stel­lungs­re­le­van­te Initia­ti­ven mit öffent­li­cher Auf­merk­sam­keit, finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung und poli­ti­scher Aner­ken­nung sicht­bar zu machen. Gleich­zei­tig soll der Preis zu einem geschlech­ter­de­mo­kra­ti­schen Han­deln ermu­ti­gen.

11.03.2022 11:19 - Update am: 11.03.2022 12:30
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„Maria Tusch“-Frauenpreis für Bri­git­te Jans­hoff Stadträtin Corinna Smrecnik, Preisträgerin Brigitte Janshoff und Astrid Malle (von links), Leiterin des Büros für Frauen, Chancengleichheit und Generationen der Stadt Klagenfurt

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