Gastronomie
Landgasthof Hafner ist Betrieb des Monats
Riesenportionen und Had’n in den verschiedensten Variationen kommen im Landgasthof Hafner in Oberdorf in der Gemeinde Neuhaus auf den Tisch. „KLiCK Kärnten“ sprach mit Wirt Peter Rupitz (52) über seine Philosophie.
© privat
Die Familie Rupitz führt in Oberdorf in der Gemeinde Neuhaus den Landgasthof Hafner, der seit über 200 Jahren existiert, in vierter Generation. Dazu gehört auch eine biologische Landwirtschaft. „Wir bauen nicht nur den Had’n an, sondern auch Getreide für unsere Bioschweine. Wir haben auch einige Hühner. Was wir nicht selbst produzieren, kaufen wir von Bauern aus der Gegend und bei unseren regionalen Partnern“, berichtet der leidenschaftliche Koch und Wirt Peter Rupitz. Im Mittelpunkt steht stets der Had’n, den man als Buchweizen kennt. „Trotzdem ist er kein Getreide, sondern ein Pseudogetreide“, klärt Rupitz auf.
Das Had’nfest
Der Landgasthof Hafner gehört der Had’n‑Inititaive an, die es seit rund 25 Jahren gibt. „Nach der Corona-Pause veranstalten wir heuer wieder das Had’nfest. Es findet am 17. und 18. September statt“, verrät der Wirt. Aller Voraussicht nach soll heuer auch wieder der Bleiburger Wiesenmarkt stattfinden. „Auch da sind wir dabei. Am Wiesenmarkt haben wir das größte Festzelt mit 1.200 Sitzplätzen. In dieser Zeit ist unser Gasthof geschlossen, weil wir für den Aufbau eine lange Vorbereitungszeit brauchen“, erklärt der Had’n‑Wirt.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis
Weithin bekannt ist der Landgasthof Hafner für seine großen Portionen. „Unsere Gäste lieben unsere großen Leberknödel und Schnitzel. Wir sind sehr bodenständig und achten dabei immer auf die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis“, betont Rupitz. Auf der Speisekarte sind auch traditionelle Gerichte wie der Bio-Schweinsbraten und Tafelspitz mit Semmelkren zu finden. „Der Semmelkren wird bei uns noch mit Safran und frischem steirischen Kren zubereitet“, schildert Rupitz. Ebenso beliebt bei den Gästen sind der Bio-Karawankenfisch vom Fuße des Obirs und das Riesen-Wiener-Schnitzel. Der Chef steht persönlich in der Küche, unterstützt von Gattin Sabine und der 79-jährigen Mutter.
Die Auszeichnung
Die Leistungen von Rupitz entgehen auch seinen Kollegen des „Klubs der Köche Kärnten“ nicht. Sie zeichneten den Landgasthof Hafner als Betrieb des Monats März aus. Zum Gasthaus-Sterben in Kärnten und dem Mangel an Mitarbeitern in der Gastronomie hat Rupitz eine klare Meinung: „Das Gasthaus-Sterben hat sehr viel mit der Nachfolge in den Familien zu tun. Junge Menschen wollen den elterlichen Betrieb oft nicht übernehmen, weil sie lieber auf Freizeit und Urlaub setzen. Bei den Mitarbeitern ist nicht immer der Lohn im Vordergrund, da zählt sehr oft das Freizeitverhalten. Viele wollen am Samstag und am Sonntag frei haben und die Freizeit genießen – das geht in der Gastronomie nicht. Wir haben zum Glück ein ausgezeichnetes Team mit sehr guten Mitarbeitern“, ist Rupitz dankbar.
- Peter Rupitz ist ein leidenschaftlicher Koch.
- Manfred Dworak vom „Alpe-Adria-Chapter“ mit Peter und Sabine Rupitz (von links)
- Had’n‑Wirt Peter Rupitz (Vierter von links) bei der Auszeichnung als Betrieb des Monats März durch den „Klub der Köche Kärnten“ im Beisein von Bürgermeister Patrick Skubel (Dritter von rechts)
- Wenn der Had’n (Buchweizen) blüht …

