Förderungen

Start der Pho­to­vol­ta­ik-Offen­si­ve in Sach­sen­burg

Landesrätin Sara Schaar besuchte die Marktgemeinde Sachsenburg, wo auf dem „Kohl-Haus“ eine kommunale Photovoltaik-Anlage samt Stromspeicher errichtet wurde.

Start der Pho­to­vol­ta­ik-Offen­si­ve in Sach­sen­burg Photovoltaik-Förderung für Sachsenburg: Vizebürgermeister Dietmar Bauer, Landesrätin Sara Schaar und Bürgermeister Wilfried Pichler (von links)

© Büro LR Schaar

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Beim wei­te­ren Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gie setzt das Bun­des­land Kärn­ten stark auf die Kraft der Son­ne. Das größ­te Poten­ti­al liegt dabei im Pho­to­vol­ta­ik-Bereich auf unge­nutz­ten Dächern. Die­sem Weg folgt auch die Markt­ge­mein­de Sach­sen­burg und star­tet eine Pho­to­vol­ta­ik-Offen­si­ve auf gemein­de­ei­ge­nen Gebäu­den. Das ers­te Gebäu­de wur­de nun mit einer Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge mit einer Leis­tung von rund zehn Kilo­watt-Peak (kWp), aus­ge­rich­tet auf den Eigen­ver­brauch, und einem Strom­spei­cher aus­ge­stat­tet. Es han­delt sich um das „Kohl-Haus“ auf dem Markt­platz, das ein Lebens­mit­tel­ge­schäft, die Kin­der­ta­ges­stät­te und eine Woh­nung beher­bergt. Die Anla­ge ging im Herbst in Betrieb.

Die För­de­run­gen

Lan­des­rä­tin Sara Schaar, Ener­gie- und Kli­ma­schutz-Refe­ren­tin des Lan­des Kärn­ten, sag­te dafür per­sön­lich eine För­der­zu­sa­ge in Höhe von 9.671 Euro zu. „Um den Gemein­den in Kärn­ten die Nut­zung von Son­nen­en­er­gie zu erleich­tern, gibt es seit Mit­te 2020 die För­der­schie­ne für Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen an oder auf kom­mu­na­len Gebäu­den“, berich­tet Schaar. Geför­dert wird die Errich­tung sol­cher Anla­gen mit bis zu 60 Pro­zent der Anschaf­fungs­kos­ten. Weil es auch mög­lich ist, Inves­ti­ti­ons­zu­schüs­se von drit­ter Stel­le (also von Bund oder EU) in Anspruch zu neh­men, ist eine Gesamt­för­de­rung von nahe­zu hun­dert Pro­zent mög­lich. „Bei kom­mu­na­len Gebäu­den fal­len Strom­be­darf und ‑erzeu­gung spe­zi­ell tags­über zusam­men, wes­halb sich Pho­to­vol­ta­ik, auf den Eigen­ver­brauch hin aus­ge­rich­tet, bes­tens anbie­tet“, erklärt Schaar.

Im Rah­men der Alter­na­tiv­ener­gie-För­de­rung ermög­licht die Lan­des-Umwelt­ab­tei­lung auch eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für die Instal­la­ti­on von Strom­spei­chern – in der Höhe von 50 Pro­zent der aner­kenn­ba­ren Inves­ti­ti­ons­kos­ten (bis zu 3.500 Euro).

140 Pro­jek­te in 56 Gemein­den

Sach­sen­burg ist Mit­glied der Kli­ma- und Ener­gie-Modell­re­gi­on (KEM) „Groß­glock­ner/M­öll­tal-Oberdrau­tal“ und nimmt sich vor, im Pho­to­vol­ta­ik-Bereich eine Offen­si­ve auf gemein­de­ei­ge­nen Gebäu­den zu star­ten. Die För­de­rung ist der­zeit beson­ders attrak­tiv. „Seit Mit­te 2020 haben 56 Gemein­den die­se Pho­to­vol­ta­ik-För­de­rung für über 140 Pro­jek­te in Anspruch genom­men. Das ent­spricht einem bis­he­ri­gen För­der­vo­lu­men von mehr als 1,2 Mil­lio­nen Euro“, fasst Schaar zusam­men. Für das Jahr 2022 wur­de dafür eine Mil­li­on Euro bud­ge­tiert.

 

Wis­sens­wert

Die För­de­rung von Pho­to­vol­ta­ik auf und an kom­mu­na­len Gebäu­den ist eine wesent­li­che Maß­nah­me im Rah­men der „Kli­ma-Agen­da Kärn­ten“, einem refe­rats­über­grei­fen­den Steue­rungs­sys­tem. „Die kom­mu­na­le Pho­to­vol­ta­ik-Offen­si­ve ist ein wich­ti­ger Bau­stein zur Stei­ge­rung der erneu­er­ba­ren Ener­gien in Kärn­ten. Als son­nen­rei­ches Bun­des­land gilt es, Pho­to­vol­ta­ik zu for­cie­ren und die Kärnt­ner Gemein­den als wich­ti­ge Part­ner dabei zu unter­stüt­zen“, sagt Lan­des­rä­tin Sara Schaar. Allein die Hälf­te der poten­ti­el­len Dach­flä­chen in Kärn­ten hat ein Aus­bau-Poten­ti­al von 3,3 Tera­watt­stun­den. „Daher set­zen wir bei Pho­to­vol­ta­ik auf fol­gen­de Prio­ri­sie­rung: Gebäu­de-Flä­chen und bereits ver­sie­gel­te Boden­flä­chen vor Frei­flä­chen, um die wun­der­schö­ne Kärnt­ner Land­schaft zu erhal­ten“, erläu­tert Schaar.

09.04.2022 16:35 - Update am: 09.04.2022 16:36
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Start der Pho­to­vol­ta­ik-Offen­si­ve in Sach­sen­burg Photovoltaik-Förderung für Sachsenburg: Vizebürgermeister Dietmar Bauer, Landesrätin Sara Schaar und Bürgermeister Wilfried Pichler (von links)

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