Arge Naturschutz

Die „Wan­der­sai­son“ von Frö­schen & Co. beginnt!

Um möglichst viele Frösche, Kröten und Molche vor dem Straßentod zu retten, werden an zahlreichen Straßen in Kärnten jedes Frühjahr Schutzzäune aufgebaut. Die Arge Naturschutz richtet einen Appell an Autofahrer.

Die „Wan­der­sai­son“ von Frö­schen & Co. beginnt! Ob Groß oder Klein: Die tägliche Betreuung der Schutzzäune erfolgt zum Großteil durch ehrenamtliche Helfer.

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Jedes Früh­jahr wan­dern tau­sen­de Krö­ten, Frö­sche und Mol­che von ihren Win­ter­quar­tie­ren zu den Laich­ge­wäs­sern, um sich zu paa­ren und ihre Eier abzu­le­gen. Danach keh­ren sie in ihre umlie­gen­den Land­le­bens­räu­me zurück und ver­brin­gen dort die Som­mer­mo­na­te. „Eine der gefähr­lichs­ten Bar­rie­ren auf den Wan­der­rou­ten der Amphi­bi­en sind Stra­ßen“, berich­tet Klaus Krai­ner, Geschäfts­füh­rer der Arge Natur­schutz (sie­he unten).

Ehren­amt­li­che Hel­fer

Um mög­lichst vie­le Frö­sche, Krö­ten und Mol­che vor dem Stra­ßen­tod zu ret­ten, wer­den an zahl­rei­chen Stra­ßen in Kärn­ten jedes Früh­jahr Schutz­zäu­ne auf­ge­baut. Das geschieht im Auf­trag des Lan­des Kärn­ten und in Abstim­mung mit der Arge Natur­schutz. „Dabei wird der Auf- und Abbau der Amphi­bi­en­schutz­zäu­ne aus Kunst­stoff­ge­flecht oder Holz­bret­ter meist von Mit­ar­bei­tern der Stra­ßen­meis­te­rei­en, Gemein­den und sel­ten von sons­ti­gen Per­so­nen durch­ge­führt“, ver­rät Krai­ner. Die täg­li­che Betreu­ung der Schutz­zäu­ne erfolgt zum Groß­teil durch ehren­amt­li­che Hel­fer. Sie neh­men die gefan­ge­nen Amphi­bi­en aus den Kübeln und tra­gen sie sicher über die Stra­ße.

96.000 geret­te­te Amphi­bi­en

Aktu­ell sind der Arge Natur­schutz 193 Stra­ßen­ab­schnit­te in Kärn­ten bekannt, wovon im Früh­jahr 2021 an 54 Stre­cken die Amphi­bi­en­wan­de­rung mit der soge­nann­ten Zaun-Kübel-Metho­de geschützt wur­de. An einer Stre­cke wur­den die Amphi­bi­en nachts per Hand auf­ge­sam­melt. 32 Stre­cken sind mit dau­er­haf­ten Schutz­an­la­gen aus­ge­stat­tet, an einer wei­te­ren gilt mitt­ler­wei­le ein ganz­jäh­ri­ges Fahr­ver­bot. Wei­te­re neun Stra­ßen­ab­schnit­te wur­den zum Schutz der Amphi­bi­en im Früh­ling nachts für den Auto­ver­kehr gesperrt. „Mit über 96.000 geret­te­ten Amphi­bi­en waren die Schutz­maß­nah­men im Früh­jahr 2021 über­aus erfolg­reich“, bilan­ziert Krai­ner.

Auf „grü­ne“ Ver­kehrs­schil­der ach­ten

Der Geschäfts­füh­rer der Arge Natur­schutz ruft Auto­fah­rer auf, in reg­ne­ri­schen Näch­ten beson­ders auf die „grü­nen“ Ver­kehrs­schil­der zu ach­ten und die Geschwin­dig­keit zu redu­zie­ren. Nicht nur der eige­nen Ver­kehrs­si­cher­heit wegen, son­dern vor allem um die zahl­rei­chen frei­wil­li­gen „Frosch­klau­ber“ nicht zu gefähr­den.

 

Wis­sens­wert

Am 27. Jän­ner 1993 grün­de­te Klaus Krai­ner die Arge Natur­schutz, einen gemein­nüt­zi­gen Natur­schutz­ver­ein zur Siche­rung, Ent­wick­lung und För­de­rung des Natur­schut­zes im Bun­des­land Kärn­ten. Der Tätig­keits­be­reich beschränk­te sich zunächst auf das Bun­des­land Kärn­ten. Län­der­über­grei­fen­de Pro­jek­te führ­ten dazu, dass die Gene­ral­ver­samm­lung in ihrer Sit­zung vom 30. April 2003 der Ände­rung der Ver­eins­sta­tu­ten zustimm­te: Die Arge Natur­schutz ist seit 17. Juni 2003 ein öster­reich­weit täti­ger Natur­schutz­ver­ein.

Zu den wich­tigs­ten Auf­ga­ben­be­rei­chen zäh­len die Erfor­schung bedroh­ter Pflan­zen und Tie­re wild­le­ben­der Arten, ihrer Lebens­ge­mein­schaf­ten und ihrer natür­li­chen Lebens­grund­la­gen, spe­zi­el­les Arten- und Bio­top-Manage­ment sowie eine geziel­te Bil­dungs- und Infor­ma­ti­ons­ar­beit in Sachen Natur­schutz.

 

28.03.2022 08:55 - Update am: 28.03.2022 08:57
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Die „Wan­der­sai­son“ von Frö­schen & Co. beginnt! Ob Groß oder Klein: Die tägliche Betreuung der Schutzzäune erfolgt zum Großteil durch ehrenamtliche Helfer.

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