Zeindorf
Eiszeit am Krappfeld
Versteckt im kleinen Ort Zeindorf bei Kappel am Krappfeld ist die Eismanufaktur „Krappfelder Eis“ der Familie Pobaschnig zu finden. Weshalb am Bauernhof Eis produziert wird, erzählt Petra Pobaschnig im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
Das „Krappfelder Eis“ ist dem Genussmenschen Bernd Pobaschnig zu verdanken. „Mein Mann isst gerne Eis und hat vor zehn Jahren eine Diät machen müssen. Da durfte er kein Kuhmilcheis zu sich nehmen. Als Eisliebhaber hat er dann gesagt, er macht sich sein Ziegenmilcheis selbst. Wir haben sehr schnell gemerkt, dass das Ziegenmilcheis nicht der große Renner wird. Deshalb haben wir vor neun Jahren mit der Produktion von Kuhmilcheis begonnen“, erzählt Petra Pobaschnig.
Der Bauernhof
Auf dem Hof der Familie Pobaschnig leben Milchkühe und Ziegen. Aus der Milch der Tiere wird Speiseeis produziert. „Wir haben auch ein eigenes Sortiment, das aus Ziegenmilch hergestellt wird. Das Eis eignet sich besonders gut für Allergiker und für Menschen, die eine Kuhmilch-Unverträglichkeit haben“, schildert die Eisproduzentin. Neben dem Eis wird am Hof noch Apfelsaft und Joghurt hergestellt.
70 Eissorten
Die Familie Pobaschnig hat rund 70 Eissorten im Sortiment. „Die meistverkauften Produkte sind die kleinen Eisbecher mit zwei Kugeln, dann kommen die Familienbecher zu einem halben Liter und die mit zweieinhalb und fünf Litern gefüllten Wannen für die Gastronomie“, verrät Bernd Pobaschnig. Viele Eissorten sind saisonal ausgerichtet. Sämtliche Zutaten, soweit es möglich ist, kommen aus der Region. Partnerbetriebe aus ganz Kärnten versorgen den Produktionsbetrieb mit heimischen Früchten. „Wir sind ein ‚Genussland Kärnten‘-Betrieb, ein ‚Gutes vom Bauernhof‘-Betrieb und gehören auch dem ‚Marktplatz Mittelkärnten‘ an. Dadurch werden wir ständig kontrolliert und es wird auch veröffentlicht, woher unsere Zutaten kommen“, berichtet Petra Pobaschnig. Im Betrieb sind vier Mitarbeiter beschäftigt.

Gesicherter Arbeitsplatz
Für die Bäuerin war die Eismanufaktur eine große Chance. „Für mich war es ein Ziel, mit der Eisproduktion einen sicheren Arbeitsplatz zu schaffen, weil ich zehn Jahre bei den Kindern zu Hause war. Meine Kinder waren es mir wert“, stellt die Eisproduzentin klar. Ob die Kinder die Vision ihrer Eltern weiterführen werden, steht noch in den Sternen. Sohn Stefan (21) wird gerade mit seiner Landmaschinentechniker-Lehre fertig, Tochter Larissa (18) besucht die HBLA Pitzelstätten und der jüngste Sohn Daniel (15) die Landwirtschaftliche Fachschule in Althofen.
Die Exkursionen
Im Winter wird am Hof der Familie Pobaschnig weniger Eis produziert. „Die Winterzeit ist unsere Ruhezeit. Dann haben wir auch die Möglichkeit, uns weiterzubilden“, sagt Bernd Pobaschnig. Seine Gattin fügt hinzu: „Wir sind auch ein Exkursionsbetrieb, wo wir unseren Hof den Gästen vorstellen und Eisverkostungen anbieten. Die Gruppen müssen zwischen 15 und 20 Personen groß sein.“ Anmeldungen sind auf der Website (www.krappfeldereis.at) möglich.
Der Vertrieb
Ausgeliefert wird das Eis in ganz Kärnten. Des Weiteren ist das „Krappfelder Eis“ in sämtlichen Genusshütten im Raum Klagenfurt, St. Veit und Feldkirchen, in den Lagerhaus-Ecken sowie in der Gastronomie erhältlich, natürlich auch bei den „Genussland“- und „Marktplatz“-Wirten. „Mein Favorit ist das Walnusseis, die Renner sind allerdings das klassische Vanille- und Reindlingeis. Im Reindlingeis ist alles drin, was in einen Reindling reingehört. Den Schritt zur Eisproduktion haben wir nie bereut, weil sie eine Erfolgsgeschichte wurde“, freut sich Petra Pobaschnig. Übrigens, das Krappfelder Eis wurde 2019 bei der „Wieselburger Messe“ mit dem „Goldenen Stanitzel“ ausgezeichnet.


