Andreas Apounik

Herr Ober brennt Schnäp­se

Ober und Barkeeper Andreas Apounik aus Eberndorf arbeitet seit 33 Jahren im Parkhotel in Pörtschach. In seiner Freizeit widmet er sich mit seiner Familie einem besonderen Hobby. Welchem, verrät er im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Herr Ober brennt Schnäp­se Andreas und Albine Apounik vor ihrem Verkaufsstand

© kope

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Die Lebens­ge­schich­te des Ebern­dor­fers Andre­as Apo­unik (59) ist lang und ereig­nis­reich. Nach einer Leh­re zum Koch und Kell­ner star­te­te er sei­ne beruf­li­che Lauf­bahn im Hotel Mar­ko am Klo­pei­ner See als Restau­rant­fach­mann. Es folg­ten gas­tro­no­mi­sche Sta­tio­nen in Ischgl und Zell am See, ehe er im Jahr 1988 im Park­ho­tel in Pört­schach als Bar­kee­per lan­de­te. „Zwi­schen­durch habe ich immer wie­der an der HBLA in Kla­gen­furt unter­rich­tet“, berich­tet der Ober. Im Jahr 2011 wur­de der Ebern­dor­fer als „Bar­man of the Year“ aus­ge­zeich­net.

Das gro­ße Hob­by

Am Hof der Fami­lie Apo­unik wer­den bereits in zwei­ter Gene­ra­ti­on alko­ho­li­sche Destil­la­te gebrannt. „Eigent­lich geht die Fami­li­en­tra­di­ti­on auf min­des­tens 50 Jah­re zurück. Seit 20 Jah­ren set­zen wir auch Likö­re an. Wir pro­du­zie­ren auch Öle und Säf­te. Die Früch­te und die ange­bau­ten Grund­pro­duk­te für die Öle las­sen wir in Rin­ken­berg pres­sen“, erzählt Apo­unik. Im Sor­ti­ment befin­den sich Kern‑, Sonnenblumen‑, Raps- und Wal­nuss­öl, manch­mal auch Leind­ot­ter­öl. 2016 absol­vier­te der Schnaps­bren­ner am Länd­li­chen Fort­bil­dungs­in­sti­tut (LFI) in St. Andrä die Aus­bil­dung zum Edel­brand-Som­me­lier.

Der Zir­ben-Edel­brand

In der Bren­ne­rei in Gös­sels­dorf wer­den nur hei­mi­sche Früch­te und Bee­ren ver­ar­bei­tet. „Unser High­light ist der wei­ße Zir­ben-Edel­brand. Die Zir­be gibt es aller­dings auch in ange­setz­ter Form“, ver­rät Apo­unik. Der Lieb­lings­schnaps des Ebern­dor­fers ist der Schleh­dorn. Die Frucht muss zumin­dest ein­mal gefro­ren sein, um sie dann anzu­set­zen. „Ich set­ze den Schleh­dorn mit einem Apfel­schnaps an. Das ergibt dann einen leich­ten Cal­va­dos-Kakao-Geschmack. Die Men­gen sind natür­lich über­schau­bar. Wir sind ein klei­ner Betrieb, den man eher als Manu­fak­tur bezeich­nen kann“, erklärt Apo­unik.

Der Ver­kauf

Das gesam­te Sor­ti­ment wird seit rund 35 Jah­ren auf dem Markt an der Pro­me­na­de am Klo­pei­ner See oder auf dem Jose­fi­markt ange­bo­ten. „Wir sind auch am Jaun­ta­ler Advent in Ebern­dorf ver­tre­ten. Da gehö­ren wir zu den Grün­dungs­mit­glie­dern. Am Markt am Klo­pei­ner See ste­hen wir im Juni und im Sep­tem­ber jeden Frei­tag, im Juli und August immer diens­tags und frei­tags jeweils von 16 bis 22 Uhr“, zählt Apo­unik auf. Den Ver­kauf hat Haus­her­rin Albi­ne Apo­unik mit den Kin­dern Ange­li­na und André stets im Griff. Toch­ter Ange­li­na (22) stu­diert Jura an der Uni­ver­si­tät in Graz, Sohn André (28) ist Antriebs­tech­ni­ker und unter­stützt die Fami­lie in allen Berei­chen im klei­nen Unter­neh­men.

Die sechs A

Das Beson­de­re an der Fami­lie Apo­unik ist, dass die Vor­na­men aller Fami­li­en­mit­glie­der mit dem Buch­sta­ben „A“ begin­nen. Da wären die Groß­el­tern Andre­as und Ama­lie, die Schnaps­bren­ner Andre­as und Albi­ne sowie die Kin­der Ange­li­na und André. „Mein Auto­kenn­zei­chen lau­tet des­halb auch ‚VK AAA 1‘“, schmun­zelt Apo­unik. Sei­ne Mut­ter fuhr frü­her auch auf den Markt, sein Vater ist der Bee­ren­samm­ler. „Er holt Schleh­dorn und Brom­bee­ren aus dem Wald. In sei­ner bes­ten Zeit hat er 50 bis 60 Liter Bee­ren am Tag nach Hau­se gebracht. Er klaubt sämt­li­che Früch­te mit der Hand“, sagt Apo­unik.

In den 80er Jah­ren begann die Fami­lie Apo­unik mit Himbeer‑, Brom­beer- und Schwarz­beer-Likö­ren. Sehr begehrt ist der Trau­ben­saft von den haus­ei­ge­nen Wein­trau­ben, die Gat­tin Albi­ne ver­ar­bei­tet.

 

23.03.2022 18:50
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Herr Ober brennt Schnäp­se Andreas und Albine Apounik vor ihrem Verkaufsstand

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